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Fast ein Pfingstwunder (Teil 2)

Tom Appleton 01.06.2009

Kurz vor Pfingsten erscheint dem Papst der Heilige Geist. Er ist weiblich und spricht mit der Stimme von Uta Ranke-Heinemann.

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Eben noch hatte der Papst einen ziemlich schwer verdaulichen Artikel in der New York Times durchgeackert.[1] Der leckere Rehrücken mit Preiselbeeren und Rahmsoße, dazu die köstlichen Semmelknödel - das alles war ihm jedoch gut bekommen, dazu genoss er eine Maß vom feinen Weideneder Bräu.[2]

Aber da ereilte den Papst überraschend ein Out-of-Body-Erlebnis, eine außerkörperliche Immanenz, und er dachte bei sich: "Ja, so eine Sauerei. Da haben mir diese italienischen Sauburschen doch tatsächlich was ins Essen gemischt, genau wie damals dem [extern] Luciano."

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Dann hörte der Papst eine Frauenstimme.

"Bist du es Zenzi?" fragte er. Keine Antwort. "Wozu bringe ich mir eine Köchin extra aus Bayern daher, und dann muss sie auch noch taub sein. Herrgottsakra! Zenzi!"

"Aber Ratzipatzi. Schrei doch nicht so. Ich bin es nur. Der Heilige Geist!"

"Der Geilige Heist? Ich mein, der Heilige Geist? Du klingst aber ganz wie die Uta Ranke-Heinemann. Die nennt mich auch immer [extern] Ratzipatzi. Wenn sie das Patzi nicht grad durch ein anderes Reimwort ersetzt. Die Sau."

In seiner privaten Gedankensphäre drückte sich der Papst mit Vorliebe ordinär aus, ein Impuls, den er in der Öffentlichkeit natürlich stets unterdrücken musste.

"Geh, was hast du denn gegen die Uta. Sie ist doch deine gute Freundin, hab ich gelesen."

"Der Heilige Geist liest Zeitungen? Na, ich glaub ich bin doch vergiftet! Die Uta, eine Freundin. Dass ich nicht lache! Päpstin hat sie werden wollen, das ist alles. Ein protestantisches U-Boot ist sie, das uns die Lutheraner ins Haus geschickt haben, um uns unsere schöne katholische Kirche zur Sau zu machen. Die F****!"

"Ratzi, schau, halt jetzt mal dein Schandmaul. Ich hab dir was Wichtiges zu Pfingsten mitzuteilen."

"Ach da bin ich aber froh. Ich hab gedacht, das wär's jetzt schon gewesen. Mit 82 bin ich eigentlich noch zu jung zum Abtreten. Ich hab mir erst unlängst einen neuen Reisepass ausstellen lassen, der reicht noch auf zehn Jahre. Das wäre dann eine Verschwendung gewesen. Und ich hab immer die Eier morgens in ein Glas Eiswasser legen lassen und nur einmal im Monat vor dem Kruzifix im Papstklo mir einen abgejodelt, aber dabei OGOTTOGOTTOGOTT gerufen und mir dann den päpstlichen Erguss mit heiligem Wasser runtergespült. Da habe ich mir doch ein rüstiges Alter verdient. Ich hab mir nie wie die Sauburschen da im Haus ein Victoria's Secret abonniert, obwohl ich natürlich als oberster [extern] Chefinquisitor die Einblicksrechte habe und gewisse Buidln einbehalten muss. Das ist doch selbstverständlich, oder?"

"Ich bin der Heilige Geist, mich interessiert das eigentlich wenig. Aber hast du gehört, Adriana ist tatsächlich schwanger?"

"Ja, eine Katastrophe. Der ganze Vatikan ist aufgescheucht. Die Burschen haben alle geglaubt, sie wären selber Schuld daran. Gebete und Transsubstantiation. Du verstehst, sie haben an telepathische Samenübertragung geglaubt. Unsere Schwulis natürlich nicht."

"Ihr sprecht hier nur vom Sex, huh? Wo ihr das Ding doch nie verwendet. Ob Schwanz oder Möse, ist doch egal, wenn es sowieso nie gebraucht wird. Was hättest du also gegen eine weibliche Päpstin einzuwenden?"

