Das Beispiel China zeigt: Eine lückenlose Zensur des Internets ist gar nicht nötig. Es reicht, die menschliche Bequemlichkeit zu nutzen.
Ich bin gegen ein Vermummungsverbot im Internet. Ich bin für das Recht auf anonyme Kommunikation. Und nun raten Sie mal, ob ich auch kleine Kinder fresse.
Schwedische Forscher haben den Mechanismus aufgedeckt, mit dem China auch geheime Eingangsserver des Anonymisierungsdienstes Tor blockiert. Danach ließe sich die "Great Firewall of China" auf zwei Wegen für Tor öffnen.
Mit dem neuen Anti-Zensur-Werkzeug Telex wollen US-Forscher Internet-Sperren in China und anderswo zuverlässig umgehen. Als Versteck dient notfalls das ganze Netz, erklärt Eric Wustrow von der University of Michigan im TR-Interview.
Ihr Völker der Welt, schaut nach Ägypten: Wie man den revolutionsfördernden Wert technischer Kommunikationsmittel zugleich über- und unterschätzen kann.
Schon lustig, wie engagiert der britische Kommunikationsminister Ed Vaizey für ein sauberes Internet kämpft.
Der chinesischer Starblogger- und -Twitterer Michael Anti erzählt in Tokio, wie Twitter China erstmals in der Geschichte volle Redefreiheit verschafft.
Mit „Social Lens“ unternimmt IBM einen weiteren Versuch, relevante Informationen aus dem Intenet zu filtern.
Der Suchmaschinenkonzern Google hat sich aus China zurückgezogen. Doch obwohl die Regierung die Online-Überwachung verstärkt, nutzen immer mehr Bürger das Internet. Ist Wachstum trotz Repression dort ebenso möglich wie in der Wirtschaft?
Von Kunden hinterlassene Kommentare zu Produkten können E-Commerce-Anbietern beim Verkauf helfen. Noch lassen sich weniger ernst gemeinte Reviews jedoch nicht ausfiltern. Israelische Forscher wollen das ändern.
Ach, das waren noch Zeiten, als der Bundesinnenminister Schäuble hieß. Einer, der für den Bundestrojaner stritt und Gegner der Vorratsdatenspeicherung als Beilage zum Frühstück verputzte. Der Neue ist offenbar wesentlich weichgespülter und dialogorientierter. Und damit um Klassen langweiliger.
Die chinesische Regierung hat erstmals eine Gesamtstrategie für ihre Internetpolitik vorgelegt. Darin macht sie klar: Wachstum und Netzkontrolle sind kein Widerspruch – und die Meinungsfreiheit ist ohnehin längst verwirklicht.
Die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" soll den Bundestag für das Internet-Zeitalter tauglich machen. Heute ist ihre konstituierende Sitzung.
Googles spektakulärer Schritt, seine chinesische Suchmaschine abzuschalten und ins freiere Hongkong umzuleiten, ist ein weitgehend symbolischer. Das glaubt zumindest Internetzensur-Experte Ben Edelman, der sich im TR-Interview zu den Möglichkeiten des Regimes äußert.
Googles Methode, sich via Hongkong aus dem chinesischen Zensurregime zu lösen, sieht auf den ersten Blick clever aus. Wirklich konsequent ist die Lösung aber nicht.
Ist schon skurril. Wir haben Probleme ohne Ende, aber das Titelthema von einem der beiden großen deutschen Nachrichtenmagazine ist die angebliche Rechtlosigkeit im weltweiten Datennetz.
Der CDU-Abgeordneten Thomas Strobl fordert nach der Konderporno-Sperre nun auch Websperren für Killerspiele. Tolle Idee: Man sieht Bilder von Gewalt in der Zeitung, im TV, im Kino – aber wenn man nicht hinschaut, geht sie vielleicht wieder weg.
Bedauerlicherweise findet der Diskurs über die Zukunft des Internet zwar gerade statt, aber zum großen Teil eben nicht im Internet, sondern in den Kreisen und Medien der "Internet-Ausdrucker". Also haben die in der Regel einen Informationsvorsprung.
Die Grundlage für die Kinderporno-Sperre ist die Idee, dass schlechte, schlimme Gedanken offenbar ansteckend sind. Schon der erste Kontakt mit solchem Gedankengut infiziert bislang unschuldige, die damit zu gefährlichen radikalen, perversen werden.
Das neue Online-Angebot Herdict zeichnet auf, in welchen Regionen der Welt die Freiheit des Netzes besonders stark gefährdet ist.
...eine Mauer zu bauen. Und schon gar nicht in diesem Teil des Internet. Höchstens ein paar kleine Sperren [--] für die ganz und gar verderbten und bösen. Bestimmt.
Die erste breit angelegte globale Studie zum Thema Internet-Filter zeichnet ein erschreckendes Bild: Die Online-Unterdrückung ist weltweit auf dem Vormarsch.