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Nachrichten aus der Wissenschaft

Sind Bio-Tomaten besser als herkömmlich gezüchtete?

21.02.2013

Zumindest sind sie anders: Sie sind kleiner, enthalten aber deutlich mehr Vitamin C, Antioxidantien und andere Mikronährstoffe

Brasilianische Wissenschaftler von der Universität Ceara haben Tomaten von Biobauern und konventionellen Bauern miteinander verglichen. Sie bestimmten das Gewicht und untersuchten die biochemischen Eigenschaften. Die Biotomaten hatten durchschnittlich ein um 40 Prozent geringeres Gewicht, dafür aber deutlich unterschiedliche biochemische Eigenschaften.

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Der Grund dürfte sein, dass Biotomaten, wie die Wissenschaftler im Open-Access-Journal PLoS One doi/10.1371/journal.pone.0056354: schreiben, stärker unter Stress stehen als Tomaten in der konventionellen Landwirtschaft. Deswegen sind sie kleiner, weisen 70 Prozent mehr gelbe Flavonoide auf und bilden mehr Substanzen gegen den Stress. So haben sie nicht nur eine höhere Zuckerkonzentration und 55 Prozent mehr Vitamin C (Ascorbinsäure), sondern auch mehr andere Antistresskomponenten wie Phenole - die Phenylalanin-Ammoniak-Lyase (PAL) ist um 140 Prozent höher - oder das Carotinoid Lycopin, das die Tomaten nicht nur rot färbt, sondern auch ein starkes Antioxidans ist.

Möglicherweise spielt auch der Dünger eine Rolle für das geringere Gewicht, aber die Wissenschaftler vermuten für die Unterschiede vorwiegend Stress, weil bei den reifen Biotomaten die Superoxid-Dismutase (SOD) um 90 Prozent höher ist, d.h. es gibt mehr Enzyme, die Superoxid-Anionen zu Wasserstoffperoxid umbauen.

Weil bei pflanzlichen Lebensmitteln weniger die Energie und mehr der Geschmack und die Qualität der Mikronährstoffe eine Rolle spielt, empfehlen die Wissenschaftler den Landwirten, nicht systematisch den Stress zu reduzieren, damit die Pflanzen und ihre Früchte möglichst groß werden. Um andere Aspekte der Produktqualität wie im biologischen Anbau zu erhalten, sollte ein gewisser Stress für die Pflanzen aufrechterhalten werden.

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