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Alles klar beim Urlaubsfoto - Kaufberatung Kompaktkameras und Zubehör

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3 Klassen Gesellschaft

Sommer, Sonne, Urlaub – jetzt zieht´s uns wieder in die Ferne! Doch wie bleiben die einzigartigen Urlaubserinnerungen als schöne Fotos auch in Zukunft erhalten? Da braucht es erst einmal eine ordentliche Kamera.Das Feld der kompakten Digitalkameras lässt sich zur besseren Einordnung in drei Kategorien einteilen.

Ultrakompakte starten bei zirka 80 Euro. Mit einer Gehäusestärke ab 15 mm machen die Knipsen ihrem Namen alle Ehre. Allerdings hat die geringe Größe auch Nachteile, denn wenn so viel Kameratechnik auf kleinstem Raum verbaut werden muss, hat das natürlich Konsequenzen. In der Regel ist der Zoombereich gering und die lichtschwachen Objektive sind nicht sehr weitwinklig. Den Kölner Dom kriegen Sie da nicht so ohne weiteres in voller Höhe fotografiert. Außerdem sind die Apparate zwar meistens sehr trendig in der Aufmachung, dafür ist die Verarbeitung häufig nicht so stabil.

Die Standard Kompakten liegen in den Verkaufsregalen ab 120 Euro. Die Objektive sind meistens lichtstärker und weitwinkliger. Wer möchte kann bei den Kompakten auch manuelle Einstellungen vornehmen. Ebenso ist die Ausstattung oft gar nicht so schlecht. Manche Geräte haben zum Beispiel einen Blitzschuh, um einen externen Blitz anzuschließen. Andere Modell speichern beim fotografieren GPS-Koordinaten, so können die Bilder hinterher dem genauen Entstehungsort zu gewiesen werden.

Die meisten Möglichkeiten bei den Kompaktkameras bieten die so genannten Superzooms. Allerdings liegen die Anschaffungskosten mit 160 Euro bis 450 Euro eher im oberen Bereich. Dafür bekommt man auch etwas für sein Geld, denn die Objektive kommen im Zoombereich und Lichtstärke an Spiegelreflexkameras (SLR) heran. Allerdings lassen sich die Objektive bei den Superzooms nicht austauschen. Wer sich auskennt hat bei den Superzoom-Kameras viele Möglichkeiten, manuelle Einstellungen

Noch ein Tipp: die Produktionszyklen der Kameras sind recht kurz. Alle halbe Jahre kommen neue Modelle auf den Markt. Wenn Sie im Elektronik-Prospekt „Testsieger“-Empfehlungen sehen, achten Sie auf das Kleingedruckten! Wenn der Test älteren Datums ist, dann lassen Sie lieber die Finger davon! Weiterhin gilt die Devise eine renommierte Marke zu wählen.

Richtig ausgestattet

Bei einer Kamera ist das Zusammenspiel von Objektiv, Fotosensor und Auflösung wichtig. Denn nicht nur die Angabe der Megapixel (MP) ist entscheidend, auch die Größe des Foto-Sensors auf dem die Pixel Platz finden ist entscheidend.

Wenn Sie eine kleine Ultrakompakt-Kamera mit 14 Megapixeln haben, dann ist nicht mehr so viel Platz für einen großen Chip. Also, wird die Qualität auch nicht so berauschend sein und die 14 MP nützen Ihnen auch nichts. Wenn allerdings der Chip groß genug ist, dann reichen 10 MP locker aus, auch wenn derzeit der Megapixel-Durchschnitt bei 12 bis 14 MP liegt.

Ein unliebsamer Trend findet sich bei den Displays hinten an der Kamera. Zwar werden die immer größer, aber viele Hersteller vergrößern nicht die Auflösung, also die Darstellungsqualität. Die Anzahl der Bildpunkte bleibt gleich und die Darstellungsqualität zinkt. Außerdem fallen durch die größeren Displays, die optischen Sucher häufig weg. Dabei hat so ein Sucher Vorteile: bei Sonne können Sie auf einem Display unter Umständen nichts erkennen. Ein Blick durch den Sucher wäre hier Gold wert!

Auch sparen die Hersteller beim Preiskampf mitunter an Selbstverständlichkeiten. Sie sollten schon schauen, dass bei der Kamera das übliche Zubehör dabei ist – zum Beispiel das Netzteil! Unter Umständen ist nur ein USB-Ladekabel dabei. Wenn Sie den Akku an der Steckdose laden wollen, brauchen Sie noch einen Adapter, der kostet um 10,- Euro.

Näher dran!

Kennen Sie das: Sie sind an der See und wollen die Möwen fotografieren. Und hinterher auf dem Bild erkennt man dann nur so einen grauen Fleck! Grund hierfür ist der schlechte Zoombereich, mit dem die Kamera ausgestattet ist.


Die Kompaktkameras kommen mit recht unterschiedlichen Zoombereichen daher. Das Gros der Modelle verfügt über einen 4 fach Zoom. Die höher preisigen Geräte sind zum Teil mit einem weitgrößeren Zoombereich von z.B. 24 fach Zoom ausgestattet.

