Revolutionäre Zellen
23.09.03 – Harald Willenbrock
(Zusammenfassung aus Technology Review Nr. 10 )
Immer mehr große Automobilhersteller entwickeln Brennstoffzellenfahrzeuge. Bis zum Jahr 2010 wollen beispielsweise General Motors, Ford, Toyota und DaimlerChrysler die Autos in großem Stil auf den Markt bringen. Denn der Brennstoffzellen-Antrieb hat mehrere Vorteile: Wasserstoff, der Treibstoff der neuen Autos, ist auf der Erde in großen Mengen verfügbar, seine chemische Energie lässt sich mit hohem Wirkungsgrad in elektrische Energie umwandeln und bei diesem Prozess entstehen keine umweltschädlichen Abgase, sondern lediglich Wasser.
Noch sind Brennstoffzellenfahrzeuge allerdings zu teuer und zu wenig praxis getestet, um ein ernsthafter Konkurrent für herkömmliche Autos zu sein. Bislang ist auch das Nachschubproblem nicht gelöst. Spätestens nach etwa 400 Kilometern geht heutigen Brennstoffzellen-Autos der Sprit aus. Ein flächendeckendes Netz aus Wasserstofftankstellen gibt es hierzulande jedoch noch nicht. Um nur 1000 Zapfsäulen in Deutschland auf Wasserstoff umzurüsten, wären Investitionen von rund 100 Milliarden Euro nötig. Deshalb haben sich Mineralölkonzerne, Autohersteller und die Bundesregierung zur Initiative "Verkehrswirtschaftliche Energiestrategie" zusammengeschlossen und suchen gemeinsam nach einem finanzierbaren Treibstoffkonzept für Deutschland.
