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Taglinger klickt neben der Spur

Zum Greifen nah

30.05.2012

Das beste Device macht sich heutzutage am besten unsichtbar.

Microsoft hat uns da mit der Xbox 360 Kinect ordentlich eines drübergewischt. Wer in diesen Tagen nicht fuchtelt, der ist sowas von gestern wie iPhone 2G Nutzer.

Und deshalb hört es jetzt nicht mehr auf mit den Devices, die man streng genommen gar nicht benennen dürfte, denn unsichtbar sind sie ja schon. So kann man erschöpft nach einem Game in den Sessel sinken und vor dem Smart TV von Samsung vor sich hin fuchteln. Oder so lange in die Linse lächeln, bis das Fernsehgerät sagt geh, schau, das ist doch der Taglinger Papa, dem setze ich jetzt gleich mal seine Apps und das Lieblingsprogramm vor. Und dann läuft schon wieder so ein unaussprechlicher Käse.

Aber nicht nur das. Am heimischen PC oder MAC oder an beidem hat mit The Leap eigentlich jetzt das Zeitalter des Hundertstelmillimeters begonnen. Wenn das Ding, das man ja eigentlich kaum noch sieht, wirklich das überträgt, was man sieht, dann sieht das mit dem Ding schon sehr gut aus. Will heissen: Die Maus kann (man) einpacken. Vermutlich wird Logitech bald mit irgendeiner 4D-Lösung kommen (Klicken Sie in der Zukunft herum) und Mousepad Hersteller sind dabei, depressiv zu werden.

Wer sich dann noch einen Pulse Controller leistet, der braucht dann nicht einmal mehr ein Klavier, um eine Lobeshymne auf die neuen Input Devices anzustimmen. Höchstens eine Tischplatte und einen Soundgenerator für die anfallenden MIDI Befehle.

Will sagen: Die neuen Input Devices verlieren ihre Bindung zwischen Bioware und Hardware. Der freie Raum zwischen einem Gerät und seinem Nutzer wird zur 3D-Matrix, in der aufgenommen und übersetzt wird, das die Software leisten soll. Computer der Zukunft haben nur noch einen Bildschirm.

Als Zwischenschritt.

Sie haben vielleicht nicht einmal mehr das. Wenn es nach Google geht. Übertragen gesagt leistet die Hardware Industrie dann das, was sich ein Automobil Hersteller ausdenken könnte, wenn er in Zukunft kein Auto mehr verkauft. Stattdessen setzt sich der Kunde einfach auf den Boden und rumpelt auf dem Hosenboden davon.

Vielleicht sieht das am Anfang noch etwas holprig aus, aber das tut es im Bereich der IT ja auch noch. The Leap kann noch keine Tastatur ersetzen und der Pulse Controller ist monophon und erkennt keine Tonhöhen.

Das ist ja alles erst am Kommen. Ich setze mich erst einmal hin und warte darauf, solange es noch echte Stühle aus Holz und kein Luftkissen dafür gibt.

Kommentare lesen (3 Beiträge) http://heise.de/-1990669
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