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Der c't magazin Workshop - Wer braucht welchen Prozessor im Notebook? (3SAT)

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Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Notebooks reicht es, Prozessor, Festplatte und Speichergröße anzusehen, Spieler achten zusätzlich auf den Grafikchip.

Nur wenige Anwendungen laufen mit den überproportional teuren, allerschnellsten Mobilprozessoren spürbar schneller als mit den billigeren. Intels Extreme-Prozessoren mit 3,06 GHz oder die Quad-Core-Version QX9300 mit 2,53 GHz sind daher meist verzichtbar – sie lassen sich sowieso nur in großen 17-Zoll-Notebooks kühlen.

Auch der schnelle Core 2 Duo, der für viele Notebooks optional erhältliche T9600 mit 2,8 GHz, muss es nur selten sein. Selbst leistungshungrige Anwender merken praktisch keinen Unterschied zu den T9000- und P9000-Prozessoren mit 6 MByte L2-Cache und 2,53 GHz, die zu halbwegs vernünftigen Preisen erhältlich sind. Aber auch die langsameren Zweikernprozessoren von Intel und AMD lassen nur in wenigen Fällen wahrnehmbare Wartezeiten entstehen, die mit den schnelleren Prozessoren nicht auftreten würden.

Die 25-Watt-Versionen mit maximal 2,66 GHz (P9600) kommen in einigen Subnotebooks zum Einsatz, die damit eine hohe Performance bei verhältnismäßig niedrigem Arbeitsgeräusch erreichen. Die in älteren Subnotebooks verwendeten LV-Prozessoren mit maximal 1,86 GHz oder die ULV-Versionen mit bis zu 1,4 GHz fühlen sich dank zweier Kerne meist schnell an, legen aber bei rechenintensiven Anwendungen schon häufiger spürbare Gedenksekunden ein.

Die Einkernprozessoren vieler Billig-Notebooks (Intel Celeron, AMD Sempron) und einiger älterer Subnotebooks (Core Solo) bringen eine gefühlt geringere Performance, gerade wenn ein Virenwächter läuft. Sie eignen sich zwar für alle Programme, aber es entstehen manchmal Verzögerungen, die man von schnelleren Prozessoren nicht gewohnt ist. Überraschend langsam arbeiten auch die in vielen neuen und günstigen Notebooks zu findenden "cULV"-Prozessoren. Das "c" steht hier für "consumer", "cheap" träfe es allerdings besser. Das tückische: Diese "neuen" CPUs laufen nach wie vor unter den Familiennamen "Core 2 Solo" und "Celeron M".

Die Netbooks gehen bei der Anwendungs-Performance noch einen Schritt zurück. Ihr Atom-Prozessor hat zwar die recht schnell klingende Taktrate von 1,6 GHz oder mehr und beherrscht Hyper-Threading, sieht also wie ein Zweikernprozessor aus. Doch spürt man die geringe Geschwindigkeit an ganz vielen Stellen, sodass es sich lohnen kann, auf einige liebgewonnene Anwendungen zu verzichten und sich nach älteren Versionen oder weniger anspruchsvollen Alternativen umzusehen. (Jörg Wirtgen, Florian Müssig) / (gs)

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