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SIPRI: Waffenhandel nimmt weltweit zu

22.02.2016

Neue Studie des Stockholmer Instituts dokumentiert Anstieg der Rüstungsgeschäfte

Nach einer neuen Erhebung des Stockholmer Instituts für Friedensforschung (SIPRI) boomt der Waffenhandel weltweit. Laut einem Bericht des Instituts hat der Verkauf von Rüstungsgütern in den vier Jahren zwischen 2011 und 2015 im Vergleich zum Zeitraum zwischen 2006 und 2010 um 14 Prozent zugenommen. Zuletzt hätten vor allem die Länder des Mittleren Ostens die Importe von Waffen massiv gesteigert – und sie auch verwendet.

"Eine Koalition arabischer Staaten setzt vor allem aus den USA und Europa stammende Waffen im Jemen ein", zitiert die Deutsche Presse-Agentur den SIPRI-Mitarbeiter Pieter Wezeman. Trotz des Einbruchs in den staatlichen Einnahmen durch den Abfall des Erdölpreises seien weitere große Waffenlieferungen in den Mittleren Osten geplant. In der von Flüchtlingskrisen und Kriegen erschütterten Region hätten die Waffenkäufe in den gleichen Vergleichszeiträumen um zwei Drittel zugenommen. In der Bilanz schlagen vor allem Saudi Arabien und Katar zu Buche: Dort nahmen die Rüstungsimporte um 275 Prozent und 279 Prozent zu.

Die meisten Waffen werden weltweit von den USA verkauft, die ihren Marktanteil in den vergangenen fünf Jahren auf 33 Prozent ausbauen konnten. Washington hat seine Rüstungsgüter in dieser Zeit in 96 Staaten vermarktet oder anderweitig zur Verfügung gestellt. Der größte Anteil von 41 Prozent ging auch hier in den Mittleren Osten, 40 Prozent nach Asien und Ozeanien und 9,9 Prozent nach Europa. Außerdem sollen aus den USA 611 Kampfjets des Typs F-35 in neun Länder verkauft werden.

Auch Russland hat seinen Rüstungsexport mit einem derzeitigen Weltmarktanteil von 25 Prozent massiv ausgebaut – und das trotz der westlichen Sanktionen. Moskau verkauft seine Rüstungsgüter vor allem in die übrigen Schwellenstaaten der BRICS-Gruppe. In den vergangenen fünf Jahren habe Russland Waffen in 50 Länder "und an Rebellengruppen in der Ukraine" geliefert, heißt es in dem Bericht. Indien ist mit 39 Prozent der vorrangige Importeur russischer Rüstungsgüter, gefolgt von China und Vietnam mit je elf Prozent.

Zu den übrigen Rüstungsexporteuren nach den USA und Russland gehören China (5,9 Prozent), Frankreich (5,6 Prozent) und Deutschland (4,7 Prozent). Die größten Importeure sind Indien, Saudi Arabien, China, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar.

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