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"Wir trampeln da einigen Mächten gehörig auf den Füßen herum"

25.11.2014

Kopfgeld zur Aufklärung der Hintergründe um den Absturz von MH17 wird um 17 Millionen US-Dollar erhöht

Um 17 Millionen US-Dollar wird die Summe heraufgesetzt, die im September dieses Jahres ein Privatermittler für seine Auftraggeber ausgeschrieben hat, um Hinweise zum Absturz der Passagiermaschine MH17 zu erhalten. Das Flugzeug, das mit 298 Passagieren besetzt war, stürzte am 17. Juli über der Ostukraine ab. Noch immer ist unklar, was die Ursache für den Absturz ist.

30 Millionen US-Dollar wurden bereits im September ausgeschrieben, wie der Privatermittler Josef Resch von der Wirtschaftsfahnung Wifka damals gegenüber der Zeitschrift Capital bekannt gab. Die 17 Millionen US-Dollar sollen, laut Resch, für diejenigen Hinweisgeber sein, die aufzeigen können, wie staatliche Stellen die Aufklärung möglicherweise verhindern.

Nun gab Resch Capital ein Interview in dem er sich zum Stand der Privatermittlungen äußerte.
Demnach seien er und sein Team "ein gutes Stück weitergekommen", mittlerweile würden bereits Gespräche mit Informanten geführt.

Er erklärte gegenüber der Zeitschrift, dass diesen Gesprächen "Wochen der Anbahnung" vorausgingen: "Meist über Mittelsmänner. Wir müssen sehr vorsichtig sein." Der Ermittler, der angeblich selbst seine Auftraggeber nicht kennt, führte weiter aus, er habe bisher "über 1000 Mails, hunderte Anrufe und Dutzende Briefe mit Unterlagen” erhalten. "Ich glaube, jeder Verschwörungstheoretiker dieser Erde hat sich bei mir gemeldet. Und jeder Hobbydetektiv. Hinzu kommen die, die scharf auf das Geld sind und mittelmäßig professionell Unterlagen präparieren."

Deutlich wird aus den Aussagen: Es ist alles andere als ein leichtes Unterfangen. Von "vielen Wichtigtuern", die sich bei ihm meldeten, spricht Resch. Der Privatermittler sagt, dass er sehr gute Fälschungen erhalten habe und es ein großes Interesses daran gibt, diese "Fälschungen als echt zu verkaufen".

Resch brachte außerdem zum Ausdruck, dass er und sein Team " erhebliche Zweifel an der gängigen Theorie" hätten, wonach das Flugzeug mit einer BUK-Rakete, abgeschossen von prorussischen Separatisten, vom Himmel geholt worden sein soll.

Zu den Ausführungen von Gerhard Schindler, dem Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) vor dem Parlamentarischen Kontrollgemium im Oktober, bei denen dieser Satellitenbilder in der Sache vorgelegt hatte, sagte Resch:

"Das ist doch die schrägste Nummer überhaupt. Der BND behauptet, er hätte eindeutige Satellitenbilder von den USA bekommen. Ich frage mich zwei Dinge: Zum einen: Warum hat die internationale Ermittlungskommission unter der Federführung der Niederlande diese Bilder nicht bekommen? Deren Chefermittler Fred Westerbeke sagte jedenfalls in einem Interview, von beweiskräftigen Satellitenbildern nichts zu wissen. Auch sagte er, dass er noch kein Szenario ausschließen könne. Zum anderen: Da kriegt der BND also anscheinend streng geheime Informationen exklusiv. Und was macht der BND-Chef damit? Er stellt sich vor Politiker und erzählt davon, obwohl jeder weiß, dass schon oft Informationen aus dem Kontrollgremium an die Öffentlichkeit durchsickerten. So ein Schmarrn. Das sollte so gezielt durchgestochen werden."

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