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Mit dem Gegner Katz und Mais spielen

Thomas Pany 17.02.2008

Werden Versuchsfelder für GM-Getreide zukünftig versteckt?

Aus Angst vor militanten Gegnern von gentechnisch verändertem Mais werden Testanbauflächen in Großbritannien künftig womöglich versteckt, [extern] berichtet der Guardian. Bislang müssen Einzelheiten jedes derartigen Feldversuchs bereits im Voraus auf einer Regierungswebseite bekannt gemacht werden, die genaue Ortsangabe gehört dazu.

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Nun hat sich laut Informationen der Zeitung eine Lobbygruppe aus Vertretern der biotechnischen Industrie darüber beschwert, dass es den Gegnern damit leicht gemacht werde, solche Felder zu vernichten. Man droht dem Ministerium für Umwelt und Ernährung, Department for Environment, Food and Rural Affairs ([extern] Defra) damit, sich ganz aufs Ausland zu verlagern. Im letzten Jahr habe es ohnehin nur einen Versuch in Großbritannien gegeben – mit einer gentechnisch veränderten Kartoffel, entwickelt von BASF. Das Versuchsfeld sei von Aktivisten völlig zerstört worden.

BASF will den Versuch in diesem Jahr wiederholen. Doch dafür will man einige Sicherheiten.

"Diese Versuche sind legal. Warum also sollte man jedem, der die Felder zerstören will, 'carte blanche' geben? Nirgends sonst muss man solche spezifischen Informationen veröffentlichen," so wird der Kopf einer Lobyyistengruppe, Julian Little vom [extern] Agricultural Biotechnology Council zitiert. Angaben über die genau Lage der Versuchsfelder sollten nach Wünsche der Lobbyisten nur solchen zugänglich gemacht werden, die sich entweder dafür bewerben oder "gute Gründe" haben.

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Die bisherige Reaktion des Ministeriums ist nicht ganz eindeutig, zwar soll man sich dort, wie die Zeitung weiß, "eine Reihe von Möglichkeiten prüfen". Andererseits werden Vertreter des Defra damit zitiert, dass sie das Versteckspiel für "keinen geradlinigen Vorgang" halten.

Vertreter der biotechnischen Unternehmen gaben gegenüber der Regierung zu erkennen, dass ihnen die Testfelder angesichts der möglichen Zerstörungen in Großbritannien zu teuer kämen, gleichzeitig verweist man auf den Anstieg der weltweiten Verbreitung von gentechnisch verändertem Getreide, dessen Anbau sich in den letzten zehn Jahren um das 70fache gesteigert habe.

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Artikel-URL: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27303/1.html

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Wie wär's dann mit einem Umzug auf den Saturn? (k.T.) (tamaniya 18.2.2008 18:01)
Gentechnik IST Völkermord .... (derp 18.2.2008 12:18)
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