Getrübte Freude - Teure Fallen beim Weihnachtseinkauf
Weihnachtszeit - Fallenzeit
Weihnachtszeit – Geschenkezeit. Auch in der Wirtschaftskrise sind Präsente willkommen. Doch gerade jetzt lauern Fallen im Einkaufsdschungel. Und wenn Sie da rein tappen, kann es an Heiligabend eine böse Überraschung geben. Hier einige Beispiele:
Die Auslaufmodell-Falle
Diese Falle lauert in vielen Geschäften, gerade zur Weihnachtszeit. Beispiel Fernseher. Wer hätte nicht gerne einen schicken Flachbildfernseher zuhause unterm Weihnachtsbaum? Doch Vorsicht vor Ladenhütern. Denn jeder Hersteller erneuert regelmäßig sein Sortiment – alte Geräte laufen aus. Undauch die sollen ja noch verkauft werden. An ahnungslose Kunden. Denn auf den ersten Blick erkennen nur Insider, welche Geräte aktuell und welche schon alt sind.
Vermeintliche Schnäppchen können am Ende richtig teuer werden, sagt c‘t-Expertin Ulrike Kuhlmann: „Bei den Sonderangeboten würde ich sehr aufpassen. Da werden teilweise wirklich alte Geräte angeboten, die einfach nochmal raus müssen aus dem Lager. Wir sind immer wieder überrascht, wenn wir das sehen und denken – Mensch das Gerät hatten wir vor zwei Jahren hier im Labor. Das ist ein bisschen lange her. Da hat sich in der Zeit doch einen Menge getan. Das heißt, wenn man so ein Angebot sieht, sollte man mit der genauen Gerätebezeichnung mal im Internet gucken, wie alt ist denn das Gerät eigentlich.“
Die Zahlendreher-Falle
Vorsicht bei Gerätebezeichnungen: so haben zum Beispiel Notebooks oft lange, aber ähnliche Buchstaben-Zahlen-Kombinationen im Namen. Ein vermeintliches Schnäppchen entpuppt sich so oft als Falle. Vor allem, wenn die Geräte sich sehr ähnlich sehen. Ein Beispiel: Der teurere Presario heißt CQ61-320, der um 130 Euro billiger Presario heißt hingegen CQ61-315. Und der ist klar schlechter ausgestattet.
Die Tolle-Worte-Falle
Kompakte Digitalkameras. Sie sind klein, hip undhaben immer höhere Auflösungen. 12 Megapixel und mehr sind heutzutage angesagt. Doch eine wirklich gute Kamera braucht mehr als das. Manche Modelle mit vielen Megapixeln haben nicht mal ein gutes optisches Zoom. Und bestenfalls mittelmäßige Sensoren. Wer sich da von schönen Worten und Zahlen blenden lässt, verzichtet auf eine wirklich gute Kamera. Und spart definitiv am falschen Ende.
c‘t-Fotoexperte Carsten Meyer: „Wer heute meint, für 100 Euro oder noch weniger eine gute 12-Megapixel-Kamera zu erhalten, der wird leider auch getäuscht. Gute Kameras kosten auch heute noch gutes Geld. Es ist gerade so, dass die besseren Kameras schon wieder in der Megapixel-Zahl zurück gehen. Das heißt: eine wirklich gute Kamera hat heute 10 Megapixel und kostet 300 Euro.“
Die Super-Günstig-Falle
Super-Produkte zum Schnäppchen-Preis – da denken viele: auf zum Elektronik-Discounter. Der Ansturm ist dementsprechend groß. Doch Vorsicht: woanders geht’s oft noch günstiger. Beispiel Apple iPod nano: Bei Media Markt kostet die 16-Gigabyte–Variante momentan satte 169 Euro. Ein Schnäppchen? Nein, denn über einen Preisvergleich im Internet findet man das gleiche Modell auch noch etwas günstiger: für 143 Euro plus Versand. Unterm Strich kann man also noch sparen.
Die Lieferzeiten-Falle
Immer mehr Menschen kaufen online – ist ja auch bequem. Doch kann man wirklich sicher sein, dass die bestellte Ware rechtzeitig kommt? Die Erfahrung zeigt: Nein.
Manchmal sind die Waren eben nicht auf Lager oder etwas verirrt sich auf dem Postweg. Eilige Geschenkekäufe kurz vor Weihnachten sollte man vielleicht lieber im Laden machen, damit man an Heiligabend auch wirklich alles zusammen hat.
Genau hinsehen
Unser Fazit: Einkaufsfallen lauern überall. Deshalb gilt gerade im Vorweihnachtstrubel: Augen auf und aufgepasst. Denn Stress unterm Weihnachtsbaum muss ja nun wirklich nicht sein…
Im Themenforum Prüfstand diskutieren.
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