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Nachrichten aus Kultur und Medien

Scientology in der Unterwelt

03.01.2013

Belgische Justiz bewertet Hubbard-Sekte als kriminelle Organisation

Die weltweit vertretene Organisation steuersparender UFO-Fans namens „Church of Scientology“ verfügt über reichhaltige internationale Erfahrung an Rechtsstreitigkeiten, etwa im Bezug auf ihren begehrten Status als möglichst steuerbefreite Religionsgemeinschaft oder Verbote von kritischen Stimmen. In Frankreich wurde die dortige Sektion der finanziellen Zuwendungen zugetanen Bewegung vor Jahren wegen Betrugs verurteilt.

In Belgien nun, wo die missionierende „Wissenschaftskirche“ ihr europäisches Hauptquartier unterhält, ermittelt die Justiz wegen bedenklich ausgestalteter Arbeitsverträge, was 2008 zu ergiebigen Hausdurchsuchungen führte. Wie die Tageszeitung „De Tijd/L'Echo“ meldet, wurde angesichts weiterer Fälle wurde nun ein neues und weitaus umfassenderes Strafverfahren in die Wege geleitet. Laut Flanders News glauben die Behörden genug Material zu haben, um wegen des Verdachts auf Erpressung, Betrug, Verstöße gegen die Privatsphäre und illegale Ausübung von Medizin vorzugehen, was am Standort des europäischen Hauptquartiers besonders peinlich wäre. Führende Scientologen werden nun zu Anhörungen gebeten.

Die Scientologen indes bewegen sich offenbar auf andere Weise in der Unterwelt: So berichtet der britische Investigativ-Journalist John Sweeney in seinem Buch „Church Of Fear: Inside The Weird World Of Scientology“, dass die Wissenschaftskirche in New Mexico unterirdische Bunker für UFOs baute. Das vor der Steuer gerettete Geld ist also sinnvoll angelegt für den Fall, dass es sich bei UFOs doch nicht um Reichsflugscheiben, sondern um Raumschiffe fremder außerirdischer Mächte handelt, wie es die Hubbard-Jünger einander lehren. Hubbards Ur-Enkel Jamie deWolf, ein Comedian und Filmemacher, verspottete seinen Vorfahren als „König der Betrüger“ und schwarzes Schaf der Familie.

Australische Kritiker wollen Hubbards Geschichten über Aliens, die von einem galaktischen Imperator aus Raumschiffen in irdische Vulkane abgeworfen wurden, per Crowdfunding in einem satirischen Computerspiel aufgreifen.

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