Alles getestet - Die ultimativen c't-magazin-Geschenktipps zu Weihnachten
Unsere Geschenktipps für den Weihnachtsmann
Wie wäre es mit einem netten MP3-Player mit gefälligem Äußeren und moderatem Preis? Unser Tipp: Ein Gerät aus der Sansa-e200-Serie von Sundisk. Den knuffigen Player gibt es als Modell Sansa e250 mit 2 GByte fest eingebautem Speicher, das Spitzenmodell Sansa e280 bringt gleich 8 GByte Flash-Speicher mit. Alle Sansa-e-200-Modelle lassen sich mit einer microSD-Speicherkarte erweitern.
Magelan RoadMate
Klein, quadratisch, gut? Auf der nach unten offenen Preisskala für Navi-Geräte markiert das Magellan RoadMate einen neuen Tiefstand. Mit einem Kampfpreis von unter 100 Euro versucht der bislang eher bei Wanderern oder Seglern bekannte GPS-Geräte-Anbieter Magellan in den Bereich der Fahrzeug-Navigation einzusteigen.
Das nur 90 mm breite, 85 mm hohe und 15 mm dicke Gerät kommt mit einer eigenen Saugfußhalterung, Ladekabel für 12 V und einer vorinstallierten Speicherkarte mit 512 MByte Kapazität zum Kunden.
Die Datenbank für die inkrementelle Zieleingabe reagiert schnell und ist ausgesprochen intuitiv zu bedienen. Leider dauert die anschließende Suche nach der zu fahrenden Strecke deutlich länger als bei der Konkurrenz. Die Darstellung der Karte ist gewöhnungsbedürftig mager mit nur wenigen Details, außer den Straßen selbst, und erinnert ein wenig an die frühen Jahre der GPS-Navigation. Auch fehlte uns die Ansage von Folgemanövern; ob man noch auf der richtigen Strecke fährt, zeigt nur ein schneller Blick auf das entspiegelte Display.
Davon abgesehen ist die Sprachführung ganz ordentlich; die Ansagen kommen rechtzeitig, und die Spuren werden korrekt zugeordnet – leider ist aber die Lautstärke viel zu niedrig. Ebenso bemerkten wir eine Macke, die von Magellan noch behoben werden sollte: Wenn auf der Strecke die GPS-Daten abreißen, navigiert die Software trotzdem weiter, wähnt sich dann aber manchmal in der Parallelstraße – was natürlich zu völlig absurden Ansagen führt. Doch trotz der erwähnten Mängel: Für Einsteiger und Wenig-Fahrer eine bedenkenswerte Alternative zu wesentlich teureren Navigationsgeräten.
Quelle: c't magazin Ausgabe 26/07, "Klein, quadratisch, gut?" von Peter Röbke-Doerr, Seite 64.
iPhone-Konkurrent Samsung SGH-F700 "Qbowl"
Das Touchscreen-Handy SGH-F700 von Samsung verkauft Vodafone unter dem Namen Qbowl und positioniert es zusammen mit Sondertarifen für Sprache und Daten gegen das iPhone-Angebot von T-Mobile.
Nach LG-Electronics und Apple hat nun auch Samsung mit dem SGH-F700 Qbowl ein Handy auf den Markt gebracht, das man hauptsächlich per Finger über einen Touchscreen bedient. Anders als die Geräte der Mitbewerber funkt es auch im UMTS-Netz und empfängt über HSDPA Daten aus dem Internet in DSL-Geschwindigkeit. Vodafone bietet das Qbowl für 399 Euro zusammen mit auf das Internet-Handy zugeschnittenen Verträgen an. Anders als das iPhone bekommt man es zum selben Preis auch ohne Vertrag. Die Qbowl-Tarife können andererseits nur Besitzer des Touchscreen-Telefons – auf Wunsch auch nachträglich – buchen. Einen SIM- oder Netlock hat das F700 nicht, es funktioniert daher auch mit SIM-Karten anderer Provider.
Für Qbowl-Kunden stellt Vodafone zwei exklusive Tarife bereit: SuperFlat live! enthält für knapp 40 Euro im Monat eine Telefon-Flatrate für das Festnetz und netzinterne Gespräche, Telefonate in andere Inlandsnetze kosten 29 Cent in der Minute; pro SMS fallen 19 Cent an. Der Tarif Super-Flat All-in für rund 100 Euro monatlich bietet eine Flatrate für alle nationalen Sprechverbindungen und Kurzmitteilungsversand. Zu beiden Tarifen gehören zudem eine Surf-Flatrate für HTML-Seiten über den APN wap.vodafone.de und eine E-Mail-Flatrate.
