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Die Segregation der Siedlungsgebiete hat ihre Wurzeln in der Militanz des "Sunbelt-Bolschewismus", wie Davis die uneinheitliche Bewegung der weißen Eigenheimbesitzer nennt. Diese Bewegung formiert sich immer nur dann, wenn das Bedürfnis nach ungestörter Ruhe im Villenviertel von außen bedroht scheint. In der wirtschaftlichen Depression der dreißiger Jahre bildete sie sich erstmals in der sogenannten "ham and eggs" Bewegung aus, deren Name daher rührt, daß deren Mitglieder bei Versammlungen minutenlang "ham and eggs" als Schlachtruf zu skandieren pflegten. Später schlossen sie sich zu sogenannten homeowners associations zusammen. Traten homeowners und developers (Stadtentwicklungsfirmen) anfangs gemeinsam auf, so bildete sich ab den fünfziger Jahren ein Schisma zwischen den beiden Gruppen, als langsam klar wurde, daß auch die erschließbare Wüste um L.A. nicht unendlich war und die developers dazu übergingen, neben Eigenheimen vermehrt auch Mietshäuser und Geschäftszentren zu bauen. Dagegen protestierten die homeowners, weil sie dadurch ihre Lebensqualität bedroht sahen.
Aus diesen Protesten entwickelte sich slow-growth, eine Bewegung für langsames, ressourcenschonendes Wachstum. Slow-growth kann sich heute rühmen, so etwas wie ein Vorläufer der Ökologie-Bewegung gewesen zu sein, wobei ihr eigentliches politisches Bewußtsein ja nur darin bestand, in rassisch einheitlichen Vierteln von Einfamilienhäusern leben zu wollen.
Das Akronym nimby (not in my backyard) veranschaulicht diese weitverbreitete Bewußtseinshaltung. Die homeowners sind, neben den eigentlichen Machthabern, auch heute noch die wichtigste politische Basis auf Grund der von ihnen eingezahlten Steuern und des paradoxen Umstandes, daß sie den Großteil der Wählerschaft bilden, obwohl sie demographisch eine Minderheit wurden, was auf die bereits erwähnte ungerechte Einteilung der Wahlsprengel zurückzuführen ist.
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