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Billig oder hochwertig, kompakt oder groß - Wie viel "Notebook" braucht der Mensch?

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Bisher war es schon schwer genug, sich zwischen den teuren Subnotebooks, den Billiggeräten um 450 Euro, den 15,4-Zoll-Mainstreamlern und den Schwergewichten mit 17-Zoll-Display zu entscheiden. In den letzten Monaten wuchs das Angebot um die noch etwas größeren 18,4-Zoll-Klötze und die ultrabilligen Netbooks, was die Entscheidung noch schwerer macht. Doch schaut man genauer hin, ermöglichen gerade diese beiden Extreme spannende Variationen beim Zusammenstellen des individuellen Geräteparks.

Galt bisher, dass Notebooks mit sinkendem Gewicht umso teurer wurden, drehen die Netbooks dieses Prinzip um: Sie sind leichter als die meisten Subnotebooks und kosten trotzdem nur ein Viertel – bei allerdings schlechterer Ausstattung. Für die einen sind sie perfekt reduziert, für andere zur Unbenutzbarkeit verkümmert.

Auch die 18,4-Zoll-Notebooks am anderen Ende der Gewichtsskala spalten die Käufer, einige halten sie für unhandliche und sinnlose Riesen, andere für den konsequenten Desktop-Ersatz.

Neue Techniken haben aber auch in den vielen Notebook-Kategorien zwischen diesen beiden Extremen dazu geführt, dass die alte Regel, wonach leistungsstarke Notebooks groß, schwer und laut sein müssen, viele Ausnahmen kennt. Prozessoren mit kaum gedrosselter Geschwindigkeit laufen problemlos in 12- oder 13,3-Zoll-Notebooks, die Festplatten haben an Kapazität und Geschwindigkeit derart zugelegt, dass kaum jemand Notebooks mit zwei Platten benötigt, digitale Displayausgänge und eSATA sind in den Chipsatz integriert und damit auch in engen Gehäusen realisierbar.

Auch bleiben die meisten Notebooks im Normalbetrieb erfreulich ruhig, nur die Festplatte rotiert leise. Komplett ohne Lüfter kommt allerdings kein aktuelles Notebook aus.

Der Preisverfall aufgrund steigender Stückzahlen und zunehmendem Konkurrenzdruck findet nicht in allen Notebook-Klassen gleichmäßig statt. Beispielsweise kosten 17-Zoll-Notebooks kaum mehr als 15,4er, und einige Subnotebooks oder Spezialisten für den Büro- oder Gaming-Einsatz sind für unter 800 Euro zu bekommen. TV-Tuner, Blu-ray-Laufwerk oder zwei Festplatten sind in diesem Preissegment kein allzu ungewöhnliches Ausstattungsmerkmal. Die hohe Schule lassen sich die Hersteller allerdings weiterhin gut bezahlen. Besonders leichte oder leistungsstarke Modelle kosten weiterhin über 1000, meist sogar über 1500 Euro.

Die übliche Einteilung in billige und teure, in kleine oder große Notebooks hilft damit nur noch eingeschränkt, auch weil viele Anbieter verschiedene Konfigurationen eines Modells anbieten, dessen Preis leicht das Mehrfache des Einstiegspreises betragen kann. Besser stellt man sich seine Tour durch den Notebook-Dschungel anhand der wichtigsten Wegweiser selbst zusammen: Display, Gewicht, Laufzeit und Performance – und dem daraus resultierenden Preis.

Auf Displays mit 12 Zoll Diagonale oder weniger lässt sich nur unter Einschränkungen länger arbeiten. Wer sein Notebook mehrere Stunden am Stück nutzen möchte, sollte sich den überraschend deutlichen Ergonomiegewinn eines 13-Zöllers gönnen; noch besser lassen sich ganze Arbeitstage natürlich mit einem 14- oder 15-Zoll-Notebook überstehen. Ab 17 Zoll vermisst man langsam den externen Monitor nicht mehr, und die Fläche der noch größeren Displays dürfte nur den Anwendern nicht reichen, die mehrere externe Monitore oder einen 30-Zöller gewohnt sind.

Fazit

Die neue Vielfalt bei Notebooks macht die Suche nach dem optimalen Notebook oder der optimalen Kombination aus mehreren Geräten schwerer, aber das Ergebnis lässt sich feiner an die eigenen mobilen Gewohnheiten anpassen. Kann man die noch nicht recht abschätzen, bieten die Netbooks und die 15,4- und 17-Zoll-Mainstreamer einen vergleichsweise billigen Einstieg bei nur geringem Risiko, eine komplette Niete zu ziehen.