"Das sagst ausgerechnet DU? Der Heilige Geil? Ich meine - Geist?"

"Nun, ich bin ja weiblich. Mir wär' eine Päpstin schon sehr angenehm. Zur Abwechslung mal. Ihr Männer seid alle so langweilig. Im Wesentlichen."

Damenbesuch in seinem Schlafgemach zu nächtlicher Stunde war dem Papst recht ungewohnt, und der Heilige Geist zudem ein bisschen lästig.

"Also hör' zu Ratzi," sagte der Heilige Geist.

"Ich wünschte, du würdest mich nicht immer Ratzi nennen."

"Ja, wie denn dann? Benny vielleicht, huh? Das hast du dir so gedacht. Ihr Polizistensöhne seid doch alle gleich. Ihr hofft, die Amis werden euch lieben und mit einem hübschen Ami-Namen rufen. Arnie oder Benny. Du solltest froh sein, dass sie dich nicht Ratso nennen. Erinnerst du dich an Ratatouille, den Trickfilm?"

"Ja, der war schöön."

"Und Remy? Den Held der Geschichte? Erinnerst du? Den wollten sie zuerst Ratso nennen. Und den Film überhaupt Ratzindscher. Dann ist ihnen aber was aufgefallen."

"Was ist ihnen aufgefallen? Ach so, das ist Ratzinger auf Amerikanisch!"

"Freu dich, dass du nicht Schwarzenegger heißt. Stell dir vor, du wärst nach Angola geflogen, und die Gläubigen hätten alle gesagt: Gott straft uns schon wieder. Jetzt schickt er uns einen Papst, der Schwarzen-Nigger heißt. Ha. Ha. Ha."

Der Papst zeigte sich wenig amüsiert.

"So was findet ihr da oben witzig?"

"Ratzibatzi, sei doch nicht so verknurrt. Ich komme übrigens mit einer Message von Ganz Oben."

"Von ganz oben? Was soll das heißen?"

"Na, vom Chef."

"Vom Chef? Von welchem Chef? Ich bin hier selber der Chef."

"Nein. Vom Chef."

Der Heilige Geist deutete mit dem Zeigefinger nach oben. Der Papst erwies sich immer noch als begriffsstutzig.

"Da oben ist nur das Gästezimmer. Und die alten Sachen von der Maria. Meiner Schwester."

"Also Ratzibatzi. Der Chef. Eine Nachricht vom Chef selber!"

"Nein! Wirklich? Du meinst - vom Johannes Paul? Dem Zweiten? Dem Wojtyla? Wie geht's dem [extern] Karli?"

"Na, dem geht's gut. Sitzend zur Linken, und was nicht alles. Die Gebete der Polen haben halt geholfen. Aber das ist nicht der Chef, den ich meine!"

"Nicht?"

"Nein. Ich hab eine Nachricht für dich vom Herrgott selber."

"Wie, den gibt's wirklich? Ich hab geglaubt -"

"Du bist der Papst, Ratzibatzi. Nur. Der Stellvertreter. Nicht Gott selber. Gott ist über dir. Ich bin auch über dir. Aber ich bin nur der Heilige Geist."

"Unglaublich. Und weiblich!"

"Ja genau. Also. Die Nachricht lautet. Du musst morgen unbedingt nach Angola fliegen. Dein Auftritt dort hat dem Herrn nicht gefallen. Du musst die Fatima aufsuchen und vor ihr auf die Knie gehen und dich entschuldigen."

"Wie? Was? Wo? Wer?"

"Das ist das Pfingstwunder. Ratzibatzi. Es kommen feurige Zungen vom Himmel. Und sie werden dich am X**** X*****, wenn du nicht Folge leistest. Schließlich bist du Gottes Diener, und der Herrgott ist kein Schuft, der sich von dir zum Narren halten lässt. Bloß, weil du ganze Völkerscharen in die Kloschüssel gejagt hast, muss nicht jede Frau, die schwanger wird, dir zuliebe gleich das Lebenslicht auspusten. Hast du verstanden?"

