Foto: Dagmar Schwelle
(Zusammenfassung aus Technology Review Nr. 6/2004)
Die Nanotechnologie scheint derzeit fest in den Händen von jungen Unternehmen und Hochschulforschern mit ihren neuen, revolutionären Ideen zu sein. Wie reagieren etablierte Konzerne der Chemie, der ältesten deutschen Industrie, auf den verheißenen Technologiesprung? Sie alle haben inzwischen spezielle Abteilungen oder Kompetenzzentren für Nanotechnologie gegründet.
Dabei zeigt ein Blick in die Labors, dass für den Sprung auf die Nanowelle mitunter auch bloße Umbenennungen genügten: Vieles, was heute unter dem Nano-Etikett verkauft wird, ist tatsächlich altbewährte Dispersions- oder Kolloidchemie. Aber es ist keineswegs alles beim Alten geblieben. Dank neuer Methoden der Analyse und der Datenverarbeitung verstehen die Chemie-Entwickler heute die Mechanismen von Prozessen, die sie früher nur durch Versuch und Irrtum finden konnten.
Außerdem hat die Aufregung um die Nanotechnik die Arbeitsstrukturen in den Konzernen aufgerüttelt. Heute kooperieren Chemiker, Physiker, Verfahrenstechniker und Materialwissenschaftler, die noch vor Jahren aneinander vorbei arbeiteten. Die alten Chemieriesen tun alles, um die Nanowelle zu reiten, statt von ihr überrollt zu werden.
Dieser Text ist der Zeitschriften-Ausgabe 06/2004 von Technology Review entnommen. Der Artikel steht auch als kostenpflichtiges pdf im Heise Kiosk zum Download bereit.
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