s
Nachrichten aus der Wissenschaft

Waffenteile aus dem 3D-Drucker

29.07.2012

US-amerikanische Bastler drucken erfolgreich Bauteile für Pistolen und Sturmgewehre

Wie die Onlineausgabe von Popular Science berichtet, hat ein amerikanischer Bastler mit dem Pseudonym "Have Blue" erstmalig ein zentrales Bauelement nicht nur gedruckt, sondern auch erfolgreich getestet. Letzteres ist ein Novum. Zwar haben laut Have Blue schon andere Bastler Versuche in dieser Richtung unternommen, es sind jedoch keine Berichte über erfolgreiche Funktionstests bekannt.

Bei diesem Bauteil handelt es sich um den sogenannten Lower Receiver (das mit dem Lauf verbundene untere Verschlussgehäuse) für das halbautomatische Gewehr AR-15, eine Verbindungskomponente, die nur relativ geringen Belastungen ausgesetzt ist. Die übrigen Teile, die er für den Bau seiner Maschinenpistole verwendete, waren kommerziell hergestellt; weiterhin hat Have Blue bisher bewusst nur ein relativ kleines Kaliber (.22) getestet.

worlds-first-3d-printed-gun.jpg
Angeblich das erste funktionierende Gewehr mit einem "gedruckten" Bauteil: Bild:Have Blue

Seine Brisanz bezieht dieser Vorgang hauptsächlich aus einer Besonderheit der amerikanischen Waffenkontrollgesetze. Je nach Bundesstaat können sehr viele Bauteile auch ohne Waffenschein oder Kontrollen wie Hintergrundchecks legal erworben werden – jedoch nicht dieses, zumindest nicht überall. Weiterhin trägt der Lower Receiver üblicherweise die Seriennummer der Waffe.

Somit wäre es jedermann möglich, eine funktionierende Waffe zu Hause zu bauen - deren Herkunft auch nicht zurückverfolgt werden kann.

Anzeige
>
<

Darstellungsbreite ändern

Da bei großen Monitoren im Fullscreen-Modus die Zeilen teils unleserlich lang werden, können Sie hier die Breite auf das Minimum zurücksetzen. Die einmal gewählte Einstellung wird durch ein Cookie fortgesetzt, sofern Sie dieses akzeptieren.

Anzeige

Noch schlimmer als zuvor

Peter Mühlbauer 30.10.2009

Was Banken und Banker aus der Krise gelernt haben

Heute ist Weltspartag. Früher kamen zu diesem Ereignis Vertreter von Geldinstituten in die Grundschulen und erklärten den Kindern in einer Art Religionsunterricht II, dass sie bei ihnen auf wundersam einfache Weise ihr Geld vermehren könnten. Dazu passend gab es Märchenbücher mit Bildern zum Einkleben und bunte Metallsparbüchsen mit beweglichem Henkel, die man hin- und herschwingen konnte.

weiterlesen
Nazi-Virus im Film First Contact Projekt Post-Kapitalismus
bilder

seen.by


TELEPOLIS