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CeBIT spezial - Das digitale Zuhause

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Das vernetzte Wohnzimmer

Auf der CeBIT hatten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, in ein vernetztes Haus der Zukunft zu reisen. Im Freizeitraum zum Beispiel können während des Trainings von einem Gesundheitsassistenten Vitaldaten überwacht und Trainingspläne erstellt werden. Auch die Energieversorgung gehört mit zum Konzept. So können beispielsweise die Autobatterie und andere Energiespeicher in Zukunft direkt in die Energieversorgung des Hauses mit einbezogen werden.

Zentrales Steuerungselement des Heimnetzwerks ist dabei ein neuartiger Fernseher: Der iDTV vereint mehrere digitale Funktionen in einem Gerät, dient als zentraler Server und kann auch Komponenten der Heimautomatisierung ansteuern.

Alle Funktionen in einem Haus für jeden Bewohner zu jeder Zeit drahtlos und komfortabel zur Verfügung stellen, das ist die Idee des intelligenten Heimnetzwerks, realisiert von Entwicklern des DAI-Labors der technischen Universität Berlin.

Digitaler Bilderrahmen mit Scanfunktion

Die digitalen Bilderrahmen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Neben Modellen mit Internetanschluss gibt es jetzt auch ein Modell mit eingebautem Scanner. Der Mustek PF-A6L verwandelt alte Papierfotos in eine digitale Diaschau. So wird aus analog digital – und die alten Fotos endlich wirklich auch angeschaut. Auf Wunsch unterlegt der Bilderrahmen die Fotos auch mit Mp3-Hintergrundmusik.

Windows XP in der Küchenzeile

Auch In der Küche ist die Zukunft schon angekommen. In Gestalt der SieMatic-S1. An einen in die Küchenzeile integrierten Rechner unter Windows XP, lassen sich TV, DVD, Radio oder auch iPods anschließen. Infotainment-Inhalte wie E-Mail, RSS-Feeds und Wettervorhersagen werden über eine Online-Verbindung abgerufen. Über zwei Bedienelemente (Touchscreen-Display und SmartBoard-Leiste) lassen sich auch die drei verschiedenen (LED-)Licht-Systeme der SieMatic S1 sowie sonstige Funktionen wie etwa der Betrieb der Dunstabzugshaube steuern.

Rezepte soll man künftig von der Rezeptdatenbank eines Onlineportals abrufen können. Untermalt wird die Koch-Session von Klängen einer High-End-Audioanlage, wer mag, kann sich bei der Sushi-Zubereitung auch von einem Videoclip des letzten Japan-Urlaubs inspirieren lassen. Kosten? Ab 50.000 Euro aufwärts.

Überwachtes Schlafen

Bis ins Bett reicht die Digitalisierung inzwischen. Bis ins Bett reicht die Digitalisierung inzwischen. Auf der CeBIT stellt das Fraunhofer Institut ein "intelligentes Schlafzimmer". Über eine Matte in der Matratze werden während der Nacht die Vitalwerte des Schläfers erfasst und von dort an einen Computer weitergeleitet. Auch vor dem Bett und im Bad liegt eine Matte mit Sensoren. Diese registrieren die Bewegung beim darüber gehen und helfen im Notfall. Fällt etwa ein älterer oder kranker Mensch im Bad hin und steht nach kurzer Zeit nicht wieder auf, wird dies von der Matte registriert und der Computer kann Alarm schlagen.

Der freundliche Helfer

Vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung kommt der Care-O-bot 3. Die neueste Generation eines mobilen Serviceroboters für die Bewältigung von Aufgaben im Haushalt. Er ist derzeit so programmiert, dass er in einer Wohnung in der Küche Getränke und Gläser auf einem Tablett holen, dann ins Wohnzimmer fahren und dort die Gäste bewirten kann. Aber er könnte seinem Besitzer auch schwere, schmutzige oder monotone Arbeiten abnehmen – alles ist nur eine Frage der Programmierung.

Der HighTech-Gehilfe mit seinen drei Fingern lässt sich über einen Touchscreen oder aber über Sprache dirigieren. "Hol mir mal ne Flasche Bier" – solche Kommandos wären nach entsprechender Programmierung kein Problem, und "Care-O-bot 3" könnte im Kühlschrank klar zwischen Bierflasche und Milchpackung unterscheiden.

Zahlreiche Sensoren lassen den Haushaltsroboter gesuchte Gegenstände erkennen und Kollisionen verhindern. Kommt zum Beispiel ein Mensch in den Radius seines Arms, stoppt er die Bewegung. Dank einer Plattform mit vier gelenkten und angetriebenen Rädern kann er in jede beliebige Richtung fahren.

Vorerst bleibt die Entlastung leidgeplagter Hausfrauen und -männer aber noch Zukunftsmusik. Man habe als Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie demonstrieren wollen, was moderne Robotertechnik heute leisten könne, so das Fraunhofer-Institut. Wann solche vielseitig einsetzbaren Serviceroboter auf den Markt kommen könnten, hänge nun davon ab, wie sehr die Industrie das aufgreife und vorantreibe.

Asus Eee Keyboard

Das Eee Keyboard ist ein kompletter PC im Tastaturformat. Der seitlich angebrachte Touchscreen dient als primäres Display. Der kompakte Prototyp lässt sich drahtlos mit einem Fernseher verbinden und kann so als Mediacenter fungieren. Gibt es im Haus bereits einen Audio- oder Video-Server, lässt sich das Eee Keyboards als komfortable Fernbedienung nutzen. Wann und zu welchem Preis das Gerät auf den Markt kommen soll, steht noch nicht fest.

Sony E-Book-Reader PRS-505

Am 11. März soll das E-Book-Zeitalter in Deutschland mit dem Sony Reader PRS-505 beginnen, dabei gibt es hierzulande schon jetzt ein halbes Dutzend Lesegeräte. Der 11. März ist deshalb so interessant, weil mit dem Sony Reader endlich das Lesematerial kommt: Verlage wie Hanser, Bertelsmann oder Beltz wollen Werke online für den PRS-505 verkaufen. Zum ersten Mal wird man ab nächster Woche somit digitale Bestseller legal lesen können.

Die Display-Technik ist bei allen Geräten ähnlich. Die Anzeige stammt von E-Ink und hat keine Hintergrundbeleuchtung. Das Bild sieht in etwa so aus wie Schrift, die auf hellgrauem Umweltschutzpapier gedruckt ist. Der Reader soll für etwa 300 Euro auf den deutschen Markt kommen. In den USA ist das Gerät bereits seit gut 18 Monaten zu haben.

txtr E-Book-Reader

Ebenfals mit einem E-Ink-Display arbeitet der txtr E-Book-Reader des Berliner Startup-Unternehmens Wizpac. Er wartet mit einem 6"-Display mit einer Auflösung von 800 x 600 Punkten auf und besticht durch seine kompakte Form. Anders als der Sony-Reader, der sich nur via PC mit neuen Büchern versorgen lässt, kann man mit dem txtr auch unterwegs über ein integriertes Mobilfunk-Modul (3G/GPRS Modem) neue Lektüre auf das Gerät bringen. Auch via WLAN, USB und einen MicroSD-Card-Slot lässt sich das Gerät mit Lesestoff befüllen. Marktreif soll der txtr im dritten Quartal 2009 sein und dann zu einem "konkurenzfähigen Preis" angeboten werden. Das dürften dann wohl 300 bis 360 Euro sein, denn in diesem Preisrahmen bewegen sich die E-Book-Reader der Konkurrenz. (Sebastian Gehrlein) / (gs)

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