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Haben Insekten die Dinosaurier aussterben lassen?

Florian Rötzer 03.01.2008

US-Wissenschaftler sagen, dass blutsaugende Insekten und Parasiten eine entscheidende Rolle beim Aussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit gespielt haben

Gegen die These des Meteoriteneinschlags oder der vulkanischen Aktivitäten spricht vornehmlich, dass sich das Aussterben der Dinosaurier keineswegs schnell, sondern über Hunderttausende oder Millionen Jahren hingezogen hat. George und Roberta Poinar streiten nicht ab, dass geologische Katastrophen oder Meteoriteneinschläge eine Rolle gespielt haben könnten, aber sie sind der [extern] Überzeugung, dass die Ausbreitung von Parasiten und Krankheiten den langen Prozess viel besser erklären können.

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Der Einschlag eines Meteoriten, der den Chicxulub-Krater verursacht hat, war vielleicht nicht der Grund für das Aussterben der Dinosaurier. Bild: Brown University

Die beiden Wissenschaftler haben die Lebensformen dieser Zeit anhand der Einschlüsse in Bernstein untersucht. Danach sind vermutlich in der späten Kreidezeit die ersten Verbindungen zwischen Insekten, Parasiten und der Übertragung von Krankheiten entstanden. In den Eingeweiden eines in Bernstein eingeschlossenen beißenden Insekts fanden die Wissenschaftler beispielsweise Leishmanien. Das sind geißeltragende Protozoen, der Lebenszyklus von einem Wirtswechsel bestimmt ist. Durch den Biss eines Insekts werden die Parasiten auf ein Wirbeltier übertragen und werden dann, nachdem sie sich vermehrt und die Wirtszelle zerstört haben, wieder von blutsaugenden Insekten aufgenommen. Die auch bei Menschen verursachten Erkrankungen wie die Orientbeule ist meist nicht tödlich, gelangen die Parasiten jedoch in innere Organe, kann dies zum Tod führen. In einem anderen Insekt wurde ein Malaria-Erreger gefunden, der heute Vögel und Eidechsen infiziert.

Insekt aus der Kreidezeit. Bild: George Poinar

Dass Dinosaurier von Parasiten wie Nematoden oder Protozoen heimgesucht wurden, hat man bereits in den versteinerten Fäkalien entdeckt. Infiziert wurden die Dinosaurier vermutlich durch Insekten. In der ausgehenden Kreidezeit gab es viele Regionen mit warmem und tropischem Klima, in dem blutsaugende Insekten mitsamt den Parasiten gediehen sind, sagen die Wissenschaftler. Sie könnten zahlreiche Epidemien unter den Dinosauriern ausgelöst haben, kleine, isoliert lebende Populationen könnten dadurch zuerst ausgestorben sein. Die Wirbeltiere damals, so die Hypothese, hatten gegenüber den neuen Krankheitserregern noch keinen ausreichenden Schutz ausgebildet, wodurch sie massenhaft an den Infektionen starben.

Zecke aus der Kreidezeit. Bild: George Poinar

Zudem könnten die sich ausbreitenden Insekten auch die Pflanzenwelt verändert haben. Die Pflanzen, von denen sich Dinosaurier hauptsächlich ernährten, wie Farne, Palmfarne, Ginkgobäume und andere Gymnospermen, seien allmählich durch die Blütenpflanzen verdrängt worden, deren Pollen von den Insekten verbreitet wurden. Insekten könnten überdies auch Pflanzenparasiten verbreitet haben, die die Nahrung der pflanzenfressenden Dinosaurier ebenso dezimierten, wie dies durch Insekten selbst geschehen sein könnte, die durch ihr massenhaftes Austreten trotz ihrer Winzigkeit zu Fresskonkurrenten der riesigen Dinosaurier wurden..

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Die Kombination von neuen Krankheiten, die Insekten verbreiten, und schrumpfenden Nahrungsressourcen könnte, wie George und Roberta Poinar vermuten, allmählich die Lebensbedingungen für Dinosaurer so verändert haben, dass, verstärkt durch Meteoriteneinschläge und eine sich verändernde Umwelt, zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben.

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und dann kam Aids (Knorki 9.1.2008 17:22)
Die Theorie der US-Wissenschafter ist falsch (Nordlight 6.1.2008 2:55)
Ja klar, genau das ist der Punkt (HeWhosePathIsChosen 6.1.2008 2:19)
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