2011 wurden in China doppelt so viele Patente beantragt wie in Europa. Jetzt beklagen sich westliche Konzerne über eine Behinderung des Wettbewerbs.
Nahezu alle großen IT-Unternehmen sind in Gerichtsverfahren um Patentrechte verwickelt. Innovationsforscher Dietmar Harhoff von der Ludwig-Maximilians-Universität München fordert mehr Strenge bei der Patentvergabe.
Das britische Start-up Marblar will mittels Crowdsourcing Anwendungen für brachliegende Erfindungen und angestaubte Patente von Universitäten finden.
Apple hat 2007 eine Technologie für das iPhone zum Patent angemeldet, die bereits drei Jahre vorher in einem indischen Handheld-Computer implementiert war.
Für den einstigen Primus im Handymarkt sieht es düster aus. Ein letztes Ass hat Nokia noch im Ärmel: sein riesiges Patentportfolio, das Milliarden Dollar wert ist.
Das Patentmonopol von Myriad Genetics auf Brustkrebs-Gene wird von immer mehr Gerichten hinterfragt – völlig zu Recht.
Nathan Myhrvold verfasst nicht nur kiloschwere Kochbücher. Seine Leidenschaft gilt der Lösung kniffliger Probleme. Eines davon ist der wachsende Energiebedarf der Welt. Um den zu decken, brauchen wir verdammt gute Ideen, sagt Myhrvold. Und Atomkraft.
Das Europäische Patentamt hat konventionelle Pflanzenzüchtungsverfahren vom Patentschutz ausgenommen, auch wenn diese Verfahren mit gentechnischen Methoden kombiniert werden. Die veränderten Pflanzen könnten aber weiterhin patentierbar sein. Das wäre nicht nur ethisch problematisch sondern auch juristisch höchst fragwürdig.
Im Wachstumsmarkt mobiler Internet-Geräte sind Patentklagen zum beliebten Mittel im Schlagabtausch der Großkonzerne geworden. Patentexperte Florian Mueller spricht im TR-Interview über die aktuelle Lage.
Mit schöner Regelmäßigkeit erteilt das Europäische Patentamt (EPA) Schutzrechte für natürliche Gene und ganze Genome, als wären sie genauso eine neue Erfindung wie ein Dübel oder ein Katalysator.
Natürlich ist es wichtig, dass man bedeutende Entwicklungen schützen lassen kann. Bei Software- und Methodenpatenten stockt mir allerdings manchmal der Atem.
Auf der kürzlich zu Ende gegangenen Elektronikmesse CES wurden fast 100 iPad-Klone großer wie kleiner Hersteller gezeigt. Wirklich innovativ sind die wenigsten.
Es gäbe also ein einfaches, wirksames Mittel, um den notwendigen Technologieschub für eine echte Klimarevolution zu leisten: Die Offenlegung der wichtigsten Cleantech-Patente.
Geistiges Eigentum wird von Unternehmen meist gehütet wie ein Schatz. Patentexperte Jakob Marquard erklärt, warum es auch sinnvoll sein kann, es bekannt zu machen.
Etwa 60 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet das Optik-Unternehmen Carl Zeiss mit eigenen Entwicklungen, die nicht älter sind als fünf Jahre. Wie schafft der Konzern das?
Aus technischen Innovationen Kapital zu schlagen, ist nicht trivial. Geldwerte Ideen sind flüchtig, ihr Schutz ist teuer und nie lückenlos. Deshalb muss jeder Hightech-Gründer seine persönliche Patentstrategie entwickeln.
Am 21. Juli entscheidet das Europäische Patentamt darüber, ob Züchtungsverfahren für Pflanzen patentierbar sind. Es sollte die Gelegenheit nutzen, die Regeln dafür endlich klarer zu formulieren.
Der Fall "Umckaloabo" führt uns wieder einmal vor Augen, wie fragwürdig Biopatente sind. Gibt es für sie irgendeinen stichhaltigen Grund?
Unternehmen patentieren inzwischen nahezu alles, was schützbar ist. Trotzdem ergeben sich immer wieder interessante Lücken für Innovationen. Mit der IT-gestützten so genannten White Spot-Analyse sollen diese aufgedeckt werden.
Eine der folgenreichsten Erfindungen der Menschheit wird 100 Jahre alt: die Ammoniaksynthese. Mit ihr veränderten Fritz Haber und Carl Bosch den Charakter von Krieg, Industrie, Landwirtschaft und Umwelt.
Das internationale Patentwesen steckt in einer Akzeptanzkrise. Statt Plagiatoren abzuwehren und den Fortschritt zu fördern, zementiert es oft nur die Macht des Stärkeren. An Reformvorschlägen herrscht kein Mangel.
Sozialer Reichtum #2: Die Begeisterung für die neue Kultur des "Sharing" blendet die materielle Produktion aus. Wir brauchen auch ein Gegenstück zu Creative Commons im Patentsystem.
Die Amerikanische Bürgerrechtsunion hat Anfang Mai Klage gegen Myriad Genetics wegen dessen Gen-Patent für einen Brustkrebstest eingereicht. Für Buchautor David Ewing Duncan gehen die Argumente beider Seiten jedoch am eigentlichen Problem vorbei.
Artur Fischer hat weit mehr erfunden als nur den nach ihm benannten Dübel – und damit ein florierendes Unternehmen aufgebaut. Sein Erfolgsrezept: Mut und Freude an Verbesserungen. Und Misstrauen gegenüber der Marktforschung.
Novartis wird vorgeworfen, Investitionen in Indien zu kürzen, weil das dortige Patentrecht nicht den Wünschen des Pharmakonzerns entspricht. Tido von Schön-Angerer, Chef der "Ärzte ohne Grenzen"-Medikamentenkampagne, fordert im TR-Interview ein Umdenken.
Das Europäische Patentamt hat in einem bemerkenswert kritischen Report vier denkbare Szenarien zur Zukunft des Patentsystems entworfen.
Die "Synthetic Biology 3.0" bringt drei Erkenntnisse: Der Biomaschinenbau steht erst am Anfang, das Venter-Institut ist nicht so weit wie vermutet - und während die Amerikaner ans Business denken, suchen die Europäer die Anfänge des Lebens.
Der Biotech-Rebell Craig Venter hat einen neuen Coup gelandet: die US-Patentanmeldung auf die erste synthetisierte Lebensform. Kritiker befürchten, dass damit ein weit reichendes Monopol in der Synthetischen Biologie entstehen könnte.
Die Harvard University hat das Patentportfolio des Nanoforschers George Whitesides an ein von ihm gegründetes Start-up lizenziert. Es handelt sich um einen der größten Nano-Patentdeals aller Zeiten.
Zehn Jahre nach ihrer Entdeckung ist die RNA-Interferenz zum Hoffnungsträger der Pharmaindustrie geworden: Sie will mit Hilfe des gezielten Abschaltens von Genen neue Medikamente entwickeln.