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Schlank und fit am Bildschirm - Können Spielkonsolen den Fitnesstrainer ersetzen?

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Keine faulen Ausreden mehr: Moderne Spielkonsolen sind wahre Fitness-Wunder und bieten alles, um Couch-Potatoes in den eigenen vier Wänden so richtig ins Schwitzen zu bringen. Möglich macht das die Steuerung per Bewegung, der Nintendo mit der Wii-Konsole zum Durchbruch verholfen hat. Das war im Jahr 2006. Heute, immerhin vier Jahre später, ziehen die beiden großen Konkurrenten Sony und Microsoft nach.

Sony hat der Playstation 3 im September 2010 die Bewegungssteuerung Move verpasst. Das Prinzip ist dem der Wii sehr ähnlich. Man spielt mit einer oder zwei „Fernbedienungen“, deren Bewegungen von der Konsole erfasst werden. Sonys Controller sind mit je einem leuchtenden Ball ausgestattet. Eine Kamera registriert dessen Bewegungen im Raum und in der Fernbedienung finden sich wie bei der Wii Bewegungs- und Beschleunigungssensoren. Hinzu kommt ein Erdmagnetfeldsensor.

Im Vergleich ist die Sony-Steuerung genauer und schneller als die der Wii. Ohnehin kann die Playstation 3 aufgrund ihrer technischen Voraussetzungen schnellere und realistischere Bilder produzieren als die Wii, noch dazu in HD.

Freihändig spielen

Microsoft versucht nun seinerseits, den Markt der (Bewegungs-)Spiele zu revolutionieren. Für die Konsole Xbox 360 bringt der Computer-Gigant im November eine Steuerung namens Kinect heraus, über die schon vor Monaten unter dem Namen Project Natal viel gemunkelt wurde. Der Clou: Die Spieler steuern mit ihrem ganzen Körper und ihrer Stimme, Controller gibt es keine mehr.

Die Bewegungssteuerungen der drei großen Konsolen bieten Spieleentwicklern völlig neue Möglichkeiten. Was sie daraus machen, welche neuartigen Spielkonzepte sie entwickeln, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch jetzt schon: Wii, Move und Kinect sind geradezu prädestiniert für Tanz- und Fitness-Spiele.

Preisvergleich

Der Spaß hat seinen Preis, unsere Aufstellung, Stand 15. Oktober 2010 der jeweiligen unverbindlichen Preisempfehlungen zeigt das Niveau: Die Sony PlayStation 3 kostet ca. 300 € dazu schlägt das Move Starter-Paket ca. 80 € zu Buche, jeder weitere Controller kostet ca. 55 € und das Spiel nocheinmal ca. 40 €, macht in der Summe also runde 475 €.

Die Xbox 360 kostet 250 € , die Kinect-Steuerungsoption ca. 150 € und die Spiele kosten etwa 50 €, macht in der Summe also rund 450 €.

Nintendo verlangt für die Wii inklusive der Spiele „Sports“ und „Sports Resort“ sowie einem Controller ca. 190 €, ein weiterer Controller mit Motion Plus kostet ca. 42 €. In der Summe also 232 €.

Digitale Personal Trainer

Nintendo machte es mit dem Balance Board und seinen Wii-Fit-Programmen vor. Spielehersteller wie Electronic Arts („Active 2“) und Ubisoft („Your Shape: Fitness Evolved“) liefern ihre eigene Workout-Software mit virtuellen Trainern, die das Fitnessstudio ins Wohnzimmer holen sollen. Tanzwütige können in den Fußstapfen des King of Pop ihre Moves verfeinern oder sich von Fernseh-Tanzlehrer Detlef D! Soost anleiten lassen.

Die Fitnesswelle macht auch vor den portablen Konsolen nicht Halt. Ist der Körper erst einmal in Form gebracht, lassen sich mit dem Face Trainer (Nintendo DS) die Gesichtsmuskeln ertüchtigen.

Die grauen Zellen auffrischen

Ebenfalls auf dem Nintendo DS trat vor wenigen Jahren ein gewisser Dr. Kawashima seinen Siegeszug an. Seine Mission: Vernachlässigte Gehirnareale der Spieler aktivieren und sie durch regelmäßiges Training geistig fitter machen. Vergleichbare Programme zum Gehirntraining gibt es mittlerweile für die großen Konsolen ebenso wie für PC und Mac oder das Smartphone. Und seien wir mal ehrlich: So ein bisschen Mathe in der Mittagspause hat noch niemandem geschadet! (Carsten Schollmann)

Im Themenforum Prüfstand diskutieren.

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