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Telepolis-Buch

Stefan Weber

Das Google-Copy-Paste-Syndrom

Wie Netzplagiate Ausbildung und Wissen gefährden

Zweite, aktualisierte und erweiterte Auflage
Heise Zeitschriften Verlag
196 Seiten, Broschur
16,- EUR (D) / 16,50 EUR (A) / 28,- sFr
ISBN 978-3-936931-56-3

„Das Google-Copy-Paste-Syndrom" ist das erste deutschsprachige Sachbuch, das sich mit den Veränderungen unserer Wissenskultur durch Google, Wikipedia und das Kopieren/Einfügen von Online-Texten anderer beschäftigt.

Der Autor beobachtet kritisch die „Ergoogelung der Wirklichkeit", die „Austreibung des Geistes aus der Textproduktion" und eine entstehende „Textkultur ohne Hirn". Er fragt, wie die Medienwissenschaft auf dieses Problem – wenn überhaupt – reagiert und ortet enormen Handlungsbedarf bei der Sicherung von Contentqualität.

In der zweiten, aktualisierten Auflage greift der Autor, der in den Massenmedien gerne als „Plagiatsjäger" bezeichnet wird, auf seine Datenbank mit 67 Plagiatsfällen aus Wissenschaft und Journalismus zurück. Er widmet sich zudem neu dem Contentklau im Web 2.0 und freien Lizenzen im Netz. Webers weiter reichende These ist dem digitalen Zeitgeist entgegengesetzt: Cyber-Neusprech oder „Weblisch", Chat- und SMS-kontaminiertes Bewusstsein, affirmative Bagatelle-Forschung („Mickymausforschung"), Technophilie und „Bullshit-PR" für neue Medien würden ein Milieu schaffen, in dem einer Textkultur ohne Hirn weiter Vorschub geleistet wird.

Dieses Buch richtet sich nicht nur an Lehrende in Schulen und Universitäten, die sich mit diesem neuen Problem konfrontiert sehen. Es ist so geschrieben, dass es auch für ein breites Publikum, das die neuen Medien verwendet, eine kritische Lektüre bietet.

Aus dem Inhalt:

* Ein Verdacht
* Vorboten
- Mythen machen blind: Kritik des Mainstreams der Medienwissenschaft
- Die Ergoogelung der Wirklichkeit
- Plagiatsverdacht in der Wikipedia? Das systematische Quellenproblem des Online-Lexikons
* Die Austreibung des Geistes aus der Textproduktion
- Eine Plagiatstypologie
- Umfragen zum Plagiarismus: Erhärtet sich die Ein-Drittel-Quote?
- Copy/Paste: Ein neues Paradigma im interdisziplinären Diskurs
- Ein paar Fälle aus dem Kuriositätenkabinett
- Der Induktionsschluss bei Plagiaten
- Contentklau im Web 2.0 und die Problematik freier Lizenzen
- »Die Kopie ist das Original der Wirklichkeit«
- Ursachenforschung
- Lösungsansätze
* Textkultur ohne Hirn statt Global Brain
- »î©h b®aûçhë ›dÎçH‹ wÎë dîb £ûƒ† žÛm ã†mëÑ«:
Copy/Paste bei Weblisch-Formeln
- SMS-, Mail- und Chat-kontaminierte Lese- und Schreibkultur
- Bullshit-PR und heiße Luft: in neuen Medien und über neue Medien
- Medienwissenschaft als Mickymausforschung
- Technophilie als Ideologie
- Auswege?

Siehe auch: [externer link]Textueller Missbrauch
Plagiarismus, Redundanz, Bläh-Rhetorik: Zur Krise der Kulturwissenschaften durch den Einzug des Copy/Paste-Paradigmas

Zu bestellen beim [externer link]dpunkt.verlag

[interner link]Weitere TELEPOLIS-Bücher

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