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Mitgewaschen und verschmutzt (3Sat) - Erste Hilfe bei Handy-Unfällen

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Pleiten, Pech und ...

Das Mobiltelefon steckt in der Hosentasche, und schon ist es passiert: Zusammen mit der Schmutzwäsche landen Hose und Handy in der Waschmaschine. Heraus kommen eine saubere Hose und ein funktionsunfähiges Mobiltelefon.

Ortswechsel: Die gemütliche Runde sitzt gemeinsam bei Tisch, plötzlich klingelt zum x-ten mal das Handy von Vetter Gustav. Onkel Donald, ohnehin schon leicht gereizt, geht an die Decke. Ohne lange nachzudenken entreißt er dem Störenfried das Telefon – und plumps, landet es im Wasserglas. Jetzt herrscht Ruhe – doch das Handy ist hin.

Klar, im "echten Leben" passieren solche Dinge nicht. Jeder behandelt sein teures Mobiltelefon wie ein rohes Ei – oder etwa nicht? Wir zeigen, was man bei Handy-Unfällen tun kann.

Wasserschaden

Handys vertragen sich nicht mit Wasser, und mit Seife schon mal überhaupt nicht. Selbst die kleinsten Tropfen können schon einen immensen Schaden in der Elektronik anrichten. Erschwerend kommt hinzu, dass die Geräte dank Akku ständig unter Strom stehen – selbst dann noch, wenn man das Handy eigentlich ausgeschaltet hat. So führt der Wassertropfen am flaschen Punkt sofort zu Kurzschlüssen und Zerstörung der Elektronik.

Daher gilt: Ist das "Kind" ins Wasser gefallen, sollte man sofort den Akku entfernen, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Zur Rettung kann man dann das Handy für 24 oder besser 48 Stunden auf die Heizung – eingestellt auf mittlerer Stufe – zum Trocknen legen. Mit etwas Glück lässt sich das Mobiltelefon danach noch einschalten und bedienen. In den allermeisten Fällen ist das Telefon aber für alle Zeit nicht mehr zu gebrauchen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Vorgehensweise vieler Hersteller: Die verbauen in den Handys Indikatorfolien, die sich beim Eindringen von Wasser sofort verfärben. Hat diese Indikatorfolie erst einmal angeschlagen, verliert man sämtliche Garantieansprüche, und der Hersteller verweigert – zu Recht – die kostenlose Reparatur.

Staub und Sand

Leider viel zu schnell werden Mobiltelefone schmutzig: Trägt man sie in der Hosentasche, sammeln sich schnell Fussel und Staub in allen Ritzen und Ecken des Handys. Handys mit einer echten Tastatur lassen sich dann manchmal gar nicht mehr bedienen. Und auch am Strand sollte man vorsichtig sein: Sand vertragen die mobilen Begleiter gar nicht!

Zum Entfernen von Staub unter dem Displayfenster muss man das Handy zerlegen. Das klappt bei älteren Modellen sehr gut, da diese häufig noch abnehmbare Schalen haben. Der versierte Bastler kann sich das ruhig zutrauen. Dem Staub rückt man dann am besten mit Fotopinsel und Druckluftbälgen (beides im gut sortierten Foto-Fachhandel zu haben) zu Leibe. Feuchte Lappen oder Reinigungsflüssigkeiten haben im Telefon aber nichts verloren!

Aktuelle (Touchscreen-) Handys haben staubdicht verkapselte Displays und sollten daher gar nicht erst schmutzig werden. Passiert das aber doch, sollte man diese Reparatur Fachleuten überlassen: Die Handys lassen sich ohne Spezialwerkzeug in der Regel nicht zerstörungsfrei öffnen.

Kratzer auf dem Display

Schnell ist es passiert: Man steckt sich Handy und Schlüsselbund gemeinsam in die Hosentasche, hört ein unangenehmes Geräusch und darf sich dann über einen tiefen Kratzer im Display freuen.

Der Markt bietet für diesen Fall allerlei Politurpasten und Füllspachtel an, die angeblich jeden Kratzer entfernen. Inwieweit man diese Pasten und Helferlein nutzen kann, hängt aber stark von der verkratzten Oberfläche ab. Bevor Sie hier irgendetwas ausprobieren, sollten Sie sich vorher in einschlägigen Foren über die Wirksamkeit informieren!

Auf Polierpasten aller Art sollten Sie bei Touchscreenhandys unbedingt verzichten: Diese Pasten können die Funktionalität des Touchscreens stark einschränken oder gar zerstören. (Uli Geiger) / (gs)

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