Illustration: Ulrike Meier
(Zusammenfassung aus Technology Review Nr. 2/2004)
Sensoren werden immer kleiner, immer billiger und immer vielseitiger. Bald stecken die elektronischen Fühler in fast allen technischen Geräten - vom Handy bis zum Blutdruckmesser. Unser Fokus zum Thema umfasst vier Beiträge:
DER MARKT FÜR SENSOREN wächst schnell. Während allerorten der Niedergang beschworen wird, herrscht in der deutschen Sensorbranche Optimismus. Die Zahl der Beschäftigten nimmt zu, der Umsatz steigt. Allein bei den mikromechanischen Sensoren verzeichneten deutsche Hersteller im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Ende 2005 soll der Weltmarkt auf mehr als 2,2 Milliarden Dollar wachsen. Deutschland hat daran einen Anteil von 44 Prozent, die USA und Japan dagegen nur jeweils 17 Prozent.
Hauptabnehmer für Sensoren ist der FAHRZEUGBAU. In einem Neuwagen stecken heute bereits zwischen 50 und 150 Sensoren. Sie messen etwa die angesaugte Luftmenge im Motor, den Lenkradwinkel, Schleuderbewegungen und Beschleunigungen. Weltweit macht die Sensorbranche gut drei Viertel ihres Umsatzes mit Autosensoren, in Deutschland sogar beinahe neunzig Prozent.
Auch zu MILITÄRISCHEN ZWECKEN werden Sensoren mittlerweile häufig genutzt. Das amerikanische Verteidigungsministerium hat in den vergangenen zehn Jahren mindestens hundert Millionen Dollar in die Entwicklung drahtloser Sensornetzwerke gepumpt. Die unauffälligen elektronischen Schnüffler sollen den Militärs helfen, Grenzen zu sichern, den Feind im eigenen Land auszuspionieren und Rebellen beim Verminen von Straßen, Pipelines oder Strommasten auf die Schliche zu kommen.
In der MEDIZIN werden Sensoren den Arzt vermehrt bei der Diagnose unterstützen. Schon jetzt bieten einige Medizingeräte- Hersteller Mehrfachsensoren an, die zum Beispiel Herzrhythmus, Temperatur und elektrische Leitfähigkeit der Haut von Patienten überwachen. Die Vision der Entwickler: Sie wollen Multimedia-Fühler entwerfen, mit denen man den körperlichen Zustand eines Menschen rund um die Uhr kontrollieren kann. Noch mangelt es allerdings an einer Software, die in der Lage wäre, die gesammelten Daten vernünftig auszuwerten.
Dieser Text ist der Zeitschriften-Ausgabe 02/2004 von Technology Review entnommen. Der Artikel steht auch als kostenpflichtiges pdf im Heise Kiosk zum Download bereit.
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