Immer mehr Biologen experimentieren mit Gentechnik in Heimlaboren. Manche geben für die neue Open-Source-Biologie sogar ihre akademische Karriere auf – so wie der Ire Cathal Garvey.
Ein US-Forscherteam hat ein Verfahren entwickelt, um DNA-Abschnitte in Bakteriengenomen an vielen Stellen auf einmal auszutauschen – ein wichtiger Schritt hin zu Mikroorganismen, die neue Chemikalien und Medikamente produzieren.
US-Forscher wollen die genetische Veränderung von Einzellern so einfach machen wie das Schreiben eines Computerprogramms. Im Labor konnten sie Bakterienkulturen bereits in komplexe biochemische Schaltkreise verwandeln.
Biologen der Universität Boston haben einen universellen Genschalter entwickelt, mit dem sie den Zelltod von Bakterien programmieren oder die Bildung beliebiger Proteine genau regeln können.
Das BMBF hat einen Strategieprozess zur Biotechnik gestartet, der erstaunlich langfristig und ergebnisoffen angelegt ist. Es darf gesponnen werden.
Die Wissenschaftler am J. Craig Venter Institute haben ein ausgeklügeltes Verfahren entwickelt, um synthetisierte Genome schnell in Zellkulturen zu testen. Es könnte sich schon bald in anderen Laboren etablieren.
Craig Venters letzter Meilenstein auf dem Weg zu synthetischen Lebewesen stellt nicht nur die Biologie an den Beginn einer neuen Epoche, sondern hält auch uns Menschen Erkenntnisse vor, die unser gewohntes Selbstverständnis und eingeübte Argumentationen in Frage stellen. Eine Replik auf Giovanni Maio von Peter Monnerjahn.
Ein Meilenstein in der Biotechnik: Forscher des J. Craig Venter Institute haben erstmals ein vollständig synthetisiertes Bakteriengenom in einer fremden Empfängerzelle zum Leben erweckt.
Joule Biotechnologies will als erstes Start-up mit Hilfe von Mikroben CO2 in Diesel oder Ethanol verwandeln. Im Labor ist das bereits gelungen.
Mit Hilfe eines chemischen Schaltkreises aus zwei Genen können Forscher Bakterien dazu bringen, synchron Leuchtpulse mit genau eingestellter Frequenz und Stärke zu erzeugen. Das könnte zu besseren Biosensoren oder Medikamentimplanaten führen.
Grundlagenforschung und Biotechnik müssen kein Gegensatz sein, finden die MIT-Forscher Edward Boyden und Brian Chow. Am Beispiel der Optogenetik zeigen sie, wie eine kluge Kombination von beiden einen neuen Zweig der Technik hervorbringen kann – und dabei von der natürlichen Biodiversität profitiert.
Als die 2000er Jahre begannen, war der Technik-Optimismus groß. Jetzt sind sie Geschichte: Was haben sie gebracht? Eine erste Bestandsaufnahme.
US-Forscher wollen das Bakterium Rhodococcus opacus, einen Verwandten des Tuberkulose-Erregers, zu einer leistungsfähigen Biofabrik für die Herstellung von Kraftstoffen umbauen, die mehr kann als andere Mikroogranismen.
Joule Biotechnologies hat im Labor einen Mikroorganismus gentechnisch so verändert, dass er aus CO2 und Wasser Ethanol erzeugen kann. Im industriellen Maßstab könnte das "SolarFuel" die gesamten USA mit Treibstoff versorgen, verkündet das Start-up.
Gentechnisch veränderte Mäuse, bei denen Fettverbrennungsmechanismen von Mikroorganismen übernommen wurden, bleiben auch bei schlechter Ernährung rank und schlank.
Das J. Craig Venter Institute, das selbst an Bakterien mit synthetischen Genomen arbeitet, macht in einem neuen Report Vorschläge, wie die Sicherheitsrisiken der Synthetischen Biologie reduziert werden könnten. Gentech-Kritiker sehen allerdings rot.
Leben ist Code, lautet das enthusiastische Credo der Synthetischen Biologie. Und wenn es zu biologischer Malware umprogrammiert wird?
Im Meer entdeckte Mikroorganismen besitzen ein Gen, mit dessen Hilfe sie aus Licht Energie produzieren können. Es lässt sich auch bei gewöhnlichen Bakterien einsetzen.