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Nachrichten aus Politik und Wirtschaft

Verdächtiger Absender der Giftbriefe festgenommen

18.04.2013

Auf Videoaufnahmen will die Polizei einen Verdächtigen für den Anschlag in Boston ausgemacht haben

Drei Briefe an US-Präsident Obama, den Senator Roger Wicker und einen Mitarbeiter de Justizministeriums in Mississippi sollen Spuren des Gifts Rizin enthalten haben. Das haben nach Angaben des FBI Tests ergeben. Bei weiteren verdächtigen Briefen ist das Ergebnis noch nicht bekannt, Briefe an die republikanischen Senatoren Jeff Flake und Richard Shelby erwiesen sich als harmlos.

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Gestern Abend hatte das FBI bereits einen Verdächtigen für die Briefe in Corinth, Mississippi, aufgespürt und verhaftet. Beschuldigt wird der 45jährige Paul Kevin Curtis, der offenbar bereits als Vielschreiber an Politiker bekannt ist. In Briefen soll der Satz gefunden worden sein: "To see a wrong and not expose it, is to become a silent partner to its continuance." unterschrieben wurden sie angeblich mit: "I am KC and I approved this message." Das lässt auf ein irgendwie politisches Motiv schließen.

Hingewiesen wird betont darauf, dass neben Antiterrorismusabteilungen des FBI auch der Secret Service, die Nationalgarde, die Heimatschutzbehörde von Mississippi und zahlreiche staatliche und lokale Polizeibehörden mitgewirkt haben.

Es scheint sich also zwar um einen "lone wolfe", aber um einen Amerikaner zu handeln, der womöglich versucht hat, das geplante, nun auch im Senat gescheiterte verschärfte Waffengesetz zu verhindern. Die meisten Senatoren, die verdächtige Briefe erhalten hatten, sind Republikaner. Eine Verbindung zu dem Anschlag auf den Marathonlauf in Boston wird noch nicht gezogen, allerdings lässt die zeitliche Koinzidenz der Briefe und der Bombenanschläge einen solchen vermuten.

Auf einem Video wollen die Sicherheitsbehörden einen Verdächtigen identifiziert haben, der eine schwarze Tasche an einer der Anschlagsstellen deponierte. Um wen es sich handelt und ob es tatsächlich der Täter ist, bleibt bislang offen. Nach Foxnews soll es sich um zwei Verdächtige handeln, von denen Fotos den Polizeibehörden, aber nicht der Öffentlichkeit übergeben wurdem. Im Internet gehen viele Menschen Bilder und Videos durch, um selbst nach Verdächtigen zu suchen, auch Medien beteiligen sich an der Suche. Das FBI warnt vor übereilten Schlüssen.

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