Der japanische Drucker- und Bildschirmspezialist Oki hat ein neuartiges Head-Up-Display (HUD) vorgestellt, das mittels LED-Technik beleuchtet wird. Das für den Einsatz im Fahrzeug gedachte HUD, das Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projizieren kann, soll eine besonders hohe Auflösung und damit gute Ablesbarkeit bieten.
Bei einer Gesamtfläche von 1,1 Zoll werden 320 mal 240 Bildpunkte dargestellt, was einem Bildpunkteabstand von nur 65 Mikrometern entspricht. Das hohe Kontrastverhältnis von 5000:1 lässt außerdem auch eine Nutzung bei hellem Sonnenschein zu, eine Blendung wird so überspielt. In der aktuellen Prototypvariante beherrscht das Oki-HUD zwar nur die Anzeige monochromer Inhalte. Für den Einsatz im Fahrzeug würde das aber ausreichen, beispielsweise für Daten wie die aktuelle Geschwindigkeit oder den momentanen Verbrauch.
Die verwendete LED-Technik, die laut Oki erstmals weltweit einen derart geringen Bildpunkteabstand erzielt, wurde aus einem Druckverfahren für Laserdrucker adaptiert. Die Japaner nutzen dabei Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren Herstellung von LED-Printern, die man nun auch auf den Bildschirmbau überträgt. Besonders stolz ist das Team dabei auf den gegenüber herkömmlichen LC-Displays deutlich geringeren Stromverbrauch.
Hiroshi Kikuchi, Präsident von OKI Digital Imaging, betont außerdem die hohe Auflösung bei geringer Größe: "Wir halten das für einen Durchbruch und haben das Fundament dafür schon früh gelegt." Praktisch ist auch, dass das Oki-HUD selbstilluminierend ist, also ohne eine separate Lichtquelle auskommt. Auch das spart Strom, was in Zeiten zunehmender Elektromobilität immer wichtiger wird.
Oki plant eine rasche Markteinführung: Noch in der zweiten Jahreshälfte 2010 soll das Projekt ausentwickelt sein und erste Muster geliefert werden. Die fertigen Komponenten sollen so kostengünstig sein, dass sie sich auch in Kleinwagen einbauen lassen. Nach dem Einsatz als HUD könnte auch die Nutzung in Handys oder anderen mobilen Geräten erfolgen, sobald Okis LED-Technik farbig wird. Daran arbeiten die Japaner gerade.
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