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Bleibende Erinnerungen - Digitale Fotorahmen mit Qualitätsschwankungen

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Auf wünschen sich heute neben der Digitalkamera auch einen digitalen Bilderrahmen. So wundert es nicht, wenn das Angebot inzwischen kaum noch überschaubar ist. Selbst auf den Sondertischen der Supermarktketten tauchen die Minidisplays inzwischen auf. Doch was da für teilweise schon für unter 50 Euro angeboten wird, führt später im heimischen Wohnzimmerregal oftmals zu Enttäuschungen. Vor allem unter den Billigangeboten tummelt sich sehr viel unansehnlicher Ramsch.

Eine ausreichende Displayauflösung ist neben der Größe das oberste Kriterium, wenn man einem Fehlkauf vorbeugen möchte. Für unser Testfeld haben wir nur solche Bildschirme ausgesucht, die eine feine Auflösung und eine Bilddiagonale von mindestens 15 Zentimetern (7 Zoll) bieten.

Da die Minidisplays in den unterschiedlichsten Größen und Formaten angeboten werden, kann man keine minimale Pixelanzahl nennen. Hilfreicher als die Anzahl der Displaypixel – etwa 800x600 – ist die Anzahl der Bildpunkte pro Zoll (dpi). Anhand der dpi-Zahl kann man unabhängig von der Displaygröße gleich erkennen, wie fein die Darstellung gezeichnet ist.

Werte oberhalb 100 dpi ergeben selbst aus geringem Betrachtungsabstand ein fein gezeichnetes Bild. Bei den Rahmen von Kodak dagegen (91 dpi) lassen sich auch aus 50 Zentimetern Entfernung noch die einzelnen Bildpunkte aus machen. Bei kleinen Bilderrahmen bis 9 Zoll beziehungsweise etwa 22 Zentimetern Bilddiagonale genügen 480 Zeilen für eine saubere Darstellung, 10-Zoll-Displays dürften gern auch 600 Zeilen besitzen.

Formatfrage

Beim Seitenverhältnis – Breite zu Höhe – kristallisieren sich derzeit zwei Formate heraus: 4:3 und 15:9. Die meisten kompakten Digitalkameras knipsen im 4:3-Format, das seinen Ursprung nicht in der Fotografie hat, sondern bei Fernsehen und Computer-Monitoren. In der Fotografie dominierte lange Zeit das gefälligere 3:2-Format der analogen Kleinbildfilme, das seit der Geburt der Digitalfotografie nur noch bei den Spiegelreflexkameras verbreitet ist. Minidisplays im 3:2-Format sind inzwischen rar geworden. Im Testfeld zeigen nur noch Jobos PDX701 und Parrots Speccio das 3:2-Format. Selbst Philips, dessen digitale Bilderrahmen zunächst ausschließlich im Kleinbildverhältnis angeboten wurden, hat sich davon verabschiedet.

Wer also mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert oder seine alten Dias und Negative digitalisiert hat, muss hinnehmen, dass der 4:3-Bildschirm die Aufnahmen entweder seitlich beschneidet oder mit schwarzen Rändern an Ober- und Unterkante darstellt. In den Menüs der getesteten Geräte lässt sich der Darstellungsmodus in der Regel auswählen. Der MonaLisa von Aiptek bietet zudem noch eine verzerrte Darstellungsvariante, bei der jedes Bild einfach auf die volle Displayfläche skaliert wird.

Bei den Breitbildrahmen mit 15:9-Format muss man noch stärker darauf achten, wie das Display die Aufnahmen darstellt. Leicht passiert es, dass bei einem Porträt der halbe Kopf fehlt. Besser überlässt man den Zuschnitt nicht dem Display, sondern bringt die Aufnahmen zuvor am PC ins richtige Format. Bei dieser Gelegenheit kann man auch gleich die Auflösung auf die des Bildschirms herunterrechnen. Das spart Speicherplatz und empfiehlt sich vor allem dann, wenn man die Bilder im oft nur knapp bemessenen internen Speicher des Gerätes ablegen möchte. Der Momento 70 von i-mate hat lediglich magere 32 MByte internen Speicher, viele andere nur 128 MByte. Letzteres reicht für etwa 60 Aufnahmen von einer 6-Megapixel-Kamera. Mit 2 GByte vorbildlich geben sich die Kandidaten von Next-Base und Transcend. Per USB-Stick oder Flash-Speicherkarte lässt sich mangelnder interner Speicher allerdings preisgünstig aufrüsten.

Pixelfutter

Um die Displays mit den aktuellen Urlaubsbildern zu füttern, muss man sie nicht unbedingt am PC anschließen. Alle Testkandidaten bieten zumindest einen Schacht für Speicherkarten, die direkt aus der Digitalkamera kommen. Bis auf die Geräte von Aiptek und Parrot besitzen alle anderen zusätzlich zum SD-Kartenschacht einen Schlitz für xD-Speicher und MemorySticks. Bei immerhin 14 Displays findet man obendrein einen Schacht für die bei Spiegelreflexkameras verbreiteten CompactFlash-Karten. Einen USB-Eingang, an den sich ein externes USB-Speichermedium oder die Digitalkamera direkt anschließen lässt, besitzen drei Viertel der Kandidaten.

