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Die c't magazin Kaufberatung - Welcher Fernseher ist der richtige?

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Eine Frage der Größe

Früher fand der Röhrenfernseher seinen Standort häufig in der Wohnzimmerschrankwand. Die Bilddiagonale war auf 70 - 80 cm begrenzt, der Betrachtungsabstand war auch entsprechend gering. Heute aber besitzen die neuen Flachbildfernseher weit größere Bilddiagonalen, die Wohnzimmer sind aber nicht größer geworden – der Betrachtungsabstand bleibt also gleich. Ein Beispiel: Bei einer Bilddiagonalen von 1,30 Metern sollte man mit mindestens 2,80 Meter Abstand vor dem Fernseher sitzen. Beim Kauf empfehlen wir daher, die Größe des Wohnzimmers und den möglichen Standort des Fernsehers genau abzuwägen. Es gilt also die Regel: Größer ist nicht immer besser.

Plasma oder LCD?

Zurzeit werden viele Plasma-Fernseher zu Schnäppchenpreisen angeboten. Meistens handelt es sich hier um ältere Geräte. Die Vorteile der Plasma-Fernseher, blickwinkelunabhängige Darstellung, satte Farben und eine hohe Kontraststärke bei der Darstellung von dunklen Bildern werden durch bauartbedingte Nachteile wieder aufgewogen. Achten Sie bei einem Plasmagerät vor allem darauf, ob das Gerät "Full-HD ready" ist. Gerade bei großen Bildschirmdiagonalen ist eine hohe Auflösung wichtig. Viele günstig angebotene Plasma-Fernseher sind zwar "HD ready" – und können damit hochauflösende Videos darstellen – doch sie bieten oft nur eine Auflösung von 1366x768 Punkten. Ganz besonders billige Geräte sind noch nicht einmal HD-Ready, sondern arbeiten mit klassischer TV-Auflösung. Zudem sind Plasma-Geräte sehr schwer und verbrauchen mehr Energie, als ein vergleichbar großer LCD-Fernseher. Häufig sind die Frontgläser stark verspiegelt, sodass Sonneneinstrahlungen sehr stark reflektieren. Bleibt ein Bild zu lange stehen, kann das vor allem bei älteren Plasma-Fernsehern zu Einbrenneffekten führen.

LCD-Fernseher sind in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt worden. Sie bieten hohe Auflösungen und eine große Palette großer und kleiner Bilddiagonalen. Die Frontscheiben reflektieren kaum und die Farbdarstellung ist gut. Bei einigen LCD-Fernsehern hängt die Bilddarstellung stark vom Bickwinkel ab. Wer also am Sofarand sitzt sieht das Fernsehbild viel dunkler, als ein Zuschauer in der Mitte. Ältere LCD-Fernseher sind in der Bilddarstellung langsam. Besonders störend wirkt sich das bei schnellen Bildern, also beim Sport oder wilden Verfolgungsjagden, aber auch bei Crawl-Schriften, beispielsweise den Börsenkursen aus. Abhilfe schafft hier die sogenannte 100-Hertz-Technologie. Der neue Fernseher sollte also unbedingt mit dieser Technik ausgerüstet sein.

Lohnt sich das Sparen?

Schnäppchen oder Marke? Billig oder lieber gediegen? Klar – jeder zu viel gezahlte Euro tut weh. Aber bedenken Sie auch: Der neue Fernseher wird sie mehrere Jahre lang begleiten, ein schlechtes Bild wird Sie unter Umständen dauerhaft ärgern. Die angebotenen "Schnäppchen" haben meistens irgendeinen Haken. Bei der Entwicklung in diesem Bereich ging es in den letzten Jahren rasant zur Sache. Alte Technik sollte man sich wirklich nicht ins Haus holen. Meistens hat "billig" dann eben doch seinen Preis. Prüfen Sie beispielsweise, ob auch alle nötigen Anschlüsse – digital wie analog – in ausreichender Menge vorhanden sind. Fragen Sie Freunde und bekannte, welche Erfahrungen sie mit ihrem Wunschgerät gemacht haben. Und nehmen Sie sich Zeit, sich in aller Ruhe "Ihren" Fernseher genau zu betrachten. Lassen Sie sich beim Kauf nicht durch die wunderschönen Bilder von der eingespielten DVD oder BluRay-Disc täuschen. Wählen Sie das TV-Programm, welches Sie auch zuhause anschauen werden und achten Sie auf die Schwachpunkte der neuen Technik, wie Bewegungsunschärfen und unnatürliche Darstellung von Gesichtern durch künstliche Kantenglättung und fehlerhafte Farben. (gs)

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