Jetzt reichts - hier bitte nicht! - Was taugen Kindersicherungen für Kinder am Computer?
Viele Kinder verbringen am Computer, inzwischen deutlich mehr Zeit, als voprm Fernseher. Viele sind dabei völlig unkontrolliert. Spezielle Kinderschutz-Programme sollen hier helfen. Webfilter sperren Seiten im Internet, die für Kinderaugen nicht geeignet sind. Zeitwächter begrenzen die Dauer, die der Nachwuchs am Computer verbringt.
Jo Barger, Internet-Experte beim c't magazin: "Gerade bei jüngeren Kindern ist das Gefühl noch nicht so ausgeprägt wo die Gefahren im Internet liegen. Sei es Abzock-Sites oder pornographische Sites und davor müssen die Eltern ihre Kinder vor schützen.
Zeitlich beschränkt
Zeitwächter-Programme haben einen großen Vorteil: Sie diskutieren nicht und gewähren jedem Kind das passende und vorher mit den Kindern besprochene Zeitbudget. Ist das abgelaufen, schalten sie den Rechner nach entsprechender Vorwarnung aus. So können die Kinder angefangene Arbeiten noch sicher speichern, es gehen keine Daten verloren. Beim Programm Kindersicherung 2008 lassen sich sowohl PC- als auch Internet-Laufzeiten getrennt von einander festlegen. Auch wann der Rechner ruhen soll, können die Eltern über das Sperrzeitenmenü eingeben. Das Programm Kindersicherung 2008 kostet rund 30 Euro.
Webfilter
Wichtiger als die Zeitbeschränkung aber ist die Filterung der Inhalte auf dem Computer. Leicht geraten Kinder beim surfen durch Verlinkungen auf andere Seiten. Einen sicheren Schutz gegen den Besuch auf einer nicht kindgerechten Internetseite versprechen Webfilterprogramme.
Gute Ergebnisse erzielt die kostenlose Kindersicherung von AOL. Je nach Alter des Kindes wählen die Eltern hier die passende Filterstufe. Die größte Sicherheit bietet eine Liste mit Internetseiten, die vom Kind besucht werden darf, die sogenannte Whitelist. Alles andere wird gesperrt. Zusätzlich kann das Programm die Online-Aktivitäten des Kindes protokollieren.
Ebenfalls gute Filterwirkung schafft fragFINN. Der Funktionsumfang des kostenlosen Programms ist nicht ganz so üppig wie bei der AOL-Kindersicherung, dafür ist fragFinn übersichtlich strukturiert und lässt sich einfach bedienen.
Auch können die Eltern kindgerechte Internet-Adressen zusätzlich in eine Liste die so genannte Whitlist eintragen. Trotzdem reicht es nicht, die Kinder nur durch Programme vor den Gefahren im Netz zu schützen.
Jo Bager, c't magazin warnt:"So gut und nützlich diese Programme auch seien mögen, sie können nie eine Medienerziehung ersetzten. Die Eltern sollten bei ihren Kindern schon darauf achten, dass sie ein Gefühl dafür bekommen, was geht im Internet und was geht nicht und wo lauern höchstwahrscheinlich Gefahren. Und sollten diese Programme nicht als digitale Babysitter sehen."
Und noch eine Einschränkung: Für ältere Jugendliche taugen diese Programme nicht mehr. Die kennen alle Tricks, um Zeitwächter oder Webfilter zu umgehen. Hier hilft es nur, wenn die Kinder rechtzeitig von ihren Eltern den richtigen Umgang mit dem Medium Internet lernen.
Einen Test aktueller Programme zur Nutzungszeitbegrenzung für Kinder und Jugendliche finden Sie in Jo Bagers Artikel "Jetzt reicht´s! Computernutzung zeitlich beschränken" in der Printausgabe 3/09 des c't magazins ab Seite 130. Im gleichen Heft testet Urs Mansmann im Beitrag "Kindersicheres Web, Filterprogramme für den Kinder-PC" ab Seite 134 Webfilterprogramme. Wie man mit Routern Webinhalte filtern und Online-Zeiten verwalten kann erläutert Axel Kossel in seinem Artikel "Harte Wächter, Router filtern Webinhalte" ab Seite 138. Alle Beiträge erhalten Sie auch als PDF-Datei im c't Kiosk. (Jo Bager)
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(gs)
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