Das Start-up Agradis will neuartige Pflanzen entwickeln, die sich besser für Biotreibstoffe eignen.
Das Buch „Biopunk“ porträtiert die Pioniere einer neuen Szene von Biohackern. Mit großem Idealismus wollen sie die Technik den Händen von Pharma-Industrie und Forschungselite entreißen.
Kleine, tragbare Schnelltest-Geräte sollen die Lebensmittelkontrolle vereinfachen und den Verbrauchern erlauben, Fisch oder Fleisch direkt an der Ladentheke auf gesundheitsschädliche Stoffe untersuchen zu lassen.
Mit Hilfe von neuartigen Mikrofäden aus Proteinen können Biotech-Forscher im Tierversuch durch Verletzungen verlorenes Muskelgewebe wieder herstellen – und das großflächiger als mit anderen Verfahren.
Pestizide und gentechnisch veränderte Pflanzen, die selbst Abwehrmittel erzeugen, schädigen auch nützliche Organismen. Eine neue Saatgut-Generation produziert kurze, nur für schädliche Insektenarten tödliche RNA-Stücke.
Einem Harvard-Forscher ist es gelungen, Hautzellen in Stammzellen zu verwandeln, ohne ihr Genom mittels Viren zu verändern. Das neue Verfahren könnte das Krebsrisiko einer Stammzellen-Therapie erheblich verringern.
Seit 200 Jahren schützen Lebend-Impfstoffe vor Infektionen, doch sie bergen auch Risiken. Jetzt rücken erste synthetische Substanzen in Reichweite, die sicherer, wirksamer und schneller herstellbar sind.
Biologen haben an Ratten die Transplanation der kompletten Darmflora getestet. Aus dem Austausch ganzer Bakterienpopulationen im menschlichen Körper wollen sie nun einen neuen Therapieansatz machen.
Wichtige Basischemikalien sollen künftig nicht mehr aus Öl produziert werden, sondern aus bisher ungenutzten Pflanzenbestandteilen. Deutschland avanciert bei der Förderung der Bioökonomie – einer Wirtschaft mit dem Rohstoff Pflanze im Mittelpunkt – zum weltweiten Vorreiter.
Eine Harvard-Studie versetzt dem Optimismus der Stammzellforschung einen Dämpfer: Aus Körperzellen gewonnene Stammzellen lassen sich nicht gleich gut in beliebige andere Gewebearten verwandeln.
Das BMBF hat einen Strategieprozess zur Biotechnik gestartet, der erstaunlich langfristig und ergebnisoffen angelegt ist. Es darf gesponnen werden.
Eine großangelegte US-Studie hat 150 Genvariationen identifiziert, die mit einiger Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass Menschen über hundert Jahre alt werden - und viel länger als andere gesund bleiben.
Forschern der Yale University ist es gelungen, ein Lungentransplantat aus neuen Zellen wachsen zu lassen und erfolgreich in eine Ratte einzupflanzen.
Stammzellbanken sollen die genetische Vielfalt verschiedener Bevölkerungsgruppen nutzen, um Medikamente noch umfassender auf toxische Wirkungen zu testen oder Ersatzgewebe zu züchten, das vom Empfänger nicht abgestoßen wird.
Deutschland bleibt vor wirklich gefährlichen Arachniden zum Glück normalerweise verschont. Trotzdem können die Fadenspinner zu Störenfrieden werden: dann nämlich, wenn sie in großen Massen auftreten und Fassaden verschmutzen.
Die Wissenschaftler am J. Craig Venter Institute haben ein ausgeklügeltes Verfahren entwickelt, um synthetisierte Genome schnell in Zellkulturen zu testen. Es könnte sich schon bald in anderen Laboren etablieren.
Craig Venters letzter Meilenstein auf dem Weg zu synthetischen Lebewesen stellt nicht nur die Biologie an den Beginn einer neuen Epoche, sondern hält auch uns Menschen Erkenntnisse vor, die unser gewohntes Selbstverständnis und eingeübte Argumentationen in Frage stellen. Eine Replik auf Giovanni Maio von Peter Monnerjahn.
Die Debatte über die Synthetische Biologie ist nach dem jüngsten Coup des J. Craig Venter Institute wieder aufgeflammt. Ihr Anspruch, lebende Maschinen zu erschaffen, ist jedoch ein Widerspruch – und ignoriert den Eigensinn des Lebens. Eine ethische Kritik von Giovanni Maio.
Ein Meilenstein in der Biotechnik: Forscher des J. Craig Venter Institute haben erstmals ein vollständig synthetisiertes Bakteriengenom in einer fremden Empfängerzelle zum Leben erweckt.
Goodyear und Genencor haben genetisch umprogrammierte Kolibakterien entwickelt, die aus Biomasse Isopren, den Ausgangsstoff für Reifengummi, herstellen können.
Forscher aus San Diego wollen Grünalgen zu Bioproduktionsanlagen für teure Medikamente umbauen, die deren Kosten auf ein Tausendstel senken sollen.
Die genetische Zusammensetzung der Mikroorganismen auf der Haut eines Menschen könnte als forensisches Werkzeug dienen.
James Lovelock (90), Mitbegründer der so genannten Gaia-Theorie, nach der die Erde als ein lebender Organismus betrachtet werden kann, über den Kampf gegen den Klimawandel, Atomkraft und seine Weltraum-Pläne.
Zum ersten Mal sind mehrere Genome von multiresistenten Staphylokokken auf einmal sequenziert worden. Damit können Forscher nun herausfinden, wie sich die Mikroben rund um den Globus, aber auch in Krankenhäusern ausbreiten.
Mit Hilfe eines chemischen Schaltkreises aus zwei Genen können Forscher Bakterien dazu bringen, synchron Leuchtpulse mit genau eingestellter Frequenz und Stärke zu erzeugen. Das könnte zu besseren Biosensoren oder Medikamentimplanaten führen.
Grundlagenforschung und Biotechnik müssen kein Gegensatz sein, finden die MIT-Forscher Edward Boyden und Brian Chow. Am Beispiel der Optogenetik zeigen sie, wie eine kluge Kombination von beiden einen neuen Zweig der Technik hervorbringen kann – und dabei von der natürlichen Biodiversität profitiert.
Moleküle in Zellen einzuschleusen, ist für biologische Experimente oder die Stammzellforschung außerordentlich wichtig. Was bislang eine aufwändige Prozedur war, könnte durch Silizium-Nanodrähte deutlich vereinfacht werden.
Das eigene Erbgut testen oder mit Joghurt-Bakterien Schadstoffe aufspüren - immer mehr Hobbyforscher praktizieren Gentechnik daheim. Wird das wie bei Computer-Hackern zu Fortschritt führen, oder droht Gefahr?
Forscher haben einen klitzekleinen Chip entwickelt, der sich im Gehirn von Motten implantieren lässt und über ein RFID-Lesegerät mit Strom versorgt wird.
Pennäler, Punk-Musiker, E-Technik-Student und Biologe - die Karriere von Horst Lindhofer nahm einige Umwege, bevor er mit einem vielversprechenden Krebsmedikament zum Pharmaunternehmer wurde. Ein Porträt.