Gebiet sieben ist mörderisch. Ein Waldweg, der als „Geschütze Landschaft“ ausgezeichnet ist, erweist sich als ein Arsenal von Schlaglöchern und Bodenwellen, heimlich abgeladene Kachelreste drohen die Fahrradreifen aufzuschlitzen. Die Sonne knallt senkrecht vom Himmel.
Der Nacken von Niels Giebl glänzt bereits im Sonnenlicht, Dennis Ströer hat sich die Jeans bis zu den Knien hochgekrempelt, und Christina Fischer versucht sich mit einer roten Schirmmütze vor der Sonne zu schützen. Dennoch rasen die drei weiter auf ihren Mountainbikes durch die Einöde. Für Gebiet sieben bleiben ihnen nur noch knapp 90 Minuten.
Giebl, Ströer und Fischer studieren am Institut für Geoinformatik und Fernerkundung der Universität Osnabrück. Zusammen nehmen sie am OpenStreetMap-Tag für die Gemeinde Bohmte im Landkreis Osnabrück teil. OpenStreetMap (OSM) ist ein Software-Projekt, das Inhalte, ähnlich dem Online-Nachschlagewerk Wikipedia, aus dem koordinierten Zusammenwirken von Freiwilligen generiert: Die Teilnehmer „mappen“ weltweit, indem sie ihre Bewegungen mit einem GPS-Empfänger aufzeichnen und in eine gemeinsame Datenbank hochladen. Die OSM-Software erstellt daraus unter anderem frei verfügbare digitale Karten, die über das Internet benutzt ...
Neugierig geworden? Der vollständige Artikel erschien in der Print-Ausgabe 09/2008 von Technology Review und steht als kostenpflichtiges pdf im Heise Kiosk zum Download bereit.
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