e
Energie & Klima News
Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Spanien: Fast die Hälfte des Stroms aus Erneuerbaren Energien

02.04.2010

Erneuerbare Energien lieferten im März in Spanien 45,1 % des gesamten Stroms, doppelt so viel wie Atomkraftwerke

Spanien kann sich freuen. Im Frühjahr hat es so stark geregnet, dass statt von Dürre eher die Meldungen von Überschwemmungen die Schlagzeilen beherrscht haben. Das hat den Effekt, dass die Wasserstände im Land der Stauseen so hoch sind, wie sie schon lange nicht mehr waren. Das schlechte und kühle Wetter mit viel Wind hat aber auch dazu geführt, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen einen neuen Rekord erreicht hat. Der spanische Netzbetreiber REE hat nun Daten vorgelegt, wonach die Erneuerbaren Energien schon 45,1 % des Strombedarfs produziert hätten.

Vor allem die Wasserkraftkraft hatte mit 24,2 % im März an der Stromproduktion den größten Anteil und lag sogar noch vor dem Windstrom (19,7%). An manchen Sturmtagen kann die Windenergie allein fast 50 % der Produktion übernehmen. Allerdings werden die Windmühlen oft abgeschaltet, vor allem wenn die Nachfrage gering ist, weil die Atomkraftwerke nicht schnell zurückgefahren werden können. Die Atomkraftwerke trugen im März in Spanien 21,2 % zur Stromproduktion bei. Im Februar waren es 20,5 %, wobei allein über Windenergie mit 21 % mehr Strom als in über Atomkraft produziert wurde. Die Wasserkraft hatte im Februar einen Anteil von 16,9 %. Solarstrom blieb mit 2 % im März und 1,3 % im Februar marginal.

Irgendwas ist an den Daten der REE aber faul. Gibt der Netzbetreiber den Anteil von Windenergie im Fließtext mit 18,7 % an, sind es in einem Diagramm 19,7 %. Doch mit beiden Werten kommt man nicht auf die 45,1 %. Denn es sind entweder 45,9 oder 44,9 % des Stroms, der allein über Wasser-, Wind- und Solarenergie erzeugt wurden. Dass der Anteil der regenerativen Energien am Verbrauch steigt, lässt sich nicht damit erklären, dass krisenbedingt die Nachfrage eingebrochen sein könnte. Tatsächlich wurde, auch wegen des ungewöhnlich kalten Monats, im März fast 9 % mehr Strom verbraucht als noch vor einem Jahr. Damals wurden über die Erneuerbaren 30 % des Stroms erzeugt. Die Nachfrage war im März 2009 im Vergleich zum Vorjahr allerdings um gut 8 % eingebrochen.

Anzeige
Hellwach mit Telepolis
Anzeige
Cafe
Telepolis-Cafe

Angebot des Monats:
Kaffee und Espresso aus Guatemala in der Telepolis-Edition für unsere Leser

Cover

Aufbruch ins Ungewisse

Auf der Suche nach Alternativen zur kapitalistischen Dauerkrise

Anzeige
Cover

Medienkritik

Zu den Verwerfungen im journalistischen Feld

Demokratie am Ende?

Wolfgang J. Koschnick analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Das verbreitete Klagen über "die Politiker" und die allgemeine "Politikverdrossenheit" verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

bilder

seen.by

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

Tastenkürzel:

ctrl-Taste:
Zum Wechseln zwischen Heise- und Google-Suche

esc-Taste:
Verlassen und Zurücksetzen des Eingabe-Felds

Buchstaben-Taste F
Direkt zur Suche springen

SUCHEN

Mit dem Schalter am linken Rand des Suchfelds lässt sich zwischen der klassischen Suche mit der Heise-Suchmaschine und einer voreingestellten Suche bei Google wählen.

SUCHEN

.
.