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Nachrichten aus Politik und Wirtschaft

Steinbrück wird immer mehr zum Fiasko für die Sozis

29.12.2012

Zwar hat Steinbrück wohl keine Chance, Bundeskanzler zu werden, aber er meldet schon mal an, dass ein deutscher Bundeskanzler einfach zu wenig verdient

Dass sich die SPD mit Peer Steinbrück vermutlich mangels Alternativen aus den ehemaligen Schröder-Sozen den unpassendsten Kanzlerkandidaten aller Zeiten ausgesucht hat, hat er nun noch einmal deutlich gemacht. Der unter dem Deckmantel eines Sozialdemokraten segelnde Karrierist findet es ganz berechtigt, wie man weiß, auch für eine Rede von verschuldeten Städten schon mal 25.000 Euro einzustreichen.

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Vermutlich hätte er auch mehr genommen, wenn es ihm angeboten würde, schließlich wähnt er sich, etwas Höheres zu sein und darauf Anspruch zu haben. Mit seinen Narzissmus stellt er sich aber auch gerne selbst ein Bein, weil er davon ausgeht, dass auch alle anderen ihn für einen politischen und vor allem finanzpolitischen Superman halten müssen.

In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung macht der rote Kanzlerkandidat nun schon mal vorsichtshalber deutlich, dass nach seiner Ansicht das Gehalt des Bundeskanzlers zu niedrig sei. Er scheint schon mal vorbauen zu wollen, wenn er den Job kriegen sollte, auch wenn seine Chancen wohl weiter sinken dürften:"Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt", so Steinbrück gegenüber der FAS. Herhalten muss dafür ein Vergleich mit der Finanzwelt, in der er sich ja angeblich gut auskennt: "Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin." Und er hätte hinzufügen können, dass er allein mit einem Vortrag schon mehr als das Monatsgehalt eines Kanzlers - ab Mitte 2013 etwa 18.000 Euro - verdienen kann - oder konnte.

Auch die Abgeordneten würden zu wenig verdienen. Sie würden fast sieben Tage die Woche oft 12-13 Stunden täglich arbeiten. Das machen zwar andere auch, ohne so viel zu erhalten. Dass er offenbar Geringverdiender nicht erwähnt, die mit zwei oder drei Job gerade ihren Lebensunterhalt bestreiten können, ist für den Sozialdemokraten bezeichnend.

Natürlich gefällt Steinbrücks Anspruchshaltung seinen Genossen nicht, die sich wohl schon in den Finger beißen, den Mann als Kanzlerkandidaten gekürt zu haben und jetzt an ihm festhängen. Selbst Altkanzler Schröder lässt Steinbrück abblitzen: "Nach meinem Eindruck werden die Politiker in Deutschland angemessen bezahlt", sagte er der Bild am Sonntag. "Ich habe jedenfalls davon immer leben können. Und wem die Bezahlung als Politiker zu gering ist, der kann sich ja um einen anderen Beruf bemühen", was Schröder und andere ehemalige SPD-Minister erfolgreich vorgeführt haben.

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