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CeBIT 2011 - Neues aus Hannover

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Die CeBIT 2011 in Hannover hat es doch endlich wieder einmal geschafft: Mit innovativen und benutzerfreundlichen Trends wuchs in diesem Jahr nicht nur die Ausstelleranzahl. Nein, auch die Besucherzahlen sorgten für eine positive Resonanz.

Doch das c’t magazin wollte wissen: Ist die euphorische Stimmung von Veranstaltern und Ausstellern tatsächlich gerechtfertigt? Wir haben uns deshalb für Sie auf die Suche nach tollen, unterhaltsamen, praktikablen und nützlichen Dingen gemacht.

Cloud Computing

Daten aus der Wolke war der Trend im Jahr 2011. Die Idee, Rechenpower und den Zugriff auf Dateien und Informationen nicht mehr zentral, sondern breit gestreut über das Internet zu organisieren, lässt nicht nur Unternehmen träumen, sondern wird auch für private Anwender immer beliebter.
Zahlreiche Aussteller präsentierten daher auf der CeBIT ihre Lösungen, die auch für Heimanwender und einen eher schmalen Geldbeutel gut geeignet sind.

Und dennoch bleibt das Thema „Cloud Computing“ für viele Besucher ein doch eher abstraktes und schwer verständliches Thema. Besonders das Thema "Datenschutz in der Cloude" trieb viele Besucher um.

Tablet-Computer

Viel spannender und lebensnah war da ein zweites großes Trendthema: Tablet-Computer. Nach der enorm erfolgreichen Geschichte des Apple iPad, wollen immer mehr Hersteller jetzt auch in diesem Markt mitmischen und präsentieren ganz neue Formen des Tablets.

Wer sich für Tablets interessiert, kann einige iPad-Konkurrenten mit Android 3.0 („Honeycomb“) ausprobieren. Zum Beispiel am Asus-Stand: Der taiwanische Hersteller hat mindestens drei Honeycomb-Modelle dabei, darunter das Transformer mit ansteckbarer Tastatur. Die Telekom stellt einen 10-Zöller mit Honeycomb von Acer aus. Ebenfals bei der Telekom zu sehen ist das Motorola Xoom; auch Samsungs Galaxy Tab 10.1 sowie LGs Optimus Pad begeistern die Besucher. Kaufen kann man die Honeycomb-Tablets frühestens im April.

Einige Windows-7-Tablets sind hingegen schon erhältlich: MSIs WindPad kostet 600 Euro. Mit 800 Gramm Gewicht ist es schwerer als die meisten Android-Tablets, aber immerhin noch leichter als Acers Iconia Tab W500 mit AMDs Netbook-CPU C50, das rund ein Kilogramm auf die Waage bringt. Asus’ 12-Zöller Eee Slate EP121 mit Core-i5-CPU wiegt sogar fast 1,2 Kilogramm. Fujitsu zeigt im Reseller-Bereich, der Händlern offen steht, die ersten lauffähigen Prototypen seines Business-Tablets Stylistic Q550 mit Intels Tablet-Atom Oak Trail und mattem 10-Zoll-Display. Vorbestellungen nimmt Fujitsu seit dem 1. März an, der Einstiegspreis liegt bei 700 Euro.

Acer zeigt zwei Geräte mit Namen Iconia, ein Notebook und ein Smartphone. Das Notebook hat ungewöhnlicherweise zwei Displays, einen normalen 14-Zoll-Touchscreen und anstelle von Tastatur und Touchpad einen zweiten Touchscreen dieser Größe. Beide arbeiten kapazitiv und zeigen 1366 x 768 Punkte. Legt man beide Hände auf den unteren Bildschirm, erscheinen eine virtuelle Tastatur und ein virtuelles Touchpad. Einige Anwendungen nutzen das untere Display innovativ für spezielle Bedienelemente – das auszuprobieren dürfte spannend sein. Auch das erst vor zwei Wochen erstmals vorgeführte Smartphone, ebenfalls mit dem Namen Iconia, zeigt Acer auf seinem Stand. Es hat ein 4,8-Zoll-Display im extremen Querformat mit 1024 x 480 Punkten und läuft unter Android 2.3.

Tablets will Acer ebenfalls verkaufen und dabei binnen zwei bis drei Jahren Marktführer werden, wie Acer-Chef Gianfranco Lanci unbescheiden im November gesagt hatte. Drei Android-Tablets sollen dabei helfen: mit 5, 7 und 10 Zoll Diagonale. Sie alle kommen wohl erst mit Android 3.0 auf den Markt – und einige davon ebenfalls unter dem Namen Iconia.

Mit zahlreichen neuen Ideen versuchen die Apple-Konkurrenten, dem iPad Marktanteile wegzuschnappen. Die präsentierten Ideen – Multitouch-Tablets mit zusätzlicher Stifteingabe oder ansteckbarer Tastatur – lassen uns zuversichtlich sein, dass sie hier auf einem sehr guten Weg sind.

Neue Formen der Computer-Spiele

Auch Spiele waren auf der CeBIT 2011 wieder einmal ein großes Thema. Aber vorbei sind die Zeiten, in denen sich Spiele nur auf großen Konsolen im Wohnzimmer oder auf dem PC im Arbeitszimmer abspielen.

So zeigt etwa Sony eine neue Mischform aus Smartphone und Playstation Portable: Das Xperia Play ist die perfekte Mischform aus Smartphone und Spielekonsole. Für rund 500 Euro kann der Benutzer nicht nur telefonieren, SMS verschicken oder im Internet surfen. Nein, er kann auch 3D-Spiele genießen, die bisher nur von teuren Spielekonsolen bekannt waren.

3D-Unterhaltung

Eigentlich nicht nichts Neues, aber auch in diesem Jahr wieder ein großer Trend: 3D. Das Besondere aber in diesem Jahr: Große, klobige Brillen sind für die 3D-Unterhaltung nicht mehr notwendig. Verschiedene Hersteller kamen mit ganz unterschiedlichen Produkten daher, die 3D endlich auch praktikabel machen. So zeigt etwa LG Smartphone und Tablet, die dank zweier Kameras in der Lage sind, 3D-Filme aufzuzeichnen. Und auch die direkte Ansicht dieser 3D-Filme funktioniert dank neuester Technik direkt auf dem Display – Ganz ohne Brille! (Jörg Wirtgen, Christian Wölbert, Adrian Korte) / (gs)

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