Große, vernetzte Städte sind besonders anfällig für Anschläge und Unfälle. Intelligente Technik soll helfen, schlimmere Katastrophen zu verhindern.
Die Megastädte der Welt wachsen immer weiter – und mit ihnen die Gefahr eines Versorgungsinfarkts. Experten tüfteln daher an Konzepten, die Ballungszentren neu zu organisieren und deren Bürgern das Leben zu erleichtern.
Software für Lokalpatrioten: Das Projekt "Livehoods" analysiert anhand von Daten des Online-Dienstes Foursquare-, wie weit sich Stadteile tatsächlich erstrecken – und was das wesentliche eines Quartiers ausmacht. Die Ergebnisse weichen von den gängigen Ansichten der Bewohner mitunter deutlich ab.
Die Forschungsbehörde von Saudi-Arabien baut eine Meerwasserentsalzungsanlage, die dank neuer, von IBM entwickelter Materialien hochkonzentrierte Photovoltaik und ein effizienteres Filterverfahren nutzen kann.
Architekten läuten die ökologische Wende ein: Das Haus der Zukunft soll nicht nur komfortabel, sondern vor allem umweltgerecht und energiesparend sein. Auch immer mehr alte Gebäude werden nach dieser Maxime saniert.
"Unternehmen Zukunft": Wenn der Bahn-Slogan irgendwo berechtigt ist, dann in China. Im Dezember wurde dort die schnellste Bahnlinie der Welt eröffnet – und bis Ende des Jahrzehnts soll das Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge auf 16.000 Kilometer ausgebaut werden.
Eine US-Studie kommt zu einem Ergebnis, das bisherigen stadtplanerischen Ansätzen zum Klimaschutz widerspricht: Dichter bebaute Städte können bis 2050 nur wenig zum Klimaschutz beitragen.
In Hamburg entsteht zur Zeit der Prototyp eines schwimmenden Bürohauses. Ausgestattet mit Solarzellen, einer solarthermischen Anlage und einem Wärmetauscher im Ponton soll das Gebäude weitgehend ohne fossile Energiequellen auskommen.
Im dänischen Kalundborg haben Unternehmen ein Verwertungsnetz aus Lieferanten und Abnehmern von Müll gebildet - ein Vorbild für Industrieregionen weltweit.
US-Forscher haben eine Technologie entwickelt, mit der sich nicht nur der heimische Verbrauch von Strom, Gas und Wasser kontrollieren lässt. Die Messdaten könnten sogar Auskunft über den Lebensrythmus der Bewohner geben.
Eine am MIT entwickelte Software soll Leben retten und gleichzeitig Geld sparen, in dem sie die Planung von Hurrikan-Schutzmaßnahmen deutlich vereinfacht.
Am MIT arbeiten Forscher an einem ganz speziellen Elektrofahrzeug, dass Staus vermeiden und die Umweltbelastung reduzieren soll.
Der Elektronikhersteller Matsushita will die Wärmedämmung von Häusern auf ein neues Niveau heben – mit Vakuumdämmpaneelen aus seinen Kühlschränken.
Eine abstruse Idee wird weder durch Wiederholung noch durch Vergrößerung sinnvoller. Auch nicht in der Architektur, meint Peter Glaser.
Sturmforscher haben einen fahrbaren Generator entwickelt, mit dem sich die Auswirkungen von Hurrikanen testen lassen – an echten Häusern.
Der Netzwerkausrüster Cisco will mit einer "Green IT"-Strategie einen großen Schwachpunkt der IT-Infrastruktur angehen: Netzwerke und Datenzentren. Zugleich sollen sie endlich dazu beitragen, die CO2-Emissionen von Verkehr und Städten zu reduzieren.
Die kalifornische Metropole gibt sich einmal mehr als Vorreiter in Sachen Umweltschutz: Dort will man künftig Plastiktüten, die nicht biologisch abbaubar sind, verbieten. Doch das bringt auch Probleme mit sich.
Bürgermeister Michael Bloomberg will eine City-Maut für Manhattan einführen. Sie soll den Verkehr wieder erträglicher machen. Ein Vorbild für Deutschland?
Das UN-Umweltprogramm UNEP macht mit Hilfe von Google Earth und älteren Satellitenbildern die weltweiten Umweltveränderungen für Millionen von Webnutzern sichtbar - und dokumentiert damit die nach wie vor nicht nachhaltige Entwicklung auf der Erde.
Für mehr Stimmung und bessere Kauflaune: Faseroptische Kabel sollen Sonnenlicht auch in das dunkelste Büro und den schummrigsten Laden bringen. Hybrid Lighting heißt die Idee, entstanden im Oak Ridge National Laboratory in Tennessee.
In der japanischen Metropole Kobe werden komplette 16 Meter hohe Betongebäude mit einem Erdbebensimulator auf ihre Sicherheit geprüft.
Experten sind sich einig: Gesundheitsproblem Nummer eins in der Dritten Welt ist verunreinigtes Trinkwasser. Segway-Erfinder Dean Kamen will jetzt mit Generatoren und Wasserfiltern für Abhilfe sorgen.
Blogs und andere Websites helfen, Unterstützung für die Hurrikan-Opfer an der Golfküste zu mobilisieren.
Hunderte Städte und Gemeinden in den USA bereiten drahtlose Internet-Versorgung für ihre Bewohner über WLAN vor. Sie müssen sich beeilen, denn bald könnten ihre Bemühungen illegal werden.
Wissenschaftler und Ingenieure auf der ganzen Welt arbeiten an Technologien, um der drohenden Wasserkrise entgegen zu wirken: Sie entwickeln wartungsarme Kläranlagen, hocheffiziente Bewässerungssysteme und mobile Entsalzungstürme.
Mit dem 21. Jahrhundert habe das Jahrhundert der Städte begonnen, sagt UN-Generalsekretär Kofi Annan. Schon heute lebt knapp die Hälfte der Erdbevölkerung in Städten, bis 2030 soll der Anteil nach Schätzungen der Vereinten Nationen auf 60 Prozent steigen.
Die Gefahr bei allen Ansätzen, die es dem Auto leichter machen: Sobald der Verkehr wieder besser zu fließen beginnt, zieht er magnetisch mehr Verkehr an, und kurz darauf steht erst recht wieder alles.