Mit einer kostengünstigen Methode haben Agrarwissenschaftler Ammoniumnitrat so verändert, dass es sich nicht mehr als Bombenmaterial verwendet lässt. Pflanzen profitieren davon sogar.
Die Technik, mit der sich Biosprit aus Holzchips, Gräsern und anderen stark Cellulose-haltigen Pflanzenrohstoffen herstellen lässt, kommt nur langsam voran. Neue Nutzungsfelder lassen hoffen.
John D. Sutherland vom britischen Medical Research Council über den chemischen Ursprung des Lebens.
Die Chemieindustrie fürchtet einen gravierenden Mangel an Auszubildenden. Ihr Bedarf an Facharbeitern und Ingenieuren ließe sich dann nicht mehr decken. Am Niederrhein versucht deshalb die bundesweit einmalige Chemie-Akademie, Schüler fürs Pipettieren und Titrieren zu begeistern.
Den diesjährigen Nobelpreis für Chemie erhalten die US-Forscher Robert J. Lefkowitz und Brian Kobilka. Sie werden für die Entdeckung einer wichtigen Rezeptorfamilie ausgezeichnet, die zum wichtigsten Ziel der Medikamentenentwicklung geworden sind.
Gottfried Münzenberg hat an der Erzeugung neuer Elemente mitgewirkt und 218 der rund 3100 bekannten Isotope entdeckt. Damit hält er den Weltrekord in dieser Disziplin.
Forschergenie oder Kriegsverbrecher? Wissenschaftshistoriker tun sich schwer mit einem Urteil über den hochbegabten Chemiker Fritz Haber.
US-Forscher haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich der Energieträger ohne fossile Brennstoffe herstellen lässt.
Spektralanalyse, ein rußfreier Laborbrenner und ein Gegenmittel für Arsenvergiftungen: All das verdanken wir dem vielseitig begabten Chemiker Robert Wilhelm Bunsen.
Ein US-Start-up will mit Hilfe von heißen geschmolzenen Metallverbindungen einen billigen Energiespeicher für Strom etablieren. Zu den Investoren gehören Bill Gates und der französische Ölkonzern Total.
US-Forscher haben eine niedermolekulare Verbindung entwickelt, mit der sich bessere organische Solarzellen herstellen lassen könnten.
Der Chemie-Nobelpreis geht in diesem Jahr an den israelischen Physiker Daniel Shechtman für die Entdeckung der so genannten Quasikristalle.
Nachhaltigkeitsfonds werden bei Anlegern immer beliebter. Das könnte für Chemiekonzerne ein Anreiz sein, umweltverträglicher und sozialer zu wirtschaften. Die Auswahlkriterien der Fonds sind allerdings noch zu unscharf.
Die Chemie-Industrie will ihr Öko-Image verbessern. Sie spart Energie, setzt auf nachwachsende Rohstoffe und propagiert Nachhaltigkeit. Doch der Wandel vom Großverschmutzer zum Umweltfreund gelingt nicht immer.
Forschergenie oder Kriegsverbrecher? Wissenschaftshistoriker tun sich schwer mit einem Urteil über den hochbegabten Chemiker Fritz Haber.
Düfte steuern Emotionen weit mehr als Bilder oder Töne - meistens ohne dass wir es bemerken. Mit künstlichen Aromen will die Industrie Lebensmittel schmackhafter und Produkte begehrenswerter machen.
Forscher erschaffen die Lebensmittelwelt neu. Sie optimieren die Verarbeitung der Esswaren, kreieren verblüffend naturgetreuen Ersatz für Fett, Salz oder Zucker und verleihen Speisen ganz neue Eigenschaften.
Gefahrenstoffe aufzuspüren bedeutet oft ein hohes Risiko für Rettungskräfte. Technische Helfer wie Flugroboter könnten den Job übernehmen.
Wichtige Basischemikalien sollen künftig nicht mehr aus Öl produziert werden, sondern aus bisher ungenutzten Pflanzenbestandteilen. Deutschland avanciert bei der Förderung der Bioökonomie – einer Wirtschaft mit dem Rohstoff Pflanze im Mittelpunkt – zum weltweiten Vorreiter.
Das Londoner Start-up Novacem will einen Zement auf den Markt bringen, der nicht Teil des Klimaproblems ist, sondern zum Klimaschutz beiträgt.
US-Forscher haben Superkondensatoren entwickelt, die sich direkt auf Chips und Solarzellen aufbringen lassen.
Ein US-Unternehmen hat einen Prozess entwickelt, der aus verschlissenen Rädern ein kostengünstiges Hightech-Material machen soll.
US-Forscher können mit einem neuen Verfahren Strukturen aus Keramik oder Metall drucken und zu komplexen Figuren falten. Was vorerst noch eine Spielerei ist, könnte ganz neue Anwendungen für Leichtbau, Filtertechnik oder medizinische Implantate eröffnen.
Goodyear und Genencor haben genetisch umprogrammierte Kolibakterien entwickelt, die aus Biomasse Isopren, den Ausgangsstoff für Reifengummi, herstellen können.
Ein echtes Abfallprodukt der Materialwissenschaft: Mit einem neuen organischen Katalysator wollen US-Forscher den Kunststoff aus den verbreiteten Getränkeflaschen bei nur 75 Grad in seine beiden Ausgangsstoffe zurückführen.
Rohstoffe, die in Feld, Wald und Wiese wachsen, können es mühelos mit Hightech-Fasern aufnehmen. Als Schimmelschutz und Wärmeschild sind sie sogar besser geeignet.
In Bremerhaven suchen Wissenschaftler nach den Molekülen, die einen Discountwein von hochpreisigen Produkten des Fachhandels unterscheiden. Eine Sisyphusarbeit: In jeder Flasche stecken 1000 Aromastoffe.
Forscher von General Motors haben einen starken Klebstoff auf Basis eines Formgedächtnis-Polymers entwickelt, der sich durch Erwärmen wieder lösen lässt.
Klebende Gele, Lampenöl, hitzefestes Salz: Wenn die Erfinder all das verwenden dürften, was sie wollten, könnte man heute schon bei jedem Wetter Schnee machen - und die Skisaison wäre nie zu Ende.
Elektronische Nasen spüren Sprengstoffe auf, finden versteckte Drogen oder gefährliche Gase. Doch an ihre biologischen Vorbilder reichen sie noch nicht heran.