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Totgesagte Genres leben länger

06.05.2008

Zak McKracken rettet mal wieder die Welt. Ein Hinweis auf die Wiedergeburt klassischer "Point and Click"-Adventures

Wer erinnert sich noch an interaktive Spielfilme? Dieses Computerspiel-Genre, das sich ungefähr zur Zeit der weitläufigen Verbreitung von CD-ROM-Laufwerken herausbildete. Besondere Merkmale: Die Grafik-Engine bediente sich in der Regel aus Videosequenzen (in aus heutiger Sicht miserabler Bildqualität), mit der Interaktivität und dem Spaß am Spiel war es dagegen meistens (schon aus damaliger Sicht) nicht weit her – die einschlägigen Magazine hielten sich mit den Verrissen solcher Werke wie dem Spiel zur „Akte X“-Fernsehserie oder „The 11th Hour“ nicht zurück. Sie traten an, klassische Point&Click-Adventures abzulösen – und lange sah es auch nach ihrem Siegeszug aus. Von LucasArts, der wohl prominentesten Schmiede, kommen seit geraumer Zeit nur noch unzählige „Star Wars“-Ableger; Sierra Entertainment, LucasArts’ größter Konkurrent, hat sich ebenfalls vor gut zehn Jahren vom Adventure-Genre verabschiedet.

Tot ist das Genre aber keineswegs, im Gegenteil. Schon lange gibt es mit ScummVM einen Freeware-Emulator, der den Genuss der Klassiker auch unter XP, Vista und Linux ermöglicht – sogar für den Nintendo DS, Playstation Portable, Playstation 2 oder das iPhone gibt es die Software. Spielen kann man damit fast Alles, von Loom bis The Dig, von Simon the Sorcerer bis Baphomets Fluch.

Und eben auch „Zak McKracken“ und „Sam & Max“, zwei Spiele, die jüngst unter neuer Aufsicht ein Revival erfahren haben: Während Telltale Games die Geschichte von den „freischaffenden Polizisten“ Sam und Max in abendfüllenden Häppchen für den Preis einer Kinokarte weiterspinnt (Episode Nummer vier, „Abe Lincoln Must Die“, gibt es sogar gratis), ist die Fortsetzung um den weltrettenden Reporter Zak als Fan-Projekt kostenlos und umfangreich. Auch „Baphomets Fluch 2“ – inzwischen gibt es regulär Teil 4, aber eben weiter entfernt vom klassischen Gewand – erfährt eine direkte Fortsetzung aus Fan-Händen.

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