Will man das F700 Qbowl als schnelles Funkmodem mit guten Durchsätzen am Notebook nutzen – anders als das iPhone reicht es Internetverbindungen via Bluetooth oder USB auch an andere Rechner weiter – und stellt dazu den APN web.vodafone.de ein, der vollen Internetzugang gestattet, landen happige 19 Cent pro 10-KByte-Block auf der Rechnung. Wer regelmäßig mit dem Notebook surft, sollte daher unbedingt einen zusätzlichen Datentarif abschließen. Für Gelegenheitsnutzer bieten sich die WebSessions über den APN event.vodafone.de an.
Mobiler Vielkönner
Das im Vergleich zum iPhone schlankere F700 nimmt man gern in die Hand. Es ist mit 17 mm etwas dicker, was an der ausschiebbaren Qwertz-Tastatur liegt, deren breite Tasten sich gut zum schnellen Tippen mit zwei Daumen eignen. Die Bedienung über den kapazitiven Touchscreen – Eingaben per Stift nimmt er nicht an – bereitet meist keine Probleme: Eine leichte Berührung reicht, ein kurzer Vibrationsimpuls bestätigt die Eingabe. Drückt man fester auf, erkennt das Display die Bedienungsversuche jedoch nicht zuverlässig; der Touchscreen des iPhones ist nicht so zimperlich. Auch reagiert dessen Oberfläche deutlich zügiger.
Eine einzelne Taste unter dem gut lesbaren Display aktiviert das Qbowl und ruft ein Kurzwahlmenü auf, ein praktischer Schiebeschalter sperrt das Gerät gegen unbeabsichtigte Eingaben. Der Slot für die microSD-Speicherkarten liegt unter der leicht entfernbaren Rückwand, auszuschalten braucht man das Qbowl zum Kartenwechseln nicht. Als eines der ersten Handys erkennt es SDHC-Medien bis zu 32 GByte.
Rufnummern tippt man über eine virtuelle Wähltastatur ein, die Sprachqualität ist laut und deutlich. Das gilt auch bei aktivierter Freisprechfunktion – wichtig für Videotelefonate. Das F700 bietet alle gängigen Organizerfunktionen inklusive umfangreichem Telefonbuch, Aufgabenliste, Sprachnotizen und Einheitenumrechner, nur eine Sprachwahl fehlt. Via SyncML lassen sich Adressen und Termine übers Internet abgleichen. Anders als das iPhone versendet das Qbowl auch MMS-Nachrichten, der E-Mail-Client kann mit dem des Apple-Handys dagegen nicht mithalten. Auch das Surfen macht mangels Multitouch-Funktion zum Zoomen mit dem Samsung-Gerät nicht so viel Spaß. Der Browser von NetFront stellt zwar HTML-Seiten – auch mit JavaScript – dar und passt diese auf Wunsch an das Display an, der Safari-Browser des iPhones arbeitet aber deutlich flotter.
Der Musikplayer gefällt mit einfacher Bedienung, spielt alle üblichen Formate ab und kennt auch Windows-DRM. 100 populäre Stücke liefert Vodafone auf der beiliegenden 4-GByte-microSD-Karte bereits mit. Der Klang über das bassstarke Stereo-Headset kann sich hören lassen. Zudem passen an eine 3,5-mm-Klinkenbuchse am Headset und eine zweite direkt am Gerät eigene Kopfhörer, falls man Musik zu zweit genießen möchte. Via Bluetooth leitet das Qbowl die Musik an Funkkopfhörer weiter. Ein Klangregler fehlt.
Das Autofokus-Objektiv der 3,2-Megapixel-Kamera braucht mit knapp zwei Sekunden sehr lange zum Fokussieren, dazu kommt noch über eine Sekunde zum Auslösen – für bewegte Motive viel zu lang. Die Fotos sind scharf und zeigen stimmige Farben, aber auch deutliches Bildrauschen und Schärfungsartefakte an Kanten. Scharfe, nahezu ruckelfreie Videos nimmt das Handy mit QVGA-Auflösung (320 × 240 Pixel) auf, die auch auf dem PC-Bildschirm noch akzeptable Bildqualität liefern.
Unterm Strich gefällt das SGHF700 Qbowl mit zeitgemäßer Ausstattung und eignet sich dank Volltastatur gut zum Mailen. In puncto Bedienung kann es jedoch nicht mit dem iPhone konkurrieren, das sich deutlich flüssiger und intuitiver handhaben lässt und auch bei der Akkulaufzeit die Nase vorn hat.
Quelle: c't magazin Ausgabe 26/07, "Fingerfertig, iPhone-Konkurrent Samsung SGH-F700 Qbowl" von Rudolf Opitz, Seite 72.
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