Neue Masche im Internet - Wenn „kostenlos“ 84 Euro kostet
Es ist immer die gleiche Masche nur unter anderem Namen. Das Prinzip: Man bietet scheinbar kostenlos etwas im Internet an und lockt die ahnungslosen Surfer damit in die Abofalle. Ein Kostenhinweis ist gut versteckt und wen man an der Angel hat, den überzieht man mit Mahnungen und wüsten Bedrohungen.
Für Betroffene wird es aber besonders ärgerlich, wenn bei einer Suchmaschine wie Google diese dubiosen Angebote bei einer Suchanfrage nach kostenloser Software ganz weit oben stehen. Sucht man beispielsweise bei Google nach der kostenlosen Programmversion Google Earth, dann würde man von Google den Hinweis auf die hauseigene Downloadseite erwarten. Stattdessen findet man dort den Link auf eine Abofalle.
Wir wollten von Google wissen, warum der Suchmaschinenanbieter so etwas zulässt. Stefan Keuchel von Google Deutschland beantwortet unsere Frage: „Das ist ein Hase-Igel-Spiel. So würde ich es bezeichnen. Es kann immer wieder passieren, dass solche Betrüger durchrutschen bei uns. Aber wir gehen im vermehrten Maße dagegen vor. Wir haben keinerlei Interesse für diese Betrüger eine Plattform zu schaffen, mit der sie andere Leute in solche Abzockfallen reinziehen.“
Googel Verdient mit
Google trägt durchaus seinen Teil dazu bei, dass Suchergebnisse derart manipuliert werden können und Abofallen ganz weit oben erscheinen. Denn der Suchmaschinenanbieter verkauft sogenannte „adwords“. Google bietet Begriffe aus den Suchanfragen kommerziellen Anbietern zum „Kauf“ an. , Wird der Begriff angefragt, erscheint das jeweilige kommerzielle Angebot ganz oben in den Suchanfragen.
Nicht bezahlen
Was tun, wenn man in die Falle getappt ist? Zuerst einmal Ruhe bewahren. Es ist in den allermeisten Fällen so, dass überhaupt kein Vertrag zustande gekommen ist. Damit müssen Sie also auch nichts bezahlen, Mahnungen und Drohungen laufen ins Leere. Wehren können Sie sich mit unseren Musterbriefen. Diese Briefe sind juristisch geprüft, bei Verwendung sollten Sie bitte keinerlei Veränderungen vornehmen.
Überhaupt nichts bezahlen…
…müssen Sie, wenn Sie unser Softwareverzeichnis besuchen. In dieser redaktionell betreiten Sammlung kostenloser Programme finden sie (fast) alles, was das Herz begehrt. Garantiert ohne Abofalle.
Im Themenforum Vorsicht, Kunde! diskutieren.
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