"Nein-!?" Sagte der Papst. Aber der Heilige Geist hatte sich bereits in Dunst aufgelöst.


Zweite Szene

Sehr verstört schreckte der Papst seinen Sekretär aus dem Schlaf. "Ich muss morgen früh nach Angola. Die erste Maschine nach Luanda."

Kurz darauf meldete sich der Sekretär zurück. "Die Angolaner haben abgewunken. Sie haben gesagt, wenn der - ähm, unausprechliches Wort - noch mal herkommt, werden sie ihm als Papstmobil einen alten Zweiergolf mit abgesägtem Dach herstellen, und zum Essen gibt's einen [extern] Victoriabarsch."

"Ja, was kann man da machen, ich spüre schon die feurigen Zungen."

Wenig später traten die Techniker des Vatikan-TV in die Schlafgemächer des Papstes. Sie drucksten verlegen hinter einer Videokamera herum.

"Was ist mit euch? Ich muss eine Rede halten, die wir nach Angola schicken müssen. Satellitenschüsseln haben sie schließlich überall. Au! Au! Beeilt euch."

Die TV-Techniker antworteten mit einem rauen, kehligen Neapolitaner-Akzent.

"Signore Tedesco! Sanctissimo Padre. Es ist uns peinlich, einen Mann in Frauenkleidern zu sehen. Vor allem im Nachthemd!"

"Nachthemd? Das ist mein Priestergewand!"

"Der Witz funktioniert besser auf Englisch!" sagte der zufällig anwesende Telepolis-Reporter. "Sie müssten sagen: I'm not wearing women's dresses! This is just my habit."

"Wie sind SIE überhaupt hier herein gekommen? Halten Sie sich da raus!" sagte der Papst eher unwirsch.

Die Neapolitaner mit den rauen Kehlen drucksten herum.

"Wir sind nur die Ersatzmannschaft von der Gomorra, wir arbeiten hier unsere Sünden ab über Pfingsten. Weil wir die Fotos vom [extern] Paperon di Paperoni an die Presse weitergeleitet haben. Die Bilder mit der kleinen Letizia. Die reguläre Mannschaft ist in Urlaub."

Der Papst, kein Freund italienischer Schundhefte, wusste nicht, dass "Enterich aller Enteriche", zu Deutsch "Dagobert Duck", nur eine kriminelle Code-Bezeichnung für den italienischen Staatschef darstellte.

"Au! Au! Au! Was plagt mich die Gicht!" rief der Papst, aber selbst die Mafiosi vom Dienst konnten erkennen, dass es Feurige Zungen vom Himmel regnete. "Also va bene!" rief der Heilige Vater. "Dann machen wir jetzt nur eine Rundfunkaufzeichnung. Schnell, schnell."

Die Techniker postierten ein Mikrofon, der Papst sprach hinein. "One, two. Testing. Meine lieben Neger..."

"Signore Ratzi! Sie sprechen Latino. Wir nur verstehen Napolitano."

"Benissimo. Machen wir die Aufnahme."

Und so ging dann die Rede des Papstes: "Fatima! Fatima in Angola. Hier spricht Benedikt. Dein Papst. In Rom. Soeben ist mir der Heilige Geist erschienen, und hat zur mir in Feurigen Zungen. Au! Gesprochen. Es ist ein Pfingstwunder, und der Heilige Geist hat mich gebeten, mich bei allen Menschen in Afrika zu entschuldigen. Und natürlich weiß ich, was die Menschen in Angola gelitten haben. Erst die Jahrzehnte unter Salazar, einem faschistischen Regime. Dann die weißen Mörderbanden nach der Unabhängigkeit. Jetzt 30 Jahre Unruhe und Bürgerkrieg, Mord, Vergewaltigung, Schwedentrunk. Au! Das hat es auch bei uns gegeben, in meinem Heimatland. Einen Dreißigjährigen Krieg. Ich selbst. Au! Und auch der Heilige Geist! Au! Und Gott selber. Empfinden tiefes Mitleid mit euch. Und deshalb verkünde ich heute. Auch der Papst unterschreibt das Maputo-Protokoll zu den Frauenrechten. Auch ich. Benedikt, der Papst, fordere die Regierungen Afrikas auf [extern] medizinische Abtreibungen zu erlauben in Fällen von sexuellen Übergriffen, Vergewaltigung, Inzest oder wenn die Schwangerschaft die seelische oder körperliche Gesundheit der Mutter oder das Leben der Mutter oder des Fötus bedroht.

