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Taglinger klickt neben der Spur

Sag mir, dass ich blöd bin, sag es öfter, jetzt!

08.02.2012

Gut, das Internet macht blöd, aber wenigstens redet es mit mir. Oft. Vielleicht zu oft, und das Gespräch ist einseitig. Und wie werde ich diesen Monolog wieder los?

OK, gut, wir werden also immer blöder. Täglich. Einer alten Volksweisheit entsprechend müsste dann der Sex besser werden. Derjenige, bei dem das nicht der Fall ist, kann sich jetzt entspannt zurücklehnen und sich als etwas Besonderes und schlau fühlen ... allerdings lachen wir anderen dreckig und haben dann wenigstens mehr Spass.

Schuld daran ist das Internet. Denn es lässt uns nicht mehr in Frieden. Einer kleiner, aber feiner Lehrfilm ... aus dem Internet zeigt uns noch einmal eindrücklich, was passiert. Da wir am Tag mehr als 10 Stunden vor Bildschirmen oder Zeitungen sitzen und dazu noch Radio hören, muss alles immer und überall gleichzeitig auf uns zukommen und uns zudem noch auf sich aufmerksam machen. Denn sonst passt es selbst in diese Wachphasen nicht mehr hinein.

You've got Mail ist dabei noch die kleinste Plage.

Die uns sehr lieben und stets bekannten Forscher aus den USA haben festgestellt, dass es schwerer ist, Nein zu . Und schlimm ist dabei: Zigaretten und die Flasche können alle gehen, bei Twitter scheint die Timeline nie abzureissen.

Was wir also tun können: Zuallererst nichts, wenn wir nicht an die Wurzel gehen. Die des Übels natürlich. Also, Handy aus, PC aus, fertig. Das ist in etwa so wie die Empfehlung, bei Herrn Crusoe einzuchecken, wenn man einmal wieder seine Ruhe haben will. Oder man nimmt sich einen Tipp zu Herzen, der die eigene Produktivität heben soll.

Und das geht so: Hände weg vom Mailaccount. Einmal am Wochenende reinschauen, einmal schreiben. Nur das schreiben, was man nicht erledigen kann. Und es gibt eine klare Regel, nämlich die, wann man zum Telefon greift.

Wie man weniger twittert, seine SMS los wird und auch noch die anderen Alerts aus dem Handy minimiert, das habe ich leider über das Internet nicht in Erfahrung bringen können. Wir arbeiten noch daran, bleiben Sie dran, wir schicken Ihnen einen Alert, sobald wir mehr wissen - oder nichts.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann gehen sie sich noch immer gegenseitig mit Kurznachrichten auf die Nerven.

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Noch schlimmer als zuvor

Peter Mühlbauer 30.10.2009

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