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Taglinger klickt neben der Spur

Pfefferspray 4 ist da, 5 noch nicht

14.11.2012

Ein Case für ein iPhone braucht mehr als nur einen Daseinszweck. Es kann auch eine Waffe sein.

Ist das Pfefferspray in Deiner Hose oder freust Du Dich so, mich zu sehen? So oder so ähnlich lässt sich das Problem mit einer Verteidigungswaffe formulieren, die vor allem aufdringlichen Männern das Weinen lehren soll.

Tränengas.

Bis man es eben immer umständlich aus der Hosen- oder Handtasche genestelt hat, kann es schon zu spät sein. Deshalb bieten findige Geschäftemacher mit der Angst nun ein iPhone Case mit integriertem Tränengas an. Damit aus den Freudentränen über das neue iPhone auch gleich für den Bösewicht das Flennen losbrechen kann.

Soweit die Theorie. Besagtes Case ist mehr eine Geschmacksbeleidigung in Pink und Türkis, besitzt einen unförmigen Aufsatz mit dem üblen Gas und soll Frauen leider nur bis zum iPhone 4 helfen. Denn danach geht es ihnen wie mit einer zu engen Hose: Da passt nichts.

Und bitte, bitte, wenn sich das jemand kauft, dann bitte vor dem Spiegel den Einsatz genau üben. Es gibt nichts Schlimmeres als der Versuch eines netten Fotos an der Bar, der dann von den Lächelnden am Tresen mit der Behandlung der zugeklebten Augen endet. Wäre peinlich, wenn man den falschen Schalter tippt.

Aber das Konzept ist gut und ausbaufähig. Ein kleiner Staubsauger oder eine Warnblinkleuchte wären auch nett, wenn sie am Case eines iPhones funtionieren würden. Jetzt, wo das Ding ja ein wenig grösser ist und damit auch grössere Schutzhüllen braucht, sollte der Markt vor neuen Anwendungen nur so überquellen. Wer will schon nur surfen oder telefonieren mit seinem 5er. Eben.

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Die aktuelle "Enthüllung" der SZ hatten wir schon 1998, deshalb frisch aus dem Archiv:

Christiane Schulzki-Haddouti 24.08.1998

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