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Neuigkeiten aus der Welt des Klimas und der Energie

Städte: Keine "Festbeleuchtung" mehr ab 1 Uhr?

29.03.2012

Eine Stromsparmaßnahme des französischen Ökologieministeriums sieht vor, dass Kaufhäuser und Bürogebäude nachts Schaufenster- und Fassadenbeleuchtung abschalten

Die Idee, dass man eine Menge Energie dadurch sparen kann, indem man die nächtliche Lichtquellen in der Stadt, soweit sie nicht für die Sicherheit der Bewohner nötig sind, abschaltet, ist nicht neu, ab und zu kommt sie ernsthaft in die Debatte. Wie derzeit in Frankreich. Dort bereitet die Regierung nach Informationen der Tageszeitung Le Parisien eine Verordnung vor, welche die nächtliche Beleuchtung von Gebäuden, die nicht zum Wohnen bestimmt sind, "bâtiments non résidentiels", Bürogebäude, Geschäfte, Krankenhäuser etc., dazu verpflichtet, ihre Fassadenbeleuchtung, bzw. die nach außen sichtbare Beleuchtung von Innenräumen, ab ein Uhr nachts bis sechs Uhr morgens abzuschalten. Für die Schaufensterbeleuchtung von großen Kaufhäusern soll das bereits ab 1. Juli gelten.

Pariser Geschäftsleute protestieren gegen diese Maßnahmen und erhofft sich weitere Erfolge. Ursprünglich wollte das Ministerium für Ökologie und nachhaltige Entwicklung nämlich, dass das Licht in den Schaufenstern bereits nach Geschäftsschluss gelöscht werde. Das konnten die Geschäftsleute abwenden, nun versuchen sie, bestimmte städtische Zonen und bestimmte saisonale Zeiten von der Regelung auszunehmen. Zu Weihnachten wäre eine solche Regleung geschäftsschädigend, wird argumentiert und in bestimmten städtischen Zonen, wo Luxuswaren angeboten werden, wäre dies auch dem Image abträglich und der Sicherheit.

Die Regierung argumentiert mit "optischer Umweltverschmutzung" (pollution visuelle) dagegen und mit dem Verweis auf die Einsparungen. Die fallen allerdings weniger deutlich aus, als das zu vielleicht zu erwarten wäre: Sie werden mit 170 Millionen Euro jährlich veranschlagt - immerhin würde eingespart, was 260.000 französische Haushalte in einem Jahr verbrauchen, so die offizielle Schätzung, die aber einige Fragen offenlässt.

Man sei noch nicht in der Lage, die Einsparungen, welche aus der Maßnahme folgen, genauer einzuschätzen, heißt es von Seiten des staatlichen Réseau de transport d’électricité, einer Tochtergesellschaft der Électricité de France, die das französische Übertragungsnetz betreibt.

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