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Fahrende Computer - Machen sie unsere Autos wirklich sicherer?

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Das moderne Auto fährt die Datenverarbeitungsleistung früherer Großrechenanlagen spazieren und produziert im Betrieb ähnlich viele Fehlermeldungen, deren wichtige werden aufbewahrt. Einige dieser Fehlerprotokolle sind dem Gesetzgeber und den Abgasnormen geschuldet, einige helfen bei der Fehlerdiagnose, andere scheinbar überflüssige Daten sammelt das Auto für Plausibilitätstests. Einige dieser Daten kann eine Werkstatt oder ein Hersteller durchaus gegen den Kunden verwenden. Autofahren und Autobesitz werden auf diese Weise ein Fall für den Datenschutz.

Wen interessieren Daten im Auto? Löschen Sie etwa alle angefahrenen Ziele aus dem Navi und alle privaten Handy-Nummern aus der Freisprechanlage, wenn Sie Ihr Auto verkaufen? Ach, das tun Sie denn doch. Aber wie ist das denn: Speichert Ihr Navi auch alle gefahrenen Strecken? Und wenn ja, kommen Sie oder Familienmitglieder da ran? Ganz andere Frage: Der supergünstige Gebrauchte, den Sie gerade gekauft haben – ist eigentlich belegt, dass der in fünf Jahren nur 22.000 km runter hat? Oder wurde der Tacho zurückgedreht?

In Ihrem Auto werden sehr viele Daten erfasst – und nur sehr wenige sind Ihnen als Fahrer zugänglich. Auf unserer Webseite "heise Autos" finden Sie reichlich Informationen zum Thema. Etwa im Beitrag "Daten unter der Haube Was Ihr Auto über Sie weiß - und Sie nicht". Er gibt einen Einblick in die bereits heute in Fahrzeugen verbauten Sensoren und Protokollfunktionen. Welche spannenden neuen Assistenzsysteme Einzug in künftige Fahrzeuge halten könnten beschäftigt natürlich vor allem die Zulieferindustrie. Conti etwa will einen Baustellen-Assistenten entwickeln. Was der kann und wie er arbeitet analysiert der Beitrag "Baustellenassistent - Sensorfusion und neue Algorithmen ermöglichen neue Sicher­heits­funktionen".

Ebenfalls noch Zukunftsmusik: Die "Car-to-Car-Kommunikation": Im hessischen Pilotprojekt SimTD fahren die ersten Autos mit WLAN und kommunizieren untereinander wie mit den Stationen, die an den Teststrecken aufgebaut werden. Bald soll die Testflotte mit 400 Wagen kritische Szenarien durchspielen, etwa das Bremsen am Stauende mit automatischer Benachrichtigung der nachfolgenden Fahrzeuge, wie es auch im nunmehr abgeschlossenen Forschungsprojekt AKTIV getestet wurde. Bleibt die Frage, wie sicher die Systeme sein müssen, die im Fahrverbund mitrechnen und mitlenken. (Georg Schnurer) / (gs)

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