Cyberspionage gibt es schon lange. Neu ist hingegen die Bedrohungsrhetorik, die inzwischen schrille und nationalistische Töne annimmt. Wir sollten nicht darauf reinfallen, meint Bruce Schneier.
Das Beispiel China zeigt: Eine lückenlose Zensur des Internets ist gar nicht nötig. Es reicht, die menschliche Bequemlichkeit zu nutzen.
Ich bin gegen ein Vermummungsverbot im Internet. Ich bin für das Recht auf anonyme Kommunikation. Und nun raten Sie mal, ob ich auch kleine Kinder fresse.
Schwedische Forscher haben den Mechanismus aufgedeckt, mit dem China auch geheime Eingangsserver des Anonymisierungsdienstes Tor blockiert. Danach ließe sich die "Great Firewall of China" auf zwei Wegen für Tor öffnen.
China erlebt gut 60 Jahre nach Maos Staatsgründung den Aufbruch in die Zivilgesellschaft. Soziale Netzwerke haben Kräfte entfesselt, die von der kontrollwütigen Partei kaum noch beherrscht werden können.
Der Tod des PC ist ein schlimmerer Verlust, als wir in unserer neuen mobilen Netzwelt ahnen, behauptet der Netztheoretiker Jonathan Zittrain. Gegen die faktische Zensur durch das App-Konzept erscheint die Geschäftspolitik von Microsoft in den neunziger Jahren heute geradezu harmlos. Ein Essay.
Mit dem neuen Anti-Zensur-Werkzeug Telex wollen US-Forscher Internet-Sperren in China und anderswo zuverlässig umgehen. Als Versteck dient notfalls das ganze Netz, erklärt Eric Wustrow von der University of Michigan im TR-Interview.
Ein neues System namens „Telex“ versucht, Zensoren mit ihren eigenen Waffen zu schlagen: Es durchforstet scheinbar unverfängliche Webseiten-Aufrufe nach versteckten Webadressen, um User in Staaten mit Internet-Zensur auf blockierte Seiten umzuleiten.
Apple verfolgt in seinem Online-Laden die Politik einer Zensur wie in den 50er Jahren. Da hilft auch kein Jugendschutz-Rating.
Kulturpessimisten treibt der Unflat in Online-Foren derart zur Verzweiflung, dass sie sich nach irgendeiner Form von Zensur zurücksehnen. Das Problem kann man auch cleverer angehen.
Ihr Völker der Welt, schaut nach Ägypten: Wie man den revolutionsfördernden Wert technischer Kommunikationsmittel zugleich über- und unterschätzen kann.
Eine kostengünstige Netzzugangsbox mit eingebauter Anonymisierungssoftware soll die Privatsphäre von Internet-Nutzern schützen - und Dissidenten helfen.
Schon lustig, wie engagiert der britische Kommunikationsminister Ed Vaizey für ein sauberes Internet kämpft.
Der chinesischer Starblogger- und -Twitterer Michael Anti erzählt in Tokio, wie Twitter China erstmals in der Geschichte volle Redefreiheit verschafft.
Die hermetisch abgeriegelte Diktatur stöpselt sich vorsichtig ins Web ein - für den Kontakt nach außen. Die ersten Auftritte wirken allerdings noch verbesserungsbedürftig, zeigt ein erster Praxistest.
Mit „Social Lens“ unternimmt IBM einen weiteren Versuch, relevante Informationen aus dem Intenet zu filtern.
Der Suchmaschinenkonzern Google hat sich aus China zurückgezogen. Doch obwohl die Regierung die Online-Überwachung verstärkt, nutzen immer mehr Bürger das Internet. Ist Wachstum trotz Repression dort ebenso möglich wie in der Wirtschaft?
Von Kunden hinterlassene Kommentare zu Produkten können E-Commerce-Anbietern beim Verkauf helfen. Noch lassen sich weniger ernst gemeinte Reviews jedoch nicht ausfiltern. Israelische Forscher wollen das ändern.
Ach, das waren noch Zeiten, als der Bundesinnenminister Schäuble hieß. Einer, der für den Bundestrojaner stritt und Gegner der Vorratsdatenspeicherung als Beilage zum Frühstück verputzte. Der Neue ist offenbar wesentlich weichgespülter und dialogorientierter. Und damit um Klassen langweiliger.
Die chinesische Regierung hat erstmals eine Gesamtstrategie für ihre Internetpolitik vorgelegt. Darin macht sie klar: Wachstum und Netzkontrolle sind kein Widerspruch – und die Meinungsfreiheit ist ohnehin längst verwirklicht.
Nutzt eine Firma wie Apple ihre Marktmacht, um uns moralisch zu bevormunden? Der wiederkehrende Zyklus von unsittlicher Innovationsfreude und moralischen Waschgängen hat eine lange Geschichte.
Die Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" soll den Bundestag für das Internet-Zeitalter tauglich machen. Heute ist ihre konstituierende Sitzung.
Ist Google das Außenministerium des Internet und bald der Gatekeeper der Gene?
Googles spektakulärer Schritt, seine chinesische Suchmaschine abzuschalten und ins freiere Hongkong umzuleiten, ist ein weitgehend symbolischer. Das glaubt zumindest Internetzensur-Experte Ben Edelman, der sich im TR-Interview zu den Möglichkeiten des Regimes äußert.
Googles Methode, sich via Hongkong aus dem chinesischen Zensurregime zu lösen, sieht auf den ersten Blick clever aus. Wirklich konsequent ist die Lösung aber nicht.
Der amerikanische Senat will Gesetze einführen, die Internet-Unternehmen notfalls dazu zwingen, einem Zensurregimen im Ausland zu widerstehen.
Der Wahlkampf ist eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen prominente Politiker den direkten Dialog mit normal sterblichen suchen. Am Samstag, beispielsweise wollte die Bundesfamilienministerin sich in Hannover den Fragen der Volkes stellen.
Ist schon skurril. Wir haben Probleme ohne Ende, aber das Titelthema von einem der beiden großen deutschen Nachrichtenmagazine ist die angebliche Rechtlosigkeit im weltweiten Datennetz.
Anonymisierungswerkzeuge wie Tor helfen Dissidenten auf der ganzen Welt, repressiven Regimen per Internet ein Schnippchen zu schlagen. Um so wichtiger sei es, die Technik weiter zu verbessern, sagen Bürgerrechtler.
Der CDU-Abgeordneten Thomas Strobl fordert nach der Konderporno-Sperre nun auch Websperren für Killerspiele. Tolle Idee: Man sieht Bilder von Gewalt in der Zeitung, im TV, im Kino – aber wenn man nicht hinschaut, geht sie vielleicht wieder weg.