Was genau bedeutet aber die Bezeichnung „4facher Zoom“? Einfach ausgedrückt: Bei einem 4 fach Zoom verlängert sich die Anfangsbrennweite um das 4 fache, so dass zum Beispiel aus einem 20 mm Weitwinkel bei einem 4 fach Zoom eine Optik mit 80 mm wird.

Manche Kameras verfügen über einen künstlichen Zoom, einen so genannten Digitalzoom. Hiervon sollten Sie lieber die Finger lassen, denn der Digitalzoom vergrößert nur den kompletten Bildausschnitt. Das heißt, auch die Pixel werden vergrößert. Das Resultat ist ein Bild in sehr schlechter Qualität! Allerdings gibt es auch den verlustfreien Digitalzoom. Der wiederum ist gar nicht schlecht, denn die Kamera verringert bei der Aufnahme die Auflösung von z.B. 10MP auf 5MP.

Darf es ein bisschen mehr sein

Jetzt ist die Kamera für den Strand-Urlaub so gut wie in der Tasche, allerdings sollten Sie sich noch ein paar Gedanken über nützliches Zubehör machen.

Denn schnell ist die Kamera unvorsichtig in die Hosentasche gesteckt und - zack ist das unter Umständen empfindliche Gehäuse ein einziger Schrotthaufen! Eine kleine Gürteltasche bietet da einen sinnvollen Schutz und hat noch weitere Vorteile: denn einige Modelle bieten Platz für den Zweitakku und eine zweite Speicherkarte. Außerdem schützt so eine Tasche auch ein wenig vor Überhitzung. Die Hersteller geben an, dass die Kameras 50°C-60°C aushalten können – das erreichen sie in der Sonne oder im Auto schnell mal und der Chip kann dann Schaden nehmen. Solche Taschen starten bei einem Preis von 15 Euro und sind eine sinnvolle Anschaffung!

Auch Stative sind gute Helfer, damit Ihr Lieblingsbild nicht verwackelt. Die Angebotspalette ist umfangreich. Zunächst die richtig große Dreibeinstative, sie sind ordentlich stabil. Da kann es auch windig sein und das Stativ wackelt nicht. Allerdings kosten solche Stative im Amateurbereich bereits um die 200 Euro. Nach oben ist die Preisgestaltung offen!

Finger weg von den günstigen Dreibeinstativen, die es bereits ab 20 Euro gibt. Hier ist häufig schon der Anschaffungspreis im Nu verpulvert. Zwar sind die Stative viel handlicher und leichter, allerdings sind sie selten so hoch wie die teureren Stative. Auch hat das geringe Gewicht Nachteile beim fotogarfieren: wollen Sie etwa eine Langzeitbelichtung an einer windigen Stelle machen, sieht das Resultat schnell ziemlich verwackelt aus. Weiterhin ist die Verarbeitung oft schlecht und unter Umständen bricht es einfach auseinander.

Wenn Sie nicht auf eine Stativhilfe verzichten wollen gibt es so genannte Einbeinstative. Damit können Sie zwar keine Langzeitbelichtung machen, denn die Kamera wird nur auf ein Teleskop-Stange aufgeschraubt. Aber die Kamera wackelt nicht so stark, wie wenn Sie aus der Hand fotografieren wollen. Der Anschaffungspreis liegt um 20 Euro.

Wenn Ihnen das auch zu viel Ballast ist, denken Sie über ein Tisch-Stativ nach. In vielen Situationen kann ein kleines Stativ helfen die Kamera ruhig zu halten. Anschaffungspreis liegt bei 10 Euro. Toll sind solche Mini-Stative, die flexible Beine haben. Die können Sie z. B. an einem Baum befestigen. Allerdings kosten diese Geräte ein bisschen mehr: ab 40 Euro.

Die 3 goldenen Schnurer-Tipps

1. Regel: Achten Sie bei der Kamera darauf, dass sie nicht schon 3 oder 4 Generationen alt ist. Die Produktzyklen der Geräte sind mit 6 Monaten recht kurz! Kaufen Sie lieber bekannte Marken.

2. Regel: Überhaupt sollte die Kamera nicht zu klein sein. Je kleiner, desto weniger Platz für die ganze Technik. Da taugt dann unter Umständen das Objektiv nichts. Außerdem muss der Foto-Chip möglichst groß sein, damit die ganzen Megapixel da auch Platz haben. Nur so können Sie von einer ordentlichen Bildqualität ausgehen.
Lieber „nur“ 10 Megapixel auf der Kamera, statt der derzeit üblichen 14 MP, dafür aber einen größtmöglichen Chip!

3. Regel: Das Zubehör: Eine Gürteltasche schützt vor Schäden und Überhitzung der Kamera. Stative können gegen die unliebsamen Wackelbilder helfen! Mini-Stative gibt es ab 10 Euro. Oder wenn Sie mehr Platz im Reisegepäck haben ist ein Einbein-Stativ eine sinnvolle Ergänzung! Von günstigen Dreibein-Stativen sollten Sie allerdings die Finger lassen. (Celia Baumgart)

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