Werden US-Pharmafirmen dabei erwischt, dass sie verbotenerweise unbelegte Zusatznutzen anpreisen, berufen sie sich immer öfter auf die Meinungsfreiheit. Wofür sich dann noch überhaupt mit der Zulassung aufhalten?
Harvard-Biologen arbeiten an einem neuartigen System, das in einigen Jahren Tierversuche überflüssig machen könnte.
Neuartige Medikamente gegen schwere Krankheiten zeigen, dass gentherapeutische Ansätze durchaus erfolgreich sein können, sagt Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut im TR-Interview.
Die Vorschriften für Arzneimittel im Abwasser werden verschärft. Aber nur zwei Verfahren sind so ausgereift, dass sie Abhilfe schaffen könnten.
Unser zentrales Nervensystem ist gut bewacht: Die sogenannte Blut-Hirn-Schranke blockt fast alle Medikamente ab, etwa gegen Alzheimer, Depressionen und Hirntumore. Neue Verfahren sollen die Sicherheitsschleuse endlich öffnen.
Bis programmierte Stammzellen (iPS) therapeutisch helfen können, wird es noch viele Jahre dauern. Ihr Einsatz indes als winzige Testlabore für die Erforschung von Krankheiten und die Entwicklung von Medikamenten verspricht mehr Erfolg.
Wissenschaftler haben erstmals ein holografisches Bild eines Proteins aufgenommen. Das ist ein bisschen wie Star Wars in der Biologie
Schafft es ein neues Medikament nicht auf den Markt, müssen auch die dafür verantwortlichen schlechten Testergebnisse nicht veröffentlicht werden. Das US-Gesundheitsministerium will nun endlich per Gesetz dafür sorgen, dass sich das ändert.
Von wegen Viagra: Viele US-Amerikaner besorgen sich inzwischen auch alltägliche Medikamente über Spam-Emails, weil die Mittel in herkömmlichen Apotheken unerschwinglich werden, zeigt eine neue Studie.
Weltweit arbeiten Medizinstatistiker daran, in den Unterlagen von klinischen Studien Scheinargumente von soliden Beweisen zu trennen. Ihre Ergebnisse haben dabei eine Schummelkultur großen Stils zutage gefördert.
Pharmaunternehmen verschweigen ungünstige Ergebnisse von medizinischen Studien häufiger als bekannt, um Wirkstoffe besser erscheinen zu lassen als sie sind. Begleitend zur einem Artikel, der in der Januar-Ausgabe von Technology Review erscheint, dokumentieren wir hier den Mailwechsel zwischen Pfizer und TR-Autorin Nike Heinen als Fallbeispiel dafür, wie klare Antworten auch auf Recherche-Nachfragen immer wieder umschifft werden.
Neue Kultivierungsverfahren machen aus gentechnisch veränderten Pflanzen schnelle und effiziente Wirkstoffproduzenten. Dieses "Pflanzen-Pharming" erlaubt erstmals auch die wirtschaftliche Herstellung von individuell maßgeschneiderten Medikamenten.
Forscher aus San Diego wollen Grünalgen zu Bioproduktionsanlagen für teure Medikamente umbauen, die deren Kosten auf ein Tausendstel senken sollen.
Das Start-up Amplyx Pharmaceuticals versucht, von natürlichen Antibiotika zu lernen und bekannte Medikamente chemisch so zu verändern, dass ihre Wirksamkeit im Körper zunimmt und die Dosierung reduziert werden kann..
Ein Arzt in Boston arbeitet an einem leuchtenden Katheter, der sich bedeutend einfacher einsetzen lässt als aktuelle Modelle.
Ein MIT-Spinoff testet so genannte "smarte Implantate", die Wirkstoffe direkt im Körper ausliefern können – automatisch und auf Anweisung von Sensoren.
Wirkstoffe aus natürlicher Quelle könnten künftig einfacher und umweltfreundlicher zu potenten Therapieformen werden, hofft eine Forscherin an der University of Illinois.
Pharma-Industrie und Politik wiegeln ab, ein Fall wie der von Contergan könne heute so nicht mehr passieren. Aber klinische Studien werden nach wie vor unter der Aufsicht der Pharmafirmen selbst in dafür zertifizierten Kliniken durchgeführt.
Mit Hilfe der Nanoröhren wollen Forscher künftig bessere Implantate entwickeln. Sie geben Auskunft über ihren Zustand und könnten bei Bedarf auch Medikamente direkt in den Körper abgeben.
Auf physikalischen Gesetzen basierende Modellierungssysteme könnten künftig die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen – direkt im Rechner.
Die Labors des Drucker- und Computerkonzerns HP arbeiten an einem Medikamentenpflaster mit Mikronadeln. Die Inspiration kommt aus der Bubble Jet-Abteilung.
Novartis wird vorgeworfen, Investitionen in Indien zu kürzen, weil das dortige Patentrecht nicht den Wünschen des Pharmakonzerns entspricht. Tido von Schön-Angerer, Chef der "Ärzte ohne Grenzen"-Medikamentenkampagne, fordert im TR-Interview ein Umdenken.
Zwecks Steigerung seines Denkvermögens hat sich unser Reporter mit Strom und Medikamenten behandeln lassen. Schlauer ist er dadurch nicht geworden.
Ein neuartiges Endoskop liefert Hirnchirurgen während ihrer Arbeit Livebilder in 3D. Medikamente lassen sich gleich mit übertragen.
Der sich ausweitende Dopingskandal im Radsport verschleiert, dass Epo alles andere als nur ein Dopingmittel ist. Es dient nicht nur der Blutbildung, sondern heilt auch geschädigte Nervenzellen und mäßigt ein aus dem Takt geratenes Seelenleben.
Forscher in Großbritannien haben eine Methode entwickelt, mit der sich die elektrische Aktivität einzelner Zellen genau messen lässt. Damit sollen sich neue Medikamente testen lassen.
In den USA gibt es Streit um neuartige Antibiotika-Wirkstoffe für Kühe, die Experten zufolge die Wirksamkeit der Bakterienkiller beim Menschen reduzieren könnten. Der Hersteller beschwichtigt: Sie würden nur vereinzelt verabreicht.
Antidepressiva für Tiere? In den USA sind sie bereits erhältlich. Pharmafirmen halten den Markt für äußerst lukrativ.
WHO-Expertin Lucica Ditiu warnt vor einem Come-back der Tuberkulose in Industrienationen.
Altbekannte Medikamente erweisen sich in neuen Kombinationen als wirksam gegen Krankheiten, für die sie eigentlich gar nicht gedacht waren. Ein US-Start-up untersucht dies nun strukturiert.