Ganz andere Möglichkeiten ergeben sich, wenn sich die Geräte drahtlos in ein vorhandenes WLAN einbinden lassen. Der Momento 70 von i-mate, Kodaks W1020, der @Gallery-Mail von NextBase, der Philips 8FF3WMi/00 sowie der Speccio von Parrot versprechen die WLAN-Unterstützung. Den Momento 70 bekamen wir allerdings gar nicht ins drahtlose Netz eingebunden. Der Philips 8FF3WMi meldetet sich anstandslos an und kann auf die von einem UPnP-Server im Heimnetz freigegeben Bilderordner zugreifen. Der Philips Fotoframe Manager, mit dem man Bilder auch aus dem Internet auf den 8FF3WMi laden kann, ließ sich nur auf Testrechnern mit WLAN installieren, sonst quittierte er jeden Start mit einer Fehlermeldung.

Bei den Geräten von Kodak, NextBase und Parrot klappte der WLAN-Betrieb hingegen reibungslos. Kodaks W1020 lädt drahtlos Bilder, die zuvor im Windows Media Player auf dem PC für den Rahmen freigeschaltet wurden, oder kann online auf ein Bilderalbum zugreifen, das man zuvor bei der Kodak-Online-Galerie eingerichtet hat.

Der @Galery-Mail von Next-Base besitzt eine eigene E-Mail-Adresse. Schickt man an diese Adresse eine E-Mail mit angehängtem Bild, so bringt er es zur Anzeige. Darüber hinaus lädt der Bilderrahmen aktuelle RSS-Wetterdaten und zeigt sie per Hotkey an.

Besitzt man ein Konto beim Bilderdienst Flickr, lädt Parrots Speccio die dort abgelegten Bilder ohne Umweg über einen PC.

Fazit

Nicht nur die neugierigen Blicke der Kollegen, die täglich im Testlabor vorbeischauten, um nach einem passenden Geschenk zu suchen, verraten, dass digitale Bilderrahmen gefragt sind – egal ob für die Großeltern, das Wohnzimmerregal, den Schreibtisch oder gar als Werbeträger im Schaufenster.

In unserem Testfeld dürfte für jeden Geschmack und Anspruch etwas dabei sein. Für 110 Euro bietet der T.photo von Transcend ein gutes Display und obendrein eine ganze Reihe Extras wie Wecker, Radio und Videowiedergabe. Allerdings dürfte das Plastikdesign nicht jedermann ansprechen. Für 130 Euro gibt es bei Jobo einen hochwertigen Bildschirm, als Zugabe einen Akku für netzunabhängigen Betrieb und mit 1 GByte vergleichsweise viel internen Speicher.

Wer Wert auf ein ausgefallenes Design legt, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Kodaks M1020 etwa kostet rund 180 Euro, er lässt sich über Sensortasten bedienen und kann kleine Filmchen in seine Diashow einbinden. Sonys DPF-V900 für 215 Euro gibt sich ebenfalls schick. Per HDMI kann man ihn an einen großen Flachbildfernseher anschießen, um die Diashow auch in großer Runde zu genießen.

Aus dem Rahmen fällt das Design des Speccio von Parrot – ausgeschaltet dient er als Spiegel, im Betrieb als spiegelnder Bilderrahmen. Per WLAN lässt er sich leicht ins Heimnetz integrieren, um Bilder vom PC oder aus dem Internet abzuspielen. WLAN bieten auch die Geräte von imate, NextBase und Philips. Unkompliziert klappte die Netzwerkeinbindung beim 8FF3WMi von Philips und beim @Gallery-Mail, letzterer kann sogar über seine eigene E-Mail-Adresse Bilder oder per RSS-Feed Wetternachrichten empfangen.

Digitale Bilderrahmen mit besonders großem Bildschirm bieten Telefunken mit dem DPF-15001 und Brown mit dem Digi-Frame 1550. Beide Displays besitzen eine gute Qualität, der DigiFrame ist allerdings recht spartanisch ausgestattet, hat eine hohe Leistungsaufnahme und ist so teuer wie ein komplettes Notebook gleicher Größe.

Wer seine alten Papierfotos ohne Umwege über den PC digitalisieren und gleich anzeigen möchte, bekommt mit Aipteks MonaLisa das geeignete Gerät, darf aber nicht zu hohe Ansprüche an die Reproduktion stellen. Ideal für Partys oder sonstige Events ist der Visiprint 80T von Reflecta, der die dargestellten Schnappschüsse ohne Hilfe des PC als hochwertige Ausdrucke ausgeben kann.

Die kompletten Tersergebnisse aller 20 überprüften digitalen bilderrahmen finden Sie in der Printausgabe 26/08 des c't magazins im Artikel "Wechselrahmen, Kleindisplays für Fotos und andere Mediendateien" von Peter Nonhoff-Arps ab Seite 170. Den Beitrag erhalten Sie im c't Kiosk auch als PDF-Datei. (Peter Nonhoff-Arps) / (gs)

Im Themenforum Prüfstand diskutieren.

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