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Neben der Spur
Taglinger klickt neben der Spur

Was tun nach Wahlsonntagen

16.03.2016

Nachdem sich der aufgewirbelte Staub vom Wahlsonntag ein wenig gesetzt hat, stellt sich die Frage: Was tun. Oder nicht mehr tun.

Naja, wenn man nicht gerade Protestwähler by Nature ist oder sich einen kleinen Adolf mit braunem Mätzchen in den Vorgarten setzen möchte, dann machen die Wahlergebnisse vom vergangenen Sonntag nicht wirklich Spaß. Selbst drei Tage danach nicht. Dabei soll doch die Zeit alle Wunden heilen. Wahlen gehören aber nicht in diesen Heilungsprozess hinein. Die haben nun eine Legislaturperiode lang Auswirkungen (nur als Erinnerung an diverse Proteste: Das bleibt Euch jetzt in den Parlamenten hängen, jahrelang, super Protest, ehrlich).

Aber das weiß ja jeder, und mir soll es egal sein, ich lebe in der Schweiz ....oder sollte erst mal das eigene Häuschen kehren, wir sind ja nun auch nicht als linksradikale Nation verschrien.

Für alle, die darüber hinaus nach Alternativen für ein jammervolles Leben in einer durcheinandergeratenen Republik suchen, denen sei in Aussicht gestellt, dass die Besiedlung des Mondes angeblich wieder ein wenig näher rückt. In zehn Jahren oder so soll das wieder realistisch sein. Dann weiß ich zwar auch nicht, ob es da oben plötzlich "deutsche Krater" geben wird, oder ob man sich zusammen als fremd vor Ort vorkommt und deshalb ein wenig offener zueinander sein wird. Aber man kann es ja mal versuchen.

Und sollte es wirklich dazu kommen, dass zirka 2030 die ersten Menschen den Mars besiedeln, dann wäre es sicher angebracht, dieses Gefühl von "alleine" und "heimatlos" genauer anzuschauen, das die tapferen Astronauten einholen wird. Etwa so muss es allen gehen, die derzeit merkwürdige Kreuze auf Zetteln ihrer Wahl machen. Und sich seiner eigenen Befindlichkeit bewusst zu werden, hilft als erster Schritt schon einmal zur weiteren Erkenntnis. Vielleicht lernen wir alle etwas daraus. 2030 ist noch ein wenig entfernt. Aber immerhin, besser dann als nie. Derzeit haben wir alle ein wenig "nix gelernt aus dem Bisherigen", und es kann nur besser werden.

Zusätzlich nimmt man sich vor, in Zukunft Messenger Services zu nutzen wie Confide, die das Gesagte oder besser Geschriebene rückgängig oder löschbar machen lassen. Nicht weil man Angst hat, etwas zu sagen, sondern weil man vielleicht auch einmal über den Blödsinn nachdenkt, den man ab und zu von sich gibt und der Stück für Stück dazu beigetragen hat, diese Wahlergebnisse an den Tag zu legen. Da wäre es vielleicht gar nicht so schlecht ein Tool zu haben, das "sorry, ich habe vor dem Nachdenken getippt, bin mit der Tastatur ausgerutscht" ermöglicht.

Das macht nix rückgängig, aber vielleicht gehen wir dann in Zukunft vorsichtiger weiter. So wie es derzeit läuft, macht es ja nun keinen Sinn. Facebook bearbeitet bis zu einer Million Verstöße gegen die Nutzerregeln ...am Tag. Wenn man Confide und Facebook integrieren könnte, wären weder merkwürdige Wahlen verhindert, noch würde der Dreck, der durch die Kanäle wabert, verhindert. Aber wenn es dazu käme, dass nur noch 800.000 solcher Übertretungen am Tag passierten, weil die anderen 200.000 plötzlich nach einem "was rede ich da eigentlich" zurückgezogen werden würden ...wäre schön. Wäre ein Anfang.

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Wolfgang J. Koschnick analysiert den Niedergang der entwickelten parlamentarischen Parteiendemokratien. Das verbreitete Klagen über "die Politiker" und die allgemeine "Politikverdrossenheit" verstellt den Blick dafür, dass alle entwickelten Demokratien in einer fundamentalen Strukturkrise stecken.

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