Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, ist eine Schlüsselfigur der Energiepolitik. Im TR-Interview spricht er über die Fallstricke der Energiewende.
Ist die Energiewende dringend geboten angesichts des Klimawandels, oder ist sie eine „Geisterfahrt“ auf Kosten der Wirtschaft? Die beiden profilierten Energieexperten Fritz Vahrenholt und Eicke Weber diskutieren engagiert über das Für und Wider der Erneuerbaren.
Wenn Europa es ernst meint mit dem Ausbau regenerativer Energiequellen, muss der Stromtransport völlig neu organisiert werden. Dabei könnte ein neuartiges Gleichstromnetz viele Probleme schlagartig lösen und würde auch noch Geld sparen. Die Technik dafür steht zur Verfügung – fast.
Der Staat fördert die Entwicklung von Energietechnik, kümmert sich aber nicht darum, ob sie auch eingesetzt werden kann.
Wenn Du nicht mehr weiterweißt, gründe einen Arbeitskreis. Oder ein Ministerium.
Nach dem Atomausstieg steht Deutschlands Energieversorgung vor großen Veränderungen. Ein Drittel der Kraftwerkskapazität muss demnächst ersetzt werden. Vor allem Gaskraftwerke sollen die Lücke füllen und im Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien die Stromversorgung sichern.
Wie wird das neue Jahr? Versuch einer Prognose.
In Deutschland könnte die Dritte Industrielle Revolution beginnen. Sagt zumindest Jeremy Rifkin. Und der muss es ja wissen.
Die Folgen von Fukushima haben die internationale Energiepolitik verändert: Immer mehr Länder überdenken ihre Pläne zur Atomkraft und visieren eine Stärkung der Erneuerbaren Energien an.
Bei der Energiewende ausschließlich auf technische Durchbrüche zu setzen, ist riskant. Gelingen kann sie nur mit dem richtigen Mix aus Innovationsförderung, Subventionen und einer klaren Energiepolitik. In den USA ist der Streit darum in vollem Gange.
Der radikale Umbau der deutschen Energieversorgung gilt Gegnern der Energiewende als Anfang der Deindustrialisierung. Doch das ist viel zu kurz gedacht.
Zehn Jahre nach der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland wollen auch andere Länder Wind- und Solarenergie finanziell fördern. Sollen sie noch dem deutschen Modell der Einspeisevergütungen folgen? Evan Schwartz plädiert dagegen.
Die amerikanischen Vorwahlen rücken näher – und die meisten US-Präsidentschaftskandidaten setzen auf einen deutlichen Ausbau der Ethanol-Produktion. Dabei sind längst nicht alle Probleme der naturnahen Energieform aus dem Weg geräumt.
Die Steigerung der Energieeffizienz ist kein technisches, sondern ein rein politisches Problem. Die Problemlösungen stehen allerdings nicht auf der Agenda des Energiegipfels.
US-Präsident Bush will möglichst schnell auf den pflanzlichen Energieträger Ethanol setzen, um Öl-Importe zu verringern. Das könnte sich schnell als Fehlschlag herausstellen, glaubt ein Experte.