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Flugtests für SpaceShipTwo noch in diesem Jahr

Florian Rötzer 24.01.2008

Virgin Galactic stellt Modelle der Flugzeuge vor, mit denen die ersten Touristen vielleicht schon ab dem nächsten Jahr in die Schwerelosigkeit reisen können

Gestern haben Richard Branson von [extern] Virgin Galactic und Burt Rutan von [extern] Scaled Composites Modelle von SpaceShipTwo und WhiteKnightTwo (WK2) im America Museum of Natural History in New York vorgestellt. Das nach dem [local] Gewinner des Ansari X Prize, dem SpaceShipOne, gebaute Raumschiff soll ab nächstem Jahr die ersten Touristen für 200.000 US-Dollar an den Rand des Weltraums bringen und dort einige Minuten der Schwerelosigkeit erleben lassen.

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Bild: Virgin Galactic

Gezeigt wurden allerdings nur Modelle der Flugzeuge, die als umweltfreundlich dargestellt wurden. Man werde versuchen, für den Antrieb beider Flugzeugtypen Biosprit zu verwenden, sagte Branson. Die Fertigstellung des Trägerflugzeugs und des Raumschiffs habe man bereits zu 70 bzw. 60 Prozent realisiert. Mit den Tests will man noch in diesem Sommer starten. Das 18 Meter lange SpaceShipTwo für zwei Piloten und sechs Touristen wird mit dem WK2 vom Weltraumhafen [extern] Spaceport America in New Mexico, der von Norman Foster entworfen wurde, bis auf eine Höhe von etwa 15 km gebracht ([local] Virgin Galactic und der umweltfreundliche Weltraumflughafen). Dort erst werden die Triebwerke von SpaceShipTwo gezündet, um dieses auf eine Höhe von etwa 110 km zu bringen. WK2 sei auch dafür geeignet, andere Lasten zum Start in den Weltraum zu transportieren.

Virgin Galactic berichtet, dass bereits 200 Menschen einen Flug gekauft und 85.000 einen solchen reserviert hätten. Die Pläne sind groß. Um die 100.000 Personen will man pro Jahr an den Rand des Weltraums transportieren. Dazu müssten nicht nur Dutzende zusätzliche Trägerflugzeuge und Raumschiffe gebaut werden, Branson will auch in Schweden einen weiteren Weltraumflughafen bauen, auf dem die Touristen dann noch eindrucksvoller direkt in das Polarlicht fahren können.

Von der Sicherheit war aber nicht groß die Rede. Das Vertrauen in die Technik dürfte allerdings entscheidend sein für den Weltraumtourismus. Erst vor wenigen Tagen war Scaled Composites zu einer Geldstrafe von 25.870 US-Dollar [extern] verurteilt wurden, weil bei einem Unfall im Sommer 2007 drei Arbeiter ums Leben gekommen sind und drei weitere verletzt wurden. Das Gericht warf dem Unternehmen vor, Vorschriften zur Arbeitsplatzsicherheit missachtet zu haben. So seien die Arbeiter beispielsweise nicht ausreichend für den Umgang mit gefährlichen Stoffen geschult worden. Bei einem Test des Antriebs war ein Tank explodiert.

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Das Unternehmen erklärte, man werde eng mit der kalifornischen Arbeitsschutzbehörde zusammenarbeiten, um "die sichersten Arbeitsbedingungen, die möglich sind, zu garantieren". Mit der Geldstrafe muss das Problem für Scaled Composites allerdings noch nicht ausgestanden sein, denn jetzt können auch strafrechtliche oder Schadensersatzklagen folgen. Dass hier schlampig mit der Sicherheit umgegangen wurde, könnte auch einige der willigen Weltraumtouristen davor zurückschrecken lassen, sich mit SpaceShipOne auf einen teuren Abenteuerflug zu begeben. Allerdings dürfte die Versuchung groß sein, zu den ersten zu gehören, nicht zur Masse, die das Erlebnis dann zwar auch billiger werden lassen könnte, aber auch es auch vergewöhnlicht.

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