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Ernst Corinth 17.07.2007

Zwei Fotoserien dokumentieren die grausamen Folgen des Irak-Kriegs für die Zivilbevölkerung

Ausgerechnet das Magazin Focus, das nun wirklich nicht in dem Verdacht steht, antiamerikanisch zu sein, [extern] beschreibt in seiner Online-Ausgabe das mörderische Verhalten von US-Soldaten im Irak. "US-Soldaten töten wahllos Zivilisten", heißt es in dem Bericht bereits in der Überschrift. Und dann: "Schießwütige US-Soldaten gehören im Irak offenbar zum Alltag. Doch sie werden fast nie bestraft und offenbaren ihre Gräueltaten selten, wie jetzt einem US-Magazin."

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Das US-Magazin ist [extern] The Nation, das mit ehemaligen Soldaten im Irak gesprochen hat. Das [extern] Ergebnis dieser Gespräche ist fürwahr erschreckend. Dazu schreibt Focus: "Dutzende der Interviewten wurden Zeugen, wie ihre Kameraden irakische Zivilisten niederschossen, darunter auch Kinder. Einige haben selbst mitgemacht. Zwar legen die Soldaten Wert darauf, dass sich nicht alle Truppen an dem wahllosen Töten beteiligen. Aber sie beschreiben die Gräueltaten als alltäglich – nur werden die Vorfälle in der Regel nicht gemeldet und werden auch fast nie bestraft."


"Every good cop carries a throwaway," said Hatcher, who served with the Fourth Cavalry Regiment, First Squadron, in Ad Dawar, halfway between Tikrit and Samarra, from February 2004 to March 2005. "If you kill someone and they're unarmed, you just drop one on 'em." Those who survived such shootings then found themselves imprisoned as accused insurgents.

Dass es von diesen Gräueltaten – auch in unseren Medien - kaum Bilder gibt, scheint Teil der Propagandastrategie des US-Militärs zu sein. Schließlich schüren brutale Bilder von grausam getöteten Menschen Mitleid, aber auch Hass. Hass, der im Irak sich in weiteren Terror verwandeln könnte, und Mitleid, die im Westen den Ruf nach einer Beendigung des Krieges lauter werden ließe. Aber zumindest im Netz findet man solche Bildersammlungen. Beispielsweise die [extern] Fotos des bekannten britischen Journalisten Robert Fisk, die im Frühjahr 2003 im Irak entstanden sind – Titel "Pictures of Destruction and Civilian Victims of the Anglo-American Aggression in Iraq" und versehen ganz zu Recht mit dem Hinweis "Please note that some of these pictures are not suitable for small children and those who have weak hearts."

Und tatsächlich dokumentieren die Aufnahmen die grausamsten Folgen eines Krieges, der im Namen der Freiheit geführt wird. Man möchte zwar nicht, aber man sollte hinschauen.

Eine andere [extern] Bilderserie stammt vom dem Reuters-Fotografen Namir Noor-Eldeen - entstanden während einer US-Hubschrauber-Attacke auf vermeintliche Terroristen im südlichen Bagdad am 12. Juli dieses Jahres. Auch sie ist ein schreckliches Dokument eines noch schrecklicheren Krieges. Und bei dieser Arbeit starben aus bisher nicht genau geklärten Gründen auch der Fotograf und sein Fahrer. Aber sie waren beileibe nicht die einzigen Opfer dieses mörderischen Friedenseinsatzes.

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Kommentare lesen
ICH NICHT!!! (EoltheDarkelf 19.7.2007 11:43)
Na ja, ein wenig bescheuert war der evtl schon, denn die 0.22 cal Waffe die er (Patriotischer Souverän 18.7.2007 22:13)
Schlimme Sache das.... mit den Nicht-Beweisen (Hermes335 18.7.2007 17:33)
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