Es tut mir unendlich leid, dass ich in Afrika so einen hundserbärmlichen Blödsinn geredet habe. Ich hätte aus meinem Papomobil aussteigen sollen, Fatima, und dir eine Jahrespackung unserer Vatikan-eigenen Kondome mitgeben sollen. Zehn Stück enthält so eine Packung, es gibt sie auch in der Afrikanergröße. Ich werde sofort veranlassen, dass mehrere Kisten davon nach Afrika transportiert werden. Ihr müsst sie nicht schlucken wie Hostien oder Kauen wie Kaugummi, auch nicht in einem Voodoo verwenden. Sie sind nicht heilig, auch wenn wir in unserem Küchenlatein die Parole drauf geschrieben haben, Ad Juxorem Per Uxorem.[3]

Sie gehören auf die Schwänze eurer Männer montiert, Fatima, damit ihr nicht schwanger werdet oder euch eine Portion AIDS einfangt. Deswegen haben wir sie ja hier bei uns im Vatikan. Sie sind Ware erster Güte. Aber man darf kein Öl dabei verwenden, sonst platzen sie. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Ich meine, Anschauung. Au! Ja, die Gicht. Au! Ich kann nicht weiter schweigen, es ist meine Christenpflicht. Au! An diesem heutigen Pfingsttag. Kommt der Heilige Geist auf mich herab. Au! Au! Die Feurigen Zungen. Und der Herr bittet mich, alle Menschen auf der Welt im Namen der katholischen Kirche um Verzeihung zu bitten, für das viele Böse, was wir ihnen angetan haben. Die vielen Mädchen und Buben, die von unseren Patres geschändet wurden, und die [extern] magdalenischen Waschweiber, die sich von der Sünde reinwaschen wollten, und doch immer nur weiter und tiefer - von UNS! - in die Sünde hineingezogen wurden. Gott sei gedankt für die Waschmaschine, die diesen katholischen [extern] Sündenpfuhl [extern] trocken gelegt hat.

Soeben las ich in einem Artikel der [extern] New York Times, dass es nur 200.000 Dollar im Jahr kostet, ein Krankenhaus in Afrika zu unterhalten, das Hunderten und Tausenden schwangeren Frauen und ihren Kindern das Leben retten könnte. Wir haben uns hier gefreut, dass die irische Regierung anderthalb Milliarden Euro als Entschädigung an jene Menschen bezahlt hat, die wir einst, unsere katholischen Patres und auch viele unserer Schwestern, kinderschänderisch missbraucht haben. Wir selber haben in Irland nur ein Zehntel dieser Summe aufbringen müssen. Ja, ich sage es, wie es ist, der irische Staat hat uns die Kinderschänderei im Nachhinein noch belohnt. Und in Amerika genauso - hunderte Millionen Dollar, steuerfrei. Wir haben dem zugestimmt, nur damit wir unsere eigenen Fresströge nicht ausschütten müssten, unsere eigenen Pfründe. Dabei könnten wir mit einem Bruchteil dieses Geldes 100 Krankenhäuser zehn Jahre lang in Afrika betreiben, und lebende, gesunde Katholikenmenschen in Afrika, Mütter, Kinder, Väter, beschützen und erhalten. Es würde nur 200 Millionen kosten. Ein Klacks. Das zahlen wir jedes Jahr, um uns unliebsame Rechtshändel vom Hals zu halten. Fatima, der Heilige Geist befiehlt mir, mich bei dir und allen afrikanischen Frauen zu entschuldigen. Bei allen afrikanischen Männern. Aber genauso auch bei allen Frauen und Männern auf der Welt, und bei allen Kindern, bei allen Jungen und Mädchen. Und. Au! Ja, ich entschuldige mich auch für mein dummes Schweigen in [extern] Yad Vashem.

