Die Welt "socialt" – und auch Unternehmer möchten da nicht zurückstehen. Mit einer schnöden Facbook-Seite wollen manche sich aber gar nicht erst abgeben. Der "Social Entrepreneur" will nichts weniger als die Welt verbessern. Jedenfalls, wenn die Kasse stimmt.
Die meisten Menschen möchten verständlicherweise vermeiden, von einer Maschinengewehrsalve getroffen zu werden. Trotzdem haben manche Sicherheitsanbieter einen Schuss.
Das Mobilzeitalter strebt einem neuen Höhepunkt zu: Nun gibt es ein Lagerfeuer zum Mitnehmen.
Gefahrenabwehr im Geiste der Rube-Goldberg-Maschine: Mit bizarrem Aufwand gegen Überwachung und Privatsphärendefizite.
Digitaler Pickelalarm, oder: Wie man eine wahr gewordene Orwell-Fantasie in ein wonniges Selftracking-Erlebnis verwandelt.
"Langweile ist das Gefühl des falschen Lebens", hielt der Schriftsteller Peter Handke einmal in seinem Tagebuch fest. Zur Vermeidung dieses sehr modernen Lebensgefühls gibt es verschiedene, teils bemerkenswerte technische Ansätze.
Warum haben sich Ziegelsteine bisher nicht als Nahrungsmittel durchgesetzt? Weil ihr Vitamingehalt zu gering ist. Und warum haben sich funktionslose Scheckkarten nicht längst als ideales Mittel zum Abnehmen etabliert? Weil sie nicht das Gewicht reduzieren, sondern den Verstand.
Niemand scheint zu kontrollieren, wie Online-Reklame sich zu immer neuen Extremformen des Unpassenden auswächst.
Einer flog über das Pillennest: Tiere werden mit moderner Molekularchemie gefügig gemacht.
Wie sich ein kurioses Anhängsel für Handys und iPods zum Überraschungshit entwickelte. Und von etwas, das man "goldener Rest" nennen könnte, noch getoppt wurde.
Möchte man wirklich in einem "intelligenten Haus" leben, das die ganze Zeit hinter einem hersondiert und die Bewohner mit devoten Automatismen belästigt, um möglicherweise Energie zu sparen?
Das 21. Jahrhundert saugt: Wie aus der Paris Hilton unter den Staubsaugern ein grundanständiger Vacubot wurde.
Wer Mundhygiene vom innovativen Standpunkt her betrachtet, muss heute in jedem Fall ein wenig Hochtechnologie andocken – woran auch immer.
Die Genheit liegt im Auge des Betrachters: Die Frage, was Kitsch ist und was Kunst, macht auch vor der DNS-Analyse nicht halt.
Wenn Maschinerie komplexer wird, nennt man das technischen Fortschritt. Wird sie kompliziert, kann das entweder lustig sein, oder – abgehandelt am Beispiel eines "butt recognizing car seats" – komplett schwachsinnig.
Der Idee der "Wearables" ist es auch schon mal besser gegangen: Es gibt jetzt eine Jacke, mit der man Lärm machen kann.
Putzfimmel goes global: Ordnung zu halten ist nicht einfach nur eine Frage korrekter Haushaltsführung oder perfekter Datenbank-Indizierung. Es gibt Geräte, die ein wenig wunderlich, aber wesentlich weitreichender ordnen.
Elegante technologische Mischformen scheinen besser geeignet, uns in die Gerätezukunft zu führen, als monolithische Universal-Dinger. Manchmal geht das Mischen aber ordentlich daneben.
Ohm versus Omm: Wer die Klangraumtiefe der Welt wahrhaft erkunden will, muss sich dem sogenannten Kabelklang stellen. Messbare Effekte sind etwas für Langweiler.
Die Prinzipien der Homöopathie lassen sich auch in technologische Bereiche übertragen: Nichts hilft besser gegen Angst.
So richtig romantisch waren die technischen Umsetzungen der menschlichen Intimität noch nie. Jetzt gibt es einen kleinen Kasten, der Küsse aufzeichnen und kommunizieren kann.
Ein wenig Sauberei kann nie schaden. Das Kohler Numi K-3900 ist ein Abtritt für Weltherrscher.
Wir leben in einem Zeitalter der Zeigewut. Mit technischer Hilfe kann man sich immer eingehendere Einblicke ins Private verschaffen. Ein umschnallbarer Scanner versucht das nun auch für das Körperinnere zu ermöglichen.
Paradox: Ein Gerät, das uns hinausschicken will in die unendlichen Weiten des Weltraums - und uns zugleich ganz kleinbürgerlich beschränkt.
Für Zeitgenossen, die ganz vorne mit dabei sein wollen, wenn auch das Körperinnere dem großen Netzdatenstrom zugeführt wird, gibt es jetzt die Akiduki Pulse Box.
Manche Produkte vergrößern die Probleme, die sie eigentlich beseitigen wollen - etwa die Datenfülle eines ganzen Lebens zu kompilieren.
Eine gegen elektromagnetische Strahlung wirksame Brillenbeschichtung soll augenscheinliche Vorteile bieten. Oder eben auch nicht.
Ein Gerät bleibt in einer fatalen Zwischendimension stecken - für ein witziges Gimmick ist es zu wunderlich, für ein Kunstwerk zu erklärungswillig.
Es kommt der Herbst und wir müssen über Schirme sprechen - und fehlgeleitete Innovationskraft.
Die Apokalypse der Nerds droht an unerwarteter Stelle: Scheinbar witzige Gadgets treiben technologieaffine Zeitgenossen in milden Rausch und Dekadenz.