Einen Desktop-PC brauchen hauptsächlich Spieler und diejenigen Anwender mit Bedarf nach der allerhöchsten Performance. Wer sich mit weniger zufriedengibt, findet potente Arbeitsmaschinen schon in der 13-Zoll-Klasse oder ab etwa 800 Euro, mit Abstrichen auch darunter. Am Hauptarbeitsplatz sollte man sich aber Monitor, Maus und Tastatur gönnen. Kann oder will man das nicht, kommen die Notebooks mit 17-Zoll-Display und darüber infrage. Wenn die Wahl des primären Arbeitsgeräts dann doch ein schweres Notebook oder einen Desktop-PC ergeben hat, könnte man über ein zweites Gerät für unterwegs nachdenken. Anwender mit speziellen Bedürfnissen, spendablen Chefs oder ohne Geldsorgen greifen zum Hightech-Subnotebook oder Tablet PC ab 1500 Euro. Für viele Zwecke reichen aber schon die Netbooks unter 400 Euro, und auch Mobilgeräte wie Surftablets, Smartphones oder das iPhone sind vielleicht eine Überlegung wert. Als weitere Möglichkeit werden im nächsten Jahr die MIDs, mobile Internetgeräte auf x86-Basis, hinzukommen.

Allzu tief sollte man sich sowieso nicht in seine Erwartungen verstricken und in eine Entscheidungsstarre verfallen, denn das gleichzeitig in Gewicht, Leistungsfähigkeit und Preis ideale Notebook existiert vermutlich nicht. Auch sollte man sich klar sein, dass das Wunschmodell in ein paar Wochen für weniger Geld zu haben ist, und natürlich kommt in ein paar Monaten ein besseres heraus.

Einen detailierten Wegweiser durch das aktuelle notebook-Angebot liefert der Artikel "Perlentaucher, Kriterien für den Notebook-Kauf" von Jörg Wirtgen in der Printausgabe 24/08 des c't magazins ab Seite 130. Den Beitrag erhalten Sie ab dem 24.11.2008 im c't Kiosk auch als PDF-Datei.

PC oder Notebook?

Wer braucht welchen Rechner? Dieser Frage geht Benjamin Benz im Artikel "Typ-Beratung, Wegweiser zum optimalen PC" in c't 24/08 ab Seite 124 nach. Der Beitrag hilft bei der Auswahl des "richtigen" PCs. Den Artikel erhalten Sie ab dem 24.11.2008 im c't Kiosk auch als PDF-Datei.

Auf der Suche nach einem ordentlichen PC sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht. Wer nicht einfach zum nächstbesten Supermarkt-Schnäppchen greift, muss aus den zahllosen Konfigurationsvarianten das für ihn am besten passende System herausfiltern. Statt sich dabei mühsam durch technische Details zu wühlen, kann man sich aber ganz gut am Preis orientieren – allerdings nicht am Preis eines Komplettsystems, sondern an der Summe der Kosten der darin eingebauten Komponenten. Bei diesen herrscht harter Wettbewerb, und Preisvergleich-Webseiten liefern rasch die nötigen Informationen. Der Haken daran: Zunächst einmal gilt es, exakt zu bestimmen, aus welchen Teilen der ins Auge gefasste PC besteht. Dieses Wissen ist freilich ohnehin nötig, um beurteilen zu können, ob es sich um ein echtes Schnäppchen, ein faires Angebot oder überteuerten Nepp handelt.

Als Hilfestellung zum Systemvergleich erläutert der Artikel "Kistenfüllung, Aktuelle Technik für Desktop-Rechner" von Christof Windeck in der Printausgabe 24/08 des c't magazins ab Seite 140, welche Technik in einem heute gekauften Desktop-PC stecken sollte, der einige Jahre lang zufriedenstellende Rechenleistung liefern soll. Den Artikel erhalten Sie ab dem 24.11.2008 im c't Kiosk auch als PDF-Datei.

Erfüllen die Rechner von der Stange die eigenen Bedürfnisse nicht? Kein Problem! Benjamin Benz beschreibt im Artikel "Wünsch dir was, Konfigurationsvorschläge für leise, sparsame und zugleich flotte PCs" ab Seite 146, worauf man bei der Zusammenstellung eines optimalen PC achten muss. Auch diesen Artikel erhalten Sie ab dem 24.11.2008 als PDF-Datei im c't Kiosk. (gs)

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