Ich habe gesprochen wie im Traum. Es war die Gicht. Au! Au! Nein, es war nicht die Gicht. Ich dachte die ganze Zeit. Hier stehe ich, wie Pontius Pilatus. Umringt von lauter Juden. Und die ganze Zeit über ging bei mir dieses Lied im Kopf herum. Vom Konstantin. Du kennst es sicher nicht, Fatima. GESTERN. So beginnt es. GESTERN. Es ist ein bayerisches Lied aus meiner Heimat. HAM'S DEN WILLY ERSCHLAGN. Und es ist mir absolut NIX eingefallen, was ich dort hätte [extern] sagen können.

Ich hab gesprochen wie im Schlaf. Ich kann predigen, ohne eine Minute nachzudenken. Während bei mir im Hinterkopf dieser Song ablief. Ich weiß natürlich, wie mein Vorgänger, der Karli. Au! Papst Johannes Paul. Au! Der Zweite. Im Jahr 2000 in Yad Vashem stand, und diese blödsinnige. Au! Au! Diese wohldurchdachte [extern] Rede hielt.

Ich war es, der ihm später die Worte unterjubelte, der Holocaust sei mit den unzähligen Abtreibungsopfern zu vergleichen. Au! Ich entschuldige mich dafür. Es ist meine eigene Schuld, mein Schuldgefühl, dass ich ganze Völkerscharen in die Kloschüssel geschossen habe, meinen eigenen Samen, der mich so handeln ließ. Ich bitte die gesamte Menschheit um Verzeihung, in meinem Namen und im Namen der gesamten katholischen Kirche. Ich bitte dich persönlich, Fatima in Angola, und die Menschen in Yad Vashem, um Verzeihung. Es tut mir leid. Es ist einfach die Routine. Neger. Juden. Au! Es fällt mir schwer. Ich gestehe es, ich hätte nie zum Papst gewählt werden dürfen, aber abwählen kann man mich auch nicht. Au! Und nein, die Uta wird sicherlich nicht Päpstin. Das einzige, was ich anbieten kann, ist, dass ich für den Rest meiner Jahre - meiner Papst-Zeit - schweigen werde. Man wird mich Benedikt, den Schweigenden nennen. Einen deutschen Papst, der zu allem geschwiegen hat. Nicht, um vor dem Leiden der Welt die Augen zu verschließen, sondern um mein beredtes Schweigen, als Bekenntnis meiner Schuld und als Anklage, gegen all das Unrecht, das wir Katholiken selbst verschuldet haben, als Protest gegen die Grausamkeit des Menschen gegen den Menschen hinaus zu schreien. Einen stummen Schrei. Amen."

Tief ergriffen von seinen eigenen Worten verharrte der Papst daraufhin einige Minuten lang schweigend, und die Neapolitaner glaubten bereits, er würde nun wirklich überhaupt nichts mehr sagen. Auch die Feurigen Zungen hatten aufgehört, vom Himmel herunter zu lecken.

"Na, Burschen, habt ihr jetzt alles aufgenommen?" fragte zuletzt, doch sein Schweigen brechend, der Papst.

"No, Signore Ratzi, wir haben gehabt Problema mit Aufnahmetechnik. Diese alte Geräte von bayerische Rundfunk nix gut. Nette Geschenke, aber nix funktionieren. Müssen noch mal machen in Studio."

"Ihr habt die ganze Sendung nicht aufgenommen? So eine Sau-! Na, saubere Arbeit! Lasst es gut sein. Ist vielleicht besser so," sagte der Papst. "Ich werde nachher einfach noch mal für die Fatima beten. Das kommt uns dann ohnehin billiger."

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Kommentare lesen (19 Beiträge)
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fast ein pfingstwunder (teil 2) (timere_libertati 3.6.2009 14:00)
Re: Der Katholizismus mag eine gefährliche Ideologie sein ... (Dve 3.6.2009